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5 Jahre überregionaler Fachdienst „Integration taubblinder Menschen“ (ITM)

Am ersten Juli 2014 konnte der überregionale Fachdienst „Integration taubblinder Menschen“ in den Räumen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sein 5jähriges Jubiläum feiern. Nach 3jähriger Modellphase konnte das ursprüngliche Projekt 2009 dank der Regelförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung und der Bayerischen Bezirke in einen Fachdienst der überregionalen offenen Behindertenarbeit überführt werden. Hauptanliegen und -aufgaben des Fachdienstes sind:

  • Akquise und Vermittlung von Taubblindenassistenten
  • Anlaufstelle für betroffene hör-/sehbehinderte Menschen, deren Angehörigen und Fachleute zu sein
  • Freizeit-, Begegnungs- und Bildungsmaßnahmen für taubblinde Menschen und ihre Angehörigen anzubieten
  • Fachleute weiterzubilden etc.

Siehe auch Website ITM

Bild Logo ITM

Der Fachdienst hat es geschafft, für betroffene Menschen, deren Angehörige, Fachleute und Einrichtungen aus dem Bereich der Hör- und Sehbehinderung sowohl in Bayern als auch darüber hinaus Ansprechpartner, Multiplikator und Lotse zu sein. Es gelang ITM auch, gemeinsam mit dem damaligen Gehörloseninstitut Bayern und den Bayerischen Bezirken, eine Assistenzausbildung zu konzipieren und anzubieten, die mittlerweile bereits den 3. Ausbildungsgang zum Taubblindenassistenten erfolgreich abgeschlossen hat.
Zur Jubiläumsveranstaltung dieses in der Bundesrepublik einzigartigen Angebots und Dienstes kamen Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wegbereiter und –begleiter sowie viele selbst von Taubblindheit oder Hör-/Sehbehinderung betroffene Menschen.

Grußworte an den Fachdienst richteten:

  • Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags
  • Burkard Rappl, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration
  • Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, vertreten durch Herrn Stefan Sandor

 

Grußwort Dr. Pettinger

v.l.: Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Dolmetscherinnen

Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung berichteten über Aspekte aus ihrem privaten, beruflichen oder politischen Alltag. Es sprachen:

  • Herr Wolfgang Lotz,
  • Herr Franz Kupka, Leiter einer Selbsthilfegruppe von taubblinden Menschen in Oberbayern,
  • Frau Diana Fleischer,
  • Herr Karl-Heinz Maatz und
  • Herr Bleymaier, ehrenamtlicher Referent für sehbehinderte und taubblinde Menschen beim BBSB e.V.

 

Vortrag Maatz

v.l.: Britta Achterkamp, Leiterin ITM, Dolmetscherinnen, Karl-Heinz Maatz

 

Vortrag Kupka

v.l.: Dolmetscherinnen, Franz Kupka

Alle betonten die Wichtigkeit verfügbarer Taubblinden-Assistenz für die betroffenen Menschen als Voraussetzung dafür, am Leben teilhaben zu können und die Angehörigen zu entlasten. ITM unterstütze auch maßgeblich den weiteren Auf- und Ausbau der Selbsthilfestrukturen betroffener Menschen, was einen wesentlichen Aspekt für die Verbesserung der Situation taubblinder Menschen darstelle. Die Selbsthilfe bietet z.B. auch eine wichtige Plattform für gleichbetroffene Menschen, sich auszutauschen oder für gemeinsame Unternehmungen. 

In den Grußworten wurde Dank an Politik und Regierung für die Unterstützung der Belange taubblinder und hörsehbehinderter Menschen und den Fachdienst ITM ausgesprochen. Durch die Regelförderung gelingt es ein verlässliches Angebot für taubblinde, hörsehbehinderte Menschen und für Fachleute zu schaffen. So kann auch ein Assistentennetz in Bayern auf- und ausgebaut werden.

Auch die Bayerische Sozialministerin Emilia Müller dankte ITM für seinen herausragenden Einsatz für taubblinde Menschen in ihrer Pressemitteilung vom 1. Juli 2014 anlässlich des 5-jährigen Jubiläums: „Dank dieses Engagements gelingt es, taubblinde Menschen aus ihrer Isolation zu holen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Das ist ein gutes Beispiel gelebter Inklusion.“.

Die Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Nicole Lassal, brachte abschließend zum Ausdruck, dass eines der wichtigsten Ziele der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist.  So wird die LAG auch nicht nachlassen, auf die speziellen Anliegen und Bedürfnisse von taubblinden Menschen in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Um die Teilhabechancen taubblinder Menschen zu verbessern, bedarf es auch, den Blick politischer Bestrebungen hin auf Barrierefreiheit deutlich weiterzuentwickeln. Frau Lassal sprach sich weiter für ein Merkzeichen TBL auf Bundesebene aus, das mit einem eigenen Leistungskatalog die Bedarfe von taubblinden und hörsehbehinderten Menschen sowie die Finanzierung durch die entsprechenden Leistungsträger auflistet. Weiterhin betonte sie wie fundamental wichtig verfügbare Taubblindenassistenz für die Teilhabemöglichkeiten taubblinder und hör-/sehbehinderter Menschen an unserer Gesellschaft ist. Sie betonte, dass es darauf ankommen werde, Taubblindenassistenz zu einem anerkannten Berufsbild zu machen, womit auch der Lebensunterhalt verdient werden kann. Nur so können auch mehr Menschen für diese Ausbildung gewonnen werden. Auch die Leitung des Fachdienstes ITM, Frau Britta Achterkamp, brachte dies in ihrem Bericht über den Arbeitsalltag bei ITM zum Ausdruck. Die Nachfrage nach Taubblinden-Assistenz dort ist wesentlich höher als Taubblindenassistenten verfügbar sind.

Inklusion, Teilhabe, Selbstbestimmung, Mitwirkung, Gleichstellung und Beteiligung von Menschen mit Behinderung und chronischer Krankheit an dieser Gesellschaft: dafür setzen wir uns als Dachorganisation der verbandlich organisierten Selbsthilfe von behinderten und chronisch kranken Menschen ein. Dies muss uneingeschränkt auch für Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung gelten. In diesem Sinne hoffen wir, dass der Fachdienst ITM dabei weiterhin einen wesentlichen Anteil haben wird.

 

Gespraech Gaeste

Gäste der Jubiläumsfeier

Grußwort Dr. Pettinger Vorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. (pdf-Datei)

Grußwort Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags (pdf-Datei)

Grußwort Burkard Rappl, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (pdf-Datei)

Grußwort Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, vertreten durch Herrn Stefan Sandor (pdf-Datei)

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