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LAG Informationen 4/2016

Mitgliederversammlung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung am 10. November 2016 wurde der Verband „Bundesverband Impfschaden e.V.“ aufgenommen. Die Zahl der Mitgliedsverbände beträgt nun 107.

Außerdem hat die Mitgliederversammlung beschlossen, dass die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. die Bayerische Regierung auffordert, bei der Bundesregierung Nachbesserungen im Sinne der 6 Kernforderungen zum Bundesteilhabegesetz des Deutschen Behindertenrates einzufordern.
 

Aus der Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Forum Soziales Bayern

Im Berichtszeitraum fand eine Plenumsveranstaltung zum Thema „Zukunftswerkstatt des Forums Soziales Bayern (FSB) - soziale Innovation“ statt. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche Formen der sozialen Betätigung außerhalb der klassischen öffentlichen und freien Wohlfahrtspflege entwickelt. Diverse Aspekte hierbei wurden beleuchtet und mit dem breiten Teilnehmerkreis des FSB diskutiert. Die Plenumsveranstaltung beschäftigte sich vor allem mit den Thesen: „Soziale Innovation bedeutet bekannte Aufgaben mit neuer Herangehensweise zu lösen“ (z.B. Social Impact Bonds) und „Soziale Innovation bringt neue Akteure mit ins Spiel“ (z.B. Social Enterpreneurship).
 

Patientenvertretung in Bayern

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat das Recht, für zahlreiche Gremien Patien-tenvertreter/innen vorzuschlagen, z.B. für die Zulassungsausschüsse der Ärzte und Krankenkassen in den Regierungsbezirken und die Berufungsausschüsse, die in München tagen. Vorgänge sollen auch aus Patientensicht beurteilt werden. Bei Interesse und für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle oder direkt an Frau Dr. Petra Schmidt-Wiborg, E-Mail: petra.schmidt-wiborg@lag-selbsthilfe-bayern.de
 

Selbsthilfevertretertreffen in München

Am 18. Oktober 2016 fand in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. der traditionelle Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus der Selbsthilfe, die an den Vergabesitzungen zur regionalen Selbsthilfeförderung der Krankenkassen beteiligt sind, statt. Nach der Auswertung des 2016 durchgeführten Benennungsverfahrens wurden anstehende Neuerungen der Förderung für Selbsthilfegruppen nach § 20h SGB V in 2017 diskutiert. Für Fragen standen die federführenden Krankenkassen zur Verfügung.
 

Konstituierende Sitzung des Beirats beim MDK Bayern

Nach erfolgreicher Interessenvertretung der Selbsthilfeorganisationen auf der Bundes-ebene, darunter die BAG SELBSTHILFE e.V., wurde 2016 in jedem Bundesland ein neuer Beirat zum Verwaltungsrat beim MDK eingerichtet. In Bayern übernahm die LAG SELBSTHILFE e.V. einen Sitz im Beirat, vertreten durch Herrn Christian Seuß, Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. So sind dort auch die Interessen der von Pflegebedürftigkeit und/oder Behinderung betroffenen Menschen über die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. vertreten. Bei der konstituierenden Sitzung am 24. August 2016 wurde Herr Seuß für einen Zeitraum von 2 Jahren als Sprecher des Beirats von Seiten der Selbsthilfe gewählt. Für die Sprecherrolle von Seiten der Pflegeberufe wurde Frau Dr. Marlies Biederbeck (Bayerischer Landespflegerat) gewählt.
 

Landesgesundheitsrat

Frau Staatsministerin Hummel berichtete in einer Sondersitzung des Landesgesundheits-rates über die Planungen der Staatsregierung, zum Umzug des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege mit über 200 Mitarbeitern von München nach Nürnberg. Noch im Jahr 2017 sollen die ersten Mitarbeiter in Nürnberg arbeiten, weitere werden sukzessive folgen. Um den Umzug so reibungslos wie möglich zu gestalten, sollen alle technischen Möglichkeiten und unterschiedlichste Arbeitsplatzmodelle realisiert werden.
Eine Kopfstelle in München soll die reibungslose Zusammenarbeit mit dem Parlament gewährleisten.
Die Umzugspläne stießen im Landesgesundheitsrat auf große Kritik, nicht zuletzt auch deshalb, da die Vielzahl der maßgeblichen Akteure im Gesundheitswesen in München angesiedelt sind.
 

Bayernweites Netzwerk für inklusive Jugendarbeit (bayNiJa)

Um dem Ziel, inklusive Jugendarbeit Wirklichkeit werden zu lassen, näher zu kommen, hat sich unter der Initiative und Federführung des Bayerischen Jugendringes das Netzwerk für inklusive Jugendarbeit gegründet. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist dem Netzwerk beigetreten, in dem überwiegend Jugendverbände vertreten sind. Ab 15. Dezember 2016 wird ein dreijähriges Projekt „SelbstVerständlich Inklusion“, das vom Netzwerk begleitet und unterstützt werden soll, durch die Aktion Mensch gefördert. Kern des Projekts bilden 12 lokale Netzwerke von Trägern der Jugend- und Behindertenarbeit, die vor Ort unterschiedlichste Maßnahmen wie z.B. Events, mehrtägige Ausflüge oder die gezielte Kontaktaufnahme zur Jugendarbeit eines Behindertenverbandes, erproben und umsetzen. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sucht deshalb lokale Jugendgruppen aus ihren Mitgliedsverbänden, die sich an den Aktivitäten des Projekts beteiligen möchten. Bei Interesse (für weiter Informationen siehe auch Beilage dieser Informationsdienst-Ausgabe!) wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle oder direkt an den Bayerischen Jugendring, BJR, Frau Hélène Düll, Tel.: 089/51458-41, E-Mail: duell.helene@bjr.de


Förderung von Selbsthilfeorganisationen durch die gesetzlichen Krankenkassen

Die Bayerischen Krankenkassen fördern sowohl die landesweite als auch die regionale Arbeit der Selbsthilfe nach SGB V § 20 h. Die entsprechenden Merkblätter und Antragsunterlagen zur Förderung der landesweiten Arbeit in 2017 finden Sie auf unserer Internetseite unter der Rubrik Formulare. Antragsschluss ist der 31.12.2016 für das Förderjahr 2017. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.
 

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)

Service-Buch Auge

Das kürzlich erschienene Service-Buch – Ausgabe Bayern bietet Artikel von medizinischen bis rechtlichen Themen und listet viele regionale Ansprechpartner. Darüber hinaus gibt es praktische Tests, Übersichten und Tabellen. Das Service-Buch ist kostenlos. Weitere Informationen unter: www.service-auge.de, E-Mail: info@service-auge.de

Regelmäßige Publikationen unserer Mitgliedsverbände und ihrer Bundesvereinigungen

  • Autismus Oberbayern e.V.
    Rundbrief – 3/2016
    www.autismus-oberbayern.de
  • Bayerischer Blinden- und Sehbehin-dertenbund e.V.
    BAYERNRUNDSCHAU und
    BAYERNRUNDSCHLAG (Jugendmagazin) – September u. November 2016;
    Newsletter BBSB-Inform, Tel. ohne Aufschlag: 0871 7000 14000
    www.bbsb.org
  • Bundesverband der Kehlkopfoperierten e.V.
    SPRACHROHR – August 2016
    www.kehlkopfoperiert-bv.de
  • Bundesverband der Organtransplantierten e.V.
    Transplantation aktuell – 3-2016
    www.bdo-ev.de
  • Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderte e.V. – LEBEN UND WEG – September 2016;
    www.bsk-ev.org
  • Bundesverband Williams-Beuren-Syndrom e.V. – Wir üBer unS – Okt. 2016;
    www.w-b-s.de
  • BVS Bayern e.V.
    SPOKA – 5 /2016
    www.bvs-bayern.com
  • Diabetiker Bund Bayern e.V.
    Kontakt – September/Oktober und November/Dezember 2016
    www.diabetikerbund-bayern.de
  • Dt. Allergie- und Asthmabund e.V.
    Allergie konkret – September 2016
    www.daab.de
  • Dt. Fibromyalgie-Vereinigung (DFV) e.V.
    OPTIMISTEN – 3-2016 und
    Sonderausgabe: Jubiläums-Festschrift
    www.fibromyalgie-fms.de
  • Dt. Huntington Hilfe e.V.
    HUNTINGTON-KURIER
    www.dhh-ev.de
  • Dt. RHEUMA-LIGA, Bundesverband e.V.
    MOBIL – 4 und 5/2016;
    Landesverband Bayern e.V.
    Publikationen zum Thema Rheuma
    www.rheuma-liga-bayern.de
  • Dt. Tinnitus-Liga e.V. (DTL)
    Tinnitus Forum – 3 u. 4 -2016
    www.tinnitus-liga.de
  • Landesarbeitsgemeinschaft Bayern Gemeinsam Leben Gemeinsam Lernen e.V.,
    Bayerisches Inklusionsinfo - 1. Halbjahr 2016
    www.lag-glgl.de
  • Landesverband Bayern der Angehö-rigen psychisch Kranker e.V.,
    InfoForum unbeirrbar – September 2016
    www.lvbayern-apk.de
  • Landesverband Epilepsie Bayern  e.V.
    epiKurier – 2/2016
    www.epikurier.de
  • Landesverband Niere e.V.
    Niere aktuell – 3 -2016
    www.ig-dialyse-bayern.de
  • LERNEN FÖRDERN - Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Lernbehinderungen e.V.
    Lernen Fördern – September 2016
    www.lernen-foerdern.de
  • Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e.V.
    GLANDULA
    www.glandula-online.de
  • Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (NeT) e.V.
    DIAGNOSENeT 25-2016;
    www.netzwerk-net.de
  • Notgemeinschaft Medizingeschädigter – Patient im Mittelpunkt – e.V.
    Informationsbrief Oktober 2016
 

Informationen unserer Mitgliedsverbände

Dt. Alzheimer Gesellschaft, Landesverband Bayern e.V.

Fortbildung 2016/2017:
Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz bei geistiger Behinderung,
Zielgruppe: Mitarbeiter der Behindertenhilfe
Ort: In den Räumlichkeiten der Behinderteneinrichtungen vor Ort
Weitere Informationen: Dt. Alzheimer Gesellschaft, Landesverband Bayern e.V., Frau-entorgraben 73, 90443 Nürnberg, Frau Haug, Tel.: 0911 4466784, Fax: 0911 2723501, E-Mail: haug@alzheimer-bayern.de

Weitere Veranstaltungen und Informationen

Bayerischer Präventionspreis

Der 14. Bayerische Präventionspreis, ausgeschrieben durch das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) und das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, wird in folgenden vier Kategorien ausgelobt:
„Prävention in Familie, Kindertagesstätte und Schule“,  „Prävention in Ausbildungsstätte und Betrieb“, „Prävention im Alter“ und „Förderung gesundheitlicher Chancengleichheit“.
Der Preis will beispielhafte Initiativen und herausragende Projekte aus Prävention und Gesundheitsförderung auszeichnen.
Einsendeschluss für die Bewerbungen ist der 9. Dezember 2016.
Weitere Informationen: ZPG, Pfarrstraße 3, 80538 München, E-Mail: zpg@lgl.bayern.de, Tel.: 09131 6808-4502
 

Überregionaler Fachbeirat der Stiftung „Anerkennung und Hilfe“

Der Bund, die Länder und Kirchen errichten zum 1. Januar 2017 die Stiftung „Anerkennung und Hilfe“, siehe auch Internet: www.stiftung-anerkennung-hilfe.de. Diese soll Menschen unterstützen, denen in der Vergangenheit in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe bzw. Psychiatrie in Deutschland Leid und Unrecht angetan wurde. Ein überregionaler ehrenamtlicher Fachbeirat, der sich aus Betroffenen, Betroffenenvertretungen und Sachverständigen zusammensetzen wird, soll die Stiftung unterstützen.
 

Deutsche Zentralbücherei für Blinde (DZB) präsentiert deutschlandweit erste Bibliotheks-App

Die neue Bibliotheks-App ermöglicht sehbehinderten und blinden Menschen die mobile Nutzung von Hörbüchern. Aktuell stehen rund 35.000 Bücher zur Verfügung. Die DZB startete auch eine Initiative, mit der Angebote des Hauses für Leser, deren Sehkraft nachlässt, auch über öffentliche Bibliotheken in Sachsen verfügbar sind. Die DZB im Internet: www.dzb.de

Meldungen aus der Presse

Besserer Schutz von Kindern vor Freiheitseinschränkungen

Nach Angaben des Bundesjustizministeriums wird ein Reformbedarf der Regelungen zu freiheitsbeschränkenden Maßnahmen in Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe geprüft. Auf Anfrage des Bundestagsabgeordneten Hubert Hüppe (CDU) räumte das Justizministerium ein, dass solche Maßnahmen in besonderem Maße in die Grundrechte des betroffenen Minderjährigen auf Freiheit, allgemeine Handlungsfreiheit und Ausübung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts eingreife. Seit letztem Jahr prüfe es einen Reformbedarf um das Kindeswohl weiter zu schützen.
kobinet-Nachrichten vom 23. August 2016
 

Erstmals Mensch mit Lernschwierigkeiten im Ausschuss der Vereinten Nationen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Der UN-Ausschuss hat die Aufgabe dafür zu sorgen, dass die UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in den Vertragsstaaten umgesetzt wird. In diesem Jahr wurde erstmals auch ein Mensch mit Lernschwierigkeiten in den Ausschuss gewählt. Robert Martin, Gründungsmitglied und Berater von People First New Zealand, hatte als erfahrener Vertreter von Inclusion International bereits an der Erarbeitung der BRK mit Assistenz aktiv mitgewirkt und wird sein neues Amt am 1. Januar 2017 antreten. Alle Beteiligten im Ausschuss sind nun vor die Aufgabe gestellt eine angemessene Verständigung miteinander zu pflegen. Die Erfahrung und vertiefte Kenntnis Martins von guten und schlechten Rahmenbedingungen für Inklusion weltweit können die Arbeit des Ausschusses wesentlich bereichern.
vgl. Ina Krause-Trapp, Punkt + Kreis, 45/Michaeli 2016, S. 41 

Teilblindengeld für hochgradig Sehbehinderte in Bayern geplant

Die bayerische Staatsregierung habe auf ihrer Klausurtagung in St. Quirin beschlossen, dass ab 2018 auch Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung unterstützt werden sollen. Es sollen jährlich 12 Millionen Euro für das sogenannte „Teil-Blindengeld“ bereitgestellt werden.
kobinet-nachrichten vom 8. August 2016

Vertrag von Marrakesch tritt in Kraft - Deutschland noch nicht beigetreten

Am 30. September 2016 trat der Marrakesch-Vertrag der World Intellectual Property Organization (WIPO) in Kraft. Dieser erlaubt Blindenorganisationen den internationalen Austausch von barrierefrei zugänglicher Literatur. Deutschland trat jedoch bisher nicht bei. Das Abkommen soll nationale urheberrechtliche Schranken, die eine Weitergabe einmal aufbereiteter Werke über Grenzen hinweg verhindern, aufheben. Über 95% der von Verlagen herausgegebenen Bücher können von blinden und sehbehinderten Menschen nicht gelesen werden.
Pressemitteilung der  Deutschen Zentralbücherei für Blinde (DZB) vom 29. September 2016
 

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Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wird aus Mitteln des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration gefördert.

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Beilagen-Reihe der LAG-Informationen

Unsere letzte Ausgabe der LAG- Informationen hatte eine Beilage zum Thema „Jugend – Partizipation – Inklusion“ im außerschulischen/außerberuflichen Bereich des Deutschen Jugendherbergswerks, Landesverband Bayern e.V. In dieser Informations-Ausgabe stellt sich der Bayerische Jugendring in einer Beilage vor:

 

161221 BJR logo

INFORMATION

1.1.2014

 

Vielfalt mit Stärken: Inklusion von jungen Menschen mit Behinderungen in der Kinder- und Jugendarbeit

Partizipation, Selbstorganisation und Ehrenamtlichkeit -  darum geht es beim Bayerischen Jugendring.
 
Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung soll in der Jugendarbeit selbstverständlich werden. Ziele sind v.a. die gleichberechtigte Teilhabe junger Menschen mit Behinderung an den Angeboten der Jugendarbeit, die jugendpolitische Interessensvertretung, Begegnung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung, die Öffnung der Verbände und Strukturen sowie die Unterstützung von Selbstorganisationen junger Menschen mit Behinderung.
 
Alle jungen Menschen in Bayern haben das Recht auf eine aktive gesellschaftliche Teilgabe und Teilhabe und eine Förderung ihrer Persönlichkeit. Das hat der Hauptausschuss des Bayerischen Jugendrings in seiner Position deutlich gemacht. Der BJR verfolgt in all seinen Belangen eine inklusive Perspektive, die alle jungen Menschen mit ihren Stärken und Schwächen einbezieht. Deshalb möchte sich der bayerische Jugendring (BJR) in Zukunft verstärkt mit dem Thema „Inklusion in der Kinder- und Jugendarbeit“, d.h. mit der Lebenssituation von jungen Menschen mit Behinderung und jungen Menschen, die von Behinderung bedroht sind, auseinandersetzen. In den Gliederungen des BJR und in den Jugendverbänden sind bereits seit vielen Jahren eine vielfältige Praxis und Diskussionen im Themenfeld der Inklusion vorhanden.
 
Um diesen Prozess zu begleiten wurde das bayernweite Netzwerk für inklusive Jugendarbeit gegründet. Dort treffen sich Fachkräfte aus der Behindertenarbeit und der Jugendarbeit, sowie des vdk, der Bezirke, der Hochschule Landshut, und Betroffenenorganisationen von Menschen mit Behinderung und chronischer  Krankheit. Außerdem startet am 15.12.2016 das Projekt SelbstVerständlich Inklusion.
 
Das Projekt SelbstVerständlich Inklusion
 
Als Kern des Projektes werden 12 lokale inklusive Netzwerke eingerichtet, mit deren Hilfe wiederum lokale Kooperationsmaßnahmen umgesetzt werden sollen. Diese sind z.B. gemeinsame mehrtägige Fahrten, ein Sportfest und andere Events, die modellhafte Öffnung von Jugendgruppen und die Unterstützung von Selbstorganisationen junger Menschen mit Behinderung in den Strukturen des BJR. Sie werden professionell beraten, qualifiziert und vernetzt. Arbeitshilfen und Best-Practice Dokumentationen, jeweils in leichter Sprache, und Sensibilisierungsveranstaltungen sorgen für mehr Handlungssicherheit. Die Prinzipen der Jugendarbeit - Ehrenamtlichkeit, Partizipation und Selbstorganisation - sind dabei zentral. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse sind Grundlage für die programmatische Weiterentwicklung einer inklusiven Jugendarbeit.
 
Wer ist der BJR
 
Der BJR ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Jugendorganisationen. Er ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe in Bayern und als Körperschaft des öffentlichen Rechts auch in erheblichem Umfang mit öffentlichen Aufgaben beauftragt. Maßgebend für sein Handeln ist die Satzung des BJR. Rechtliche Grundlage ist das Achte Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB VIII) und das dazugehörige Bayerische Ausführungsgesetz (AGSG). Finanziert wird der BJR überwiegend aus öffentlichen Mitteln des Kinder- und Jugendprogramms des Freistaats Bayern. Seit 1947 folgt der Bayerische Jugendring seinem Leitgedanken, sich durch Jugendarbeit und Jugendpolitik für die Belange aller jungen Menschen in Bayern einzusetzen. Hier findet Solidarität über die verbandsspezifischen und weltanschaulichen Prägungen hinaus statt. Die Jugendarbeit in Bayern eint dabei ein gemeinsames Grundverständnis für die Prinzipien der Jugendarbeit, der Ehrenamtlichkeit und der Selbstorganisation junger Menschen sowie der Interessenvertretung in demokratischen Gremien. Durch Bündelung und Artikulierung der Interessen von Kindern und Jugendlichen wirkt der Bayerische Jugendring unmittelbar und direkt am politischen Willensbildungsprozess von der örtlichen Ebene bis zur Bundesebene hin mit. Durch das Engagement seiner Mitgliedsorganisationen – Jugendverbände, -gemeinschaften und -initiativen –wirkt der BJR in demokratischen Gremien auf allen Ebenen. Denn die im BJR zusammengeschlossenen Jugendorganisationen erfüllen die Jugendarbeit in Bayern mit Leben. Seine Mitglieder bringen das große Spektrum jugendlichen Engagements zum Ausdruck. Konfessionelle, ökologische und kulturelle Verbände sind ebenso vertreten wie Sport- oder Pfadfinderverbände. Derzeit sind 32 landesweite, 39 regional tätige Jugendverbände und 346 örtliche Jugendorganisationen im BJR aktiv. Über verbandsspezifische Prägungen hinaus verbindet die Mitglieder ein gemeinsames Ziel: Junge Menschen wollen am politischen Willensbildungsprozess mitwirken und damit ihre Zukunft gestalten und sichern.
 
Was macht der BJR?
 
Der BJR kümmert sich um die Fragen und Anliegen von Kindern und Jugendlichen in Bayern. Er setzt sich dafür ein, dass - politische Interessensvertretung und praktisches erlernen demokratischer Abläufe gesichert sind. Die Jugendverbände agieren selbstorganisiert. Die Vorstände und Delegierte werden demokratisch aus den eigenen Reihen gewählt. - möglichst viele junge Menschen dauerhaft und nachhaltig unsere natürlichen Lebensgrundlagen erhalten - freier Zugang zu Bildung, Teilhabechancen und der Ausgleich von Benachteiligungen gesichert werden - die Jugendorganisationen sich interkulturell öffnen und junge Menschen mit Migrationshintergrund besser integrieren - Einrichtungen der Jugendarbeit als Orte und Gelegenheiten des informellen Lernens und der Verantwortungsübernahme bedarfsgerecht vorhanden sind - ehrenamtliche Jugendleiter/-innen durch eine intensive Aus- und Fortbildung auf ihre Aufgaben in der Jugendarbeit gut vorbereitet sind - Begegnungen im Rahmen der internationalen Jugendarbeit den interkulturellen Austausch fördern und der individuellen Persönlichkeitsentwicklung dienen Seit der 146. Sitzung des Hauptausschuss März 2015 ist auch die Entwicklung zu einer inklusiven Jugendarbeit eine Aufgabe, welche besonders die uneingeschränkte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung fokussiert.
 
 
Ansprechpartnerin
 
Hélène Düll, Referentin für Integration, Inklusion und interkulturelle Arbeit , Herzog-Heinrich Str. 7, 80336 München, Tel: 089/ 51458-41, Mobil: 0151/ 276277-41 und duell.helene@bjr.de

 

Bayerischer Jugendring  K.d.ö.R. _ Herzog-Heinrich-Straße 7 _ 80336 München
tel  089/51458-0 _ fax  089/51458-88 _ info@bjr.de _ www.bjr.de
Stadtsparkasse München _ IBAN  DE66701500001004006308 _ BIC  SSKMDEMMXXX _ USt-ID  DE129523460 

 

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