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Bayerischer Landesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V.

Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die als Folge einer Störung des Sprachzentrums im Gehirn auftreten kann. 84% der Aphasien sind Folge eines Schlaganfalls, 10% sind durch Schädelhirnverletzungen, 5% durch Hirntumore und 1% durch entzündliche Prozesse im Gehirn bedingt.

Aphasie (medizinischer Fachbegriff – griech. „ohne Sprache“) betrifft nicht nur die gesprochene Sprache, sondern auch je nach Schweregrad und Formen, auch das Verstehen, das Schreiben und Lesen. Aphasiker haben daher massive Kommunikationsprobleme: sie haben Schwierigkeiten in der üblichen Anwendung von Sprache und sind sich dessen auch bewusst. Aphasie hat nichts mit geistiger Behinderung oder psychischer Störung zu tun.

Als Folge des Schlaganfalls oder der verursachenden Krankheit können aphasische Patienten auch unter verschiedenen Begleiterscheinungen leiden, die ja nach Schweregrad und Kombination individuell auftreten können: Halbseitenlähmungen (meist rechts), Sprechstörungen (Dysarthrie), Schluckstörungen (Dysphagie), Rechenstörungen, Aufmerksamkeitsstörungen, Sehstörungen, Gesichtsfeldeinschränkungen, Neglect, Konzentrationsmängel, Verlangsamung, Orientierungsschwierigkeiten, Ermüdbarkeit, Gedächtnisprobleme, Apraxie, Sprechapraxie, Reizbarkeit, Gefühlsschwankungen, Persönlichkeitsveränderungen.

Die Behandlung muss, neben der medizinischen Versorgung, eine früh einsetzende Sprachtherapie (Logopädie), Ergotherapie, neuropsychologisches Training, Krankengymnastik und psychologische Betreuung umfassen.

Leistungen, Aufgaben und Ziele des Landesverbandes

Bayerischer Landesverband für die Rehabilitation der Aphasiker e.V.

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Thomas Loch
Zum Steingraben 5c
95503 Hummeltal

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Internet: www.aphasie-bayern.de