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Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet jährlich am 5. Mai statt. Und das seit nunmehr 30 Jahren. 1992 wurde der Aktionstag von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) ins Leben gerufen. Der Tag wurde auf den 5. Mai gelegt, da dies auch das Datum für den Europatag des Europarates ist und somit verdeutlicht werden soll, dass alle Menschen europaweit gleichgestellt sein sollen. Seit 1992 ist viel passiert, allerdings bleibt der 5. Mai nach wie vor Erinnerung daran, dass wir in vielen Bereichen gemeinsam noch viele Dinge für Menschen mit Behinderung fordern, erarbeiten und erkämpfen müssen, die für andere selbstverständlich sind – und zwar an JEDEM Tag im Jahr.

Nach gerade auch für viele Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung aufgrund der Pandemie schweren Zeiten, scheint sich die Lage nun wieder dauerhaft etwas verbessert zu haben. Zum Glück ist es ja wieder möglich, sich z.B. im Kreise der vertrauten Selbsthilfegruppe persönlich zu treffen und auszutauschen. Die Tatsache, dass in weiten Teilen des öffentlichen Lebens viele Menschen keine Maske mehr tragen, ist aber z.B. für Menschen mit eingeschränkter Immunabwehr weiter verunsichernd. Menschen mit Behinderung oder Vorerkrankung haben oft ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von Covid-19.  Sich wegen einer (eventuell aufgeschobenen) Behandlung jetzt in eine Klinik zu begeben, bleibt aufgrund immer noch relativ hoher Infektionszahlen auch unter medizinischem Personal, für viele eine nicht leichte Entscheidung.

Besonders für Menschen mit Behinderung bestehen im Bereich der medizinischen Versorgung ohnehin dauerhaft zahlreiche Probleme: weitgehend fehlende Barrierefreiheit in Praxen und Kliniken und das Fehlen geeigneter Behandlungsräume und- Geräte für die Behandlung sind diskriminierend, gefährlich und verhindern wirkliche Wahlfreiheit in der Versorgung.  Dazu kommen Kommunikations- und Koordinierungsprobleme im System und… ach, die Liste ist lang.

Die letzten zwei Jahre haben nicht nur neue Probleme geschaffen, sondern vor allem auch verdeutlicht, welche Missstände vorher schon bestanden und welche Personengruppen davon hauptsächlich betroffen sind. Zentrales Dauerthema des Protesttages bleibt leider die fehlende Barrierefreiheit, die im medizinischen Bereich Leben kosten kann – aber auch in allen anderen Bereichen des Lebens problematisch ist. Deshalb lautet das Motto, unter dem die AKTION MENSCH auch dieses Jahr wieder viele Aktionen unterstützt, 2022: „Tempo machen für Inklusion – barrierefrei zum Ziel.“ Eine Übersicht zu verschiedenen Aktionen finden Sie hier:

https://www.aktion-mensch.de/was-du-tun-kannst/aktionstag-5-mai

 

Eine tolle Broschüre zur Geschichte des Protesttages mit dem Titel „30 Jahre 5. Mai – Lautstark für Gleichstellung hat die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben Deutschland (ISL) gestaltet:

https://delivery-aktion-mensch.stylelabs.cloud/api/public/content/aktion-mensch-5-mai-2022-broschuere-isl.pdf?v=77351b0f

Besonderer Dank gilt an dieser Stelle all jenen, die sich ehrenamtlich in der Selbsthilfe, in der Nachbarschaft oder im Viertel, in politischen oder sonstigen Gremien dafür einsetzen, dass die volle Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen auch für Menschen mit Behinderung und oder chronischen Erkrankungen selbstverständlich wird. Mit der Kompetenz unserer Mitglieder vertreten wir als LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auch weiterhin die Interessen von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung in der Gesundheits- und Sozialpolitik und sind Ansprechpartner gegenüber Staat, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Nicht nur am 5.Mai.

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