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LAG Informationen 03/2014

Arbeitskreis „Barrierefreies Bayern“ der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Nach der zweiten Arbeitskreissitzung „Barrierefreies Bayern“ im Juni hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. den Entwurf eines Forderungspapiers erstellt, der die unterschiedlichsten Bedarfe der verschiedenen Behinderungen und chronischen Erkrankung im Hinblick auf Barrierefreiheit umfasst. Eine abschließende Arbeitskreissitzung im September wird endgültig über das Forderungspapier entscheiden, bevor es dem Vorstand und der Mitgliederversammlung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. vorgelegt wird.
Termin des Arbeitskreises in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.: 18. September 2014, 14 Uhr

LAG-Informationen über E-Mail-Versand

Bereits im letzten Jahr stellten wir einen großen Teil des Versandes unserer LAG-Informationen von Post auf E-Mail-Versand um. Sollten sich noch weitere Postversand-Leser für den elektronischen Versand entscheiden, teilen Sie uns dies bitte über folgende E-Mail-Adresse mit: huelya.naimen@lag-selbsthilfe-bayern.de

Aus der Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Bundesleistungsgesetz für Menschen mit Behinderung

Derzeit finden auf Bundes- und Länderebene Beratungen zu der Gesetzesreform statt. Es ist geplant, bis Mitte nächsten Jahres einen Gesetzesentwurf zu erarbeiten. Der Deutsche Behindertenrat, in dem auch die BAG Selbsthilfe e.V. Gründungsmitglied ist, hat sich zur Schaffung eines Bundesleistungsgesetzes eindeutig positioniert: Positionspapier

Im Juni beteiligte sich die Geschäftsführerin der LAG Selbsthilfe Bayern e.V. am Fachgespräch des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend, Familie und Integration des Bayerischen Landtages zum Thema „Bundesleistungsgesetz und Bundesteilhabegesetz“ und wies dabei darauf hin, dass die Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderung und chronischer Krankheit bei dem Entstehungsprozess dieses Gesetzes gleichwertig beteiligt werden müssen. Die Selbsthilfe fordert, dass die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention bei dieser Reform umgesetzt werden. So sollen Einkommen und Vermögen der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen nicht mehr angerechnet werden, das Wunsch- und Wahlrecht für eine selbstbestimmte Lebensführung und der Rechtsanspruch auf Teilhabe in allen Lebensbereichen dürfen weder eingeschränkt noch relativiert werden. Unabhängig vom Alter und bedarfsgerecht muss ein offener, weit gefasster Leistungskatalog zur Verfügung stehen, sowie eine Beratungsleistung, die den Anliegen des betroffenen Menschen verpflichtet ist. Es muss ein Teilhabegeld eingeführt werden, das dem Nachteilsausgleich dient.

Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe“

In Werkstätten und Wohnheimen der Behindertenhilfe erleben Frauen mit Behinderung verschiedene frauenspezifische Benachteiligungen. Die Etablierung von Frauenbeauftragten dort stellt sowohl für Frauen mit Behinderung als auch für die Einrichtungen ein geeignetes und wirkungsvolles Instrument dar. In diesem Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. werden in den Jahren 2015 und 2016 Frauen aus Einrichtungen als sogenannte Frauen-Beauftragte ausgebildet. Sie stehen dann den Frauen mit Behinderung in ihren Einrichtungen als Ansprechpartnerinnen für alle frauenspezifischen Belange zur Verfügung. Dabei handeln sie nach dem Grundgedanken des Peer Counselings und Empowerments. Im Oktober finden zwei Auftakt- und Informationsveranstaltungen dazu statt: Am 8. Oktober 2014 im Karl-Bröger-Zentrum in Nürnberg und am 13. Oktober 2014 in der Hypo-Vereinsbank in München. Bei diesen Auftaktveranstaltungen sollen sowohl Vertreter aus Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Frauen mit Lernschwierigkeiten angesprochen werden, um für die Teilnahme am Projekt zu werben. Weitere Informationen unter: Projekt Frauenbeauftragte Bayern

Runder Tisch „Zukunft der Behindertenhilfe“: Begleitkreis „Schönbrunn“ – auf dem Weg zur Vision 2030

Anfang Juli nahm die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. an dem Begleitkreis für die Evaluation des vom Bayerischen Sozialministerium und dem Bezirk Oberbayern unterstützten Modellprojekts „Schönbrunn – Auf dem Weg zur Vision 2030“ teil. Mit dem wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt soll eine Orientierungshilfe entstehen,  mit der stationäre Behinderteneinrichtungen inklusive Umwandlungsprozesse beginnen können. Sie sollen zukünftig weitergeführt werden und dabei den Leitlinien einer modernen Behindertenhilfe entsprechen.

Forum Soziales Bayern

Die Bayerische Staatsministerin Emilia Müller sieht im Forum Soziales Bayern aufgrund seiner Vielgestaltigkeit ein wichtiges Diskussionsforum für gesellschafts- und sozialpolitische Themen in Bayern. In der Zukunft soll das Forum Soziales Bayern sein Profil als „Think-Tank“ schärfen und sich ein- bis zweimal jährlich in halbtägigen Plenumsveranstaltungen in Form einer Zukunftswerkstatt mit sogenannten Mega-Trends beschäftigen. Themen können vor dem Hintergrund des Bayerischen Sozialberichtes mannigfaltig definiert werden und sollen unter dem Gesichtspunkt „Umsetzung“ behandelt werden.

Fachtagung „Gute Arbeit für alle“ des Sozialen Netz Bayern (SNB)

Die Fachtagung im Juli fand anlässlich des 10jährigen Bestehens des Bündnisses „Soziales Netz Bayern“ – bestehend aus 17 bayernweiten Organisationen unter der Federführung des DGB Bayern bei dem auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Mitglied ist - im Gewerkschaftshaus München statt. Das SNB veröffentlichte, präsentierte und diskutierte anlässlich der Tagung außerdem ein Forderungspapier zum Thema „Gute Arbeit für alle“, das an die Bayerische Staatsregierung gerichtet ist. Inklusion, wie sie auch nach der UN-Behindertenrechtskonvention die Arbeitswelt betrifft, war ein zentrales Thema der Tagung.  Im Tagungsblock „Schlaglichter – Die Praxis auf den Punkt gebracht“ beleuchtete u.a. Frau Martina Buchschuster, Vorstand der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., den Aspekt „Inklusive Arbeitswelt“ und verdeutlichte die derzeit bestehende Exklusion am Beispiel „Werkstattbeschäftigung für Menschen mit Behinderung“ als Sonderform neben dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Weitere Informationen auf unserer Website

Patientennetzwerk Bayern (PNB)

Termin für die Fortbildung der Patientenvertreter/innen der regionalen Zulassungs- und Berufungsausschüsse ist der 14. November 2014 in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Im Mittelpunkt stehen die Zukunft der Bedarfsplanung sowie die Anforderungen an eine bedarfsgerechte Versorgung aus Sicht der Patientenvertreter.

Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien (abm) startet neu

Die abm, bei der auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Mitglied ist, wird nun als rechtsfähiger Verein weiterbestehen, nachdem deren Insolvenzverfahren aufge-hoben wurde. Sie möchte sich inhaltlich in den kommenden Jahren auf eine starke Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedsverbänden konzentrieren sowie die Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung in Medienberufen, den Ausbau barrierefreier Angebote, eine eigene Mediathek etc.

Neue Antragsformulare bei der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung

Zur Förderung von Selbsthilfegruppen für Menschen mit Behinderung oder chronischer Krankheit gibt es für das Förderjahr 2015 neue Antragsformulare.
Bei Fragen zum Förderverfahren, zu den Inhalten der Förderung und zu den neuen Formularen wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle: Frau Naimen,
Tel.: 089/45 99 24 -12,  E-Mail: huelya.naimen@lag-selbsthilfe-bayern.de
Bei den Fristen hat sich nichts geändert: Bitte reichen Sie die Anträge bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. ein bis zum 1. November 2014.

Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20 c

Zahlen der Selbsthilfeförderung nach SGB V §20c für das Jahr 2014

Nach Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern wird die Selbsthilfe in Bayern im Jahre 2014 mit folgenden Summen gefördert:

Gesamtbetrag: rund 5,2 Mio. EURO;
örtliche Selbsthilfegruppen: 2,75 Mio. EURO;
örtliche Fördergemeinschaften (mittelbare Gruppenförderung): 466.000 EURO;
Landesorganisationen der SELBSTHILFE: 783.000 EURO;
Selbsthilfekontaktstellen: 1,2 Mio. EURO;

Selbsthilfevertretertreffen in München

Am 2. Oktober 2014 wird das jährliche Treffen der Selbsthilfevertreter/innen in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. stattfinden. Themen werden sein:  Vorläufige Zahlen 2014 der örtlichen Gruppenförderung, Erfahrungsaustausch zur Arbeit an den Regionalen Runden Tischen im Förderjahr 2014, die Rolle der Selbsthilfevertreter/in etc.

Netzwerkfrauen Bayern

Die Netzwerkfrauen Bayern feiern 2015 ihr 15-jähriges Jubiläum. Die 15-Jahr-Feier im Herbst 2015 und mehrere Aktionen über das Jahr hinweg sind derzeit in Planung. Es wird eine Festschrift geben, die durch kurze Statements von Kooperationspartner/inne/n und dem Netzwerk verbundenen Personen belebt werden soll. Das Netzwerkbüro dankt hier für jeden Beitrag zur Festschrift, der gerne per E-Mail an: info@netzwerkfrauen-bayern.de eingereicht werden kann.

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)

Jubiläumsfeier „5 Jahre Fachdienst ITM“

Am ersten Juli 2014 konnte der überregionale Fachdienst ITM in den Räumen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sein 5jähriges Jubiläum feiern. Nach 3jähriger Modellphase wurde das ursprüngliche Projekt 2009 dank der Regelförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung und der Bayerischen Bezirke in einen Fachdienst der überregionalen offenen Behindertenarbeit überführt. Am Jubiläum nahmen Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wegbereiter und –begleiter sowie viele selbst von Taubblindheit oder Hör-/Sehbehinderung betroffene Menschen teil. Grußworte sprachen u.a.:
Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.,
Burkard Rappl, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration,
Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags, 
Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, vertreten durch Herrn Stefan Sandor.
Einen Bericht zur Jubiläumsveranstaltung finden Sie auf unserer Website

Gebärdensprache beim Fachdienst ITM

Frau Achterkamp, Leitung bei ITM, und Herr Asam, Referent, haben im Juli ihre Prüfung zu Kenntnissen der Gebärdensprache auf Mittelstufen-Niveau erfolgreich absolviert. Herzlichen Glückwunsch!

Regelmäßige Publikationen unserer Mitgliedsverbände und ihrer Bundesvereinigungen

• Autismus Oberbayern e.V.
Rundbrief – 2/2014
Website

• Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.
BAYERNRUNDSCHAU und
BAYERNRUNDSCHLAG (Jugendmagazin) – Juli 2014
Website

• Bundesverband der Organtransplantierten e.V.
Transplantation aktuell – 2-2014
Website

• Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderte e.V. – LEBEN UND WEG – Juni u. August 2014
Website

• BVS Bayern e.V.
SPOKA – 4/2014
Website

• Dt. Allergie- und Asthmabund e.V.
Allergie konkret – Juni 2014
Website

• Dt. Fibromyalgie-Vereinigung (DFV) e.V.
OPTIMISTEN – 2-2014
Website

• Dt. Huntington Hilfe e.V.
HUNTINGTON-KURIER 2/2014
Website

• Dt. Narkolepsie-Gesellschaft e.V.
Der Wecker – Juni 2014
Website

• Dt. Restless Legs Vereinigung e.V.
Restless Legs aktuell –
Juni 2014
Website

• Dt. RHEUMA-LIGA, Bundesverband e.V.
MOBIL – 4/2014
Landesverband Bayern e.V.
Publikationen zum Thema Rheuma
Website

• Dt. Tinnitus-Liga e.V. (DTL)
Tinnitus Forum – 3-2014
Website

• Diabetiker Bund Bayern e.V.
Kontakt –
Juli/August 2014
Website

• Interessengemeinschaft d. Dialysepatienten und Nierentransplantierten in Bayern e.V.
Dialyse Cocktail – 2/2014
Website

• Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen e.V.,
Bayerisches Inklusionsinfo - 1. Halbjahr 2014
Website

• Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V., Info-Forum unbeirrbar – Juni 2014
Website

• Landesverband Epilepsie Bayern  e.V.
epiKurier – 2/2014
Website

• LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.
Lernen Fördern – Juni 2014
Website

• Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (NeT) e. V.
DIAGNOSENeT 21-2014
Website

• Notgemeinschaft Medizingeschädigter – Patient im Mittelpunkt – e.V.
Informationsbrief August 2014
Website

• Schädel-Hirnpatienten in Not e.V.
WACHKOMA – 2/2014
Website

Weitere Veranstaltungen und Informationen

4. Bayerischer ADHS-Tag

Betroffene, Eltern und Pädagogen, Vertreter der Selbsthilfe sowie Vertragsärzte und Psychotherapeuten sind zu dieser Veranstaltung eingeladen. Veranstalter: Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) und ADHS Deutschland e. V., Termin: Mittwoch, 19. November 2014, in der KVB – Bezirksstelle Regensburg, 9.00 – 16.00 Uhr, Anmeldeschluss: 2. November 2014; Nähere Informationen und Anmeldung:, KVB, Stabsstelle Kommunikation, Team Patientenorientierung, Elsenheimerstr. 39, 80687 München, Tel.: 089/570 93 – 33 38 oder – 33 29, Fax: 089/570 93 – 21 95, E-Mail: patientenorientierung@kvb.de, Teilnahmegebühr: 15,00 €

Pflegereform im Bundestag

Am 4. Juli 2014 fand im Bundestag die erste Lesung zum Gesetzentwurf der Pflegere-form statt. Das sog. 5. SGB XI – Änderungsgesetz wurde zur weiteren Beratung an den Gesundheitsausschuss an den Bundestag verwiesen. Inkrafttreten soll es am 1. Januar 2015. Weitere Informationen

Meldungen aus der Presse

5 Jahre Fachdienst Integration taubblinder und sehbehinderter Menschen,
Koalitionsvereinbarung umsetzen: Bund muss für Taubblinde ein eigenes Merkzeichen einführen.

Anlässlich der Jubiläumsfeier des Fachdienstes ITM am 1. Juli 2014 dankte die Bayerische Sozialministerin Emilia Müller ITM für den herausragenden Einsatz für taubblinde Menschen. „Dank dieses Engagements gelingt es, taubblinde Menschen aus ihrer Isolation zu holen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Das ist ein gutes Beispiel gelebter Inklusion…“ so die Ministerin. Sie forderte außerdem den Bund auf, das Merkzeichen „TBl“ für taubblinde Menschen im Schwerbehindertenausweis einzuführen.
Pressemitteilung des StMAS vom 1. Juli 2014

5. Bildungsbericht vorgestellt

Der am 13. Juni 2014 vorgestellte Bericht „Bildung in Deutschland 2014“ befasst sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Menschen mit Behinderungen im Bildungssystem“. Bentele, Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, betonte, Inklusion müsse in allen Bundesländern unnachgiebig verfolgt werden.
Pressemitteilung der Behindertenbeauftragten der Bundesregierung vom 19. Juni 2014

Studentenwerk München unterzeichnet „Charta der Vielfalt“

Das Studentenwerk München hat die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Es will damit Studierende fördern, die z.B. aus gesundheitlichen Gründen ein erschwertes Studium bestreiten.
Pressemitteilung des Studentenwerks München vom 12. Juni 2014

Leichte Sprache in Bundestagszeitung „Das Parlament“

Die vom Deutschen Bundestag herausgegebene Zeitung „Das Parlament“ enthält künftig regelmäßig Beilagen in leichter Sprache. Es werden wichtige Themen, wie der Bundeshaushalt einfach erklärt. Weitere barrierefreie Angebote im Internet unter: www.bundestag.de
Website der Bundesvereinigung Lebenshilfe e. V., Rubrik Presse vom 1. Juli 2014

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Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

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Nachruf für Frau Marianne Schälzky,
gestorben am 10.8.2014, von Dr. Josef Pettinger

Es ist insbesondere aus der christlichen Religion bekannt, dass einzelne Menschen von sich aus Opfer bringen, um z. B. Gott gnädig zu stimmen oder um besondere Bitten zu investieren. Es ist aber nicht üblich, dass ein Mensch sich bei besonderen Freudentagen, wie einem 65. oder 70. Geburtstag, selbst hintanstellt. Aber so war Marianne Schälzky:  Sie stellte alle ihre Kräfte und Aktivitäten in den Dienst der sozialen Zwecke. Für den durchschnittlich belastbaren Bürger reicht in der Regel der Vollzeitberuf  völlig um ihn auszulasten.  Frau Schälzky aber war von ganz anderem Holz: Bereits 1972 war sie bei den ersten, die mitgeholfen haben die Landesarbeitsgemeinschaft „Hilfe für Behinderte“ aus der Taufe zu heben. Alle, die Marianne Schälzky kennen lernen durften, werden mir bei-pflichten, dass bei ihr „dabeisein“ bedeutete, an vorderster Front echte Arbeit zu leisten. So nimmt es nicht Wunder, dass sie, von 1972 an bis zur Einstellung eines hauptamtlichen Geschäftsführers 1988, ehrenamtlich die Geschäftsstelle leitete. In diesen Jahren des Aufbaus der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihren Angehörigen in Bayern e. V. war sie mit allen Problemen konfrontiert, die eine solche Arbeit auch immer fordern, ob die Arbeit angesehen oder angenehm war, sie musste getan werden und Marianne Schälzky packte an. Wer ihre Arbeitsmethoden kennen lernen durfte, der weiß, dass sie es sich nie leicht gemacht hat. Es war ihr nichts zu gering, dass sie es nicht mit wissenschaftlicher Akribie (schließlich war sie Vertreterin der exakten Wissenschaften), bis ins letzte Detail verfolgt hätte. Im Jahr 1990 wurde dann für die LAG Selbsthilfe ein Förderverein gegründet. Marianne Schälzky war sofort bereit den Vorsitz zu übernehmen und führte mit der ihr eigenen Zähigkeit und Durchsetzungskraft den Verein zu einer ersten Blüte. Abgegeben hat sie dann dieses Amt nicht freiwillig, ihr angegriffener Gesundheitszustand ließ ihr keine andere Wahl. Wir nehmen Abschied von einer großartigen Persönlichkeit, einer Frau, die sich selbstlos und ohne Rücksicht auf ihre eigenen Befindlichkeiten in den Dienst für behinderte und chronisch kranke Menschen gestellt hat. In den Annalen der LAG Selbsthilfe wird ihr Name immer stehen, sie ist einer der Eckstein dieser Gemeinschaft. Wir können uns nur in Dankbarkeit verneigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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