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Tätigkeitsbericht 2010/2011

Tätigkeitsbericht von Vorstand und Geschäftsführung

Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V. (LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.)

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände
Orleansplatz 3, 81667 München

Zeitraum 18. November 2010 – 24. November 2011

 

Inhalt

Vorstand und Geschäftsführung

Vorwort 

102 Mitgliedsverbände   

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung  

Fachtagung zur UN-Behindertenrechtskonvention im Bayerischen Landtag 

ConSozial 2011 

Zusammenarbeit mit der Bayerischen Behindertenbeauftragten Irmgard Badura    

Zusammenarbeit mit der neuen Patientenbeauftragten Dr. Hartl   

Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c

Informationsveranstaltung zur Antragsstellung bei der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen für Landesorganisationen     

Erfahrungsaustausch der Selbsthilfevertreter an den Runden Tischen zur Krankenkassenförderung in Bayern  

Treffen des Vereins der Selbsthilfekontaktstellen in Bayern  e.V. und der verbandlich organisierten Selbsthilfe   

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung von Krankenkassen und SEKO Bayern 

Abendliche Gesprächsrunde der LAG SELBSTHILFE Bayern  e.V. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB)   

Anhörung im Bayerischen Landtag zum Thema Umsetzung der UN- Behindertenrechtskonvention (BRK)   

Anhörung zum Gesetzentwurf der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Reform des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes      

Oberbayerischer Fachtag: Wege zur Inklusion

Projekt Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung 

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern  (ITM) 

Aktionsbündnis 5. Mai       

Geschäftsführerkonferenz 

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.  

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen   

Mitarbeit in den Gremien   

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden    

Vorstands- und Verbandsarbeit       

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e. V.     

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern   

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände       

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern  e.V.   

Ausblick          

 

Vorstand und Geschäftsführung

Vorstand:
Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender
Helga Jäniche, Stellvertretende Vorsitzende
Peter Klingensteiner, Schatzmeister 
Brigitta Stuber, Schriftführerin

Weitere Vorstandsmitglieder:
Anne Hirschmann
Karlheinz Möhrmann
Christian Seuß

Ehrenvorsitzender:
Maximilian H. Maurer

Geschäftsführung:
Reinhard Kirchner, Geschäftsführer

Geschäftsstelle:

Referentinnen:
Nicole Lassal
Susanne Ulrich

Sekretariat:
Roswitha Gailer
Hülya Naimen/Monica Reinoss (Mutterschaftsvertretung)

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern
Ute Strittmatter, Leitung
Tanja Miedl (verstorben Februar 2011)/Ute Schön (seit 15.09.2011), Fachreferentinnen

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)
Susanne Günther-Wick, Leitung
Thomas Asam, Referent
Britta Achterkamp, Sachbearbeitung

Vorwort

Der diesjährige Tätigkeitsbericht gibt die Fülle der Aktivitäten der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. wieder, die in diesem Jahr insbesondere geprägt waren durch das Inkrafttreten der Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009.

Gerade auch im Freistaat Bayern hat sich diesbezüglich einiges bewegt. Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ist zu verschiedenen Anhörungen im Bayerischen Landtag als Experte eingeladen worden und hat in den unterschiedlichen Gremien der Bayerischen Ministerien mitgewirkt. Nun liegt erstmalig in diesem Jahr der Entwurf eines Bayerischen Aktionsplans zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention vor.

Es liegt auf der Hand, dass insbesondere die Selbsthilfe mit ihren verbandlichen Strukturen in diesen Prozess der Umsetzung eingebunden worden ist und der Tätigkeitsbericht gibt darüber in komprimierter Form Auskunft.

Die schon zur Tradition gewordene Durchführung des Europaweiten Protesttages auch in diesem Jahr, als auch die Beteiligung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. mit einem Stand auf der ConSozial, sind mittlerweile feste Bestandteile der Öffentlichkeitsarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V..

Obwohl die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. nicht von der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20 c profitiert ist sie beratend im Vergabeausschuss der Mittel auf Landesebene eingebunden. Aber auch für die Selbsthilfegruppen vor Ort hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der SEKO Bayern und den Krankenkassen Informationsveranstaltungen für die Vertreter und Vertreterinnen an den Runden Tisch (Vergabeausschüsse) durchgeführt.

Darüber hinaus zeigt die Mitarbeit in den unterschiedlichsten Gremien, dass die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ihrer politischen Bedeutung als Dachverband der Bayerischen Selbsthilfeverbände auch in der breiten Öffentlichkeit zunehmend wahrgenommen und angefragt wird.

Tätigkeitsbericht

102 Mitgliedsverbände

Als neuer Verband wurde bei der letzten Mitgliederversammlung einstimmig aufgenommen:

  • Defibrillator (ICD) Deutschland e.V.

Damit haben sich 102 landesweit tätige Selbsthilfeorganisationen unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammengeschlossen.

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

„Kein Sonderweg“- Inklusion behinderter Menschen von Anfang an“

Unter diesem Motto stand der diesjährige Europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Über 40 Selbsthilfegruppen von Menschen mit chronischer Erkrankung und Behinderung stellten an 30 Informationsständen ihre Arbeit und ihre Anliegen vor.

Eine große Zahl interessierter Gäste folgte dem bunten Programm aus Musik, Vorführungen und Diskussionsbeiträgen. Die Bayerische Behindertenbeauftragte, Frau Irmgard Badura, solidarisierte sich in einem Grußwort mit den Anliegen der Teilnehmer. Auch in Presse und Rundfunk wurde mehrfach über den Tag berichtet.

Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Reinhard Kirchner, diskutierte auf der Bühne mit Politikern der im Landtag vertretenen Fraktionen sowie dem Behindertenbeauftragten der Landeshauptstand München, Herrn Oswald Utz, das Thema „Inklusion“ und den Stand der Umsetzung in Bayern.

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat diese Veranstaltung traditionell für die Selbsthilfeorganisationen und deren Gruppen organisiert, vorbereitet und durchgeführt. Zur Finanzierung der allgemeinen Kosten der Veranstaltung wurden Mittel von der Bayerischen Stiftung für Kriegsopfer und Behinderte beantragt und bewilligt.

Dank des guten Wetters kamen viele Besucher zum Marienplatz
Dank des guten Wetters kamen viele Besucher zum Marienplatz
Frau Badura und Herr Kirchner auf der Bühne
Frau Badura und Herr Kirchner auf der Bühne

Fachtagung zur UN-Behindertenrechtskonvention im Bayerischen Landtag

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. führte im Juni 2011 zusammen mit der Akademie für politische Bildung in Tutzing und der Bayerischen Behindertenbeauftragten, Frau Irmgard Badura, zum Thema „Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben (Artikel 29 UN-BRK)– (k)ein Thema für Menschen mit Behinderung“ eine Fachveranstaltung im Bayerischen Landtag durch. Die Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der Bayerischen Landtagspräsidentin, Frau Barbara Stamm, die auch mit einem persönlichen Grußwort die Veranstaltung eröffnete.

Fast 200 Teilnehmer aus ganz Bayern fanden den Weg in den Bayerischen Landtag und brachten sich in die Diskussion zum Thema ein. Neben dem Grußwort des Vorsitzenden der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V., Herrn Dr. Josef Pettinger, trug auch der Geschäftsführer, Herr Reinhard Kirchner, ein Statement zum Thema vor. Darüber hinaus war die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. in der Podiumsdiskussion am Nachmittag mit Frau Ute Strittmatter (Frauennetzwerk) und Herrn Christian Seuß (Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE und Geschäftsführer des BBSB) vertreten, weitere Diskussionspartner waren Joachim Unterländer (CSU-Landtagsfraktion) sowie Dr. Thomas Beyer, SPD-Landtagsfraktion.

Fast 200 Teilnehmer verfolgten die Fachtagung
Fast 200 Teilnehmer verfolgten die Fachtagung
Der Vorsitzende Dr. Pettinger bei der Begrüßung
Der Vorsitzende Dr. Pettinger bei der Begrüßung
V.l.: Dr. Thomas Beyer, Christian Seuß, Dr. Michael Spieker, Ute Strittmatter, Joachim Unterländer
V.l.: Dr. Thomas Beyer, Christian Seuß, Dr. Michael Spieker, Ute Strittmatter, Joachim Unterländer
Reinhard Kirchner, Irmgard Badura, Dr. Bernd Schulte
Reinhard Kirchner, Irmgard Badura, Dr. Bernd Schulte

ConSozial 2011

Bereits zum fünften Mal konnte sich die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sowie ihre Mitgliedsorganisationen auf der ConSozial 2011 in Nürnberg präsentieren.

Auch für das Jahr 2011 konnten durch die Vermittlung des Bayerischen Sozialministeriums wieder Sponsoren gefunden werden, die die Präsenz der LAG und ihrer Mitgliedsorganisationen auf einer gemeinsamen Plattform bei der ConSozial 2011 vom 2. bis 3. November in Nürnberg ermöglichte.

An dem vom Landesbehindertenrat (LBR) veranstalteten Fachtag „Inklusion“ war auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. inhaltlich und organisatorisch eingebunden.

Zusammenarbeit mit der Bayerischen Behindertenbeauftragten Irmgard Badura

Die gute Zusammenarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. mit der Bayerischen Behindertenbeauftragten Irmgard Badura zeigt sich u.a. bei der Veranstaltung zur politischen Partizipation von Menschen mit Behinderung im Bayerischen Landtag oder auch bei der Arbeit im Landesbehindertenrat.

Die Bayerische Behindertenbeauftragte hat zu verschiedenen Schwerpunkten ihrer Arbeit Runde Tische eingerichtet, bei denen auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligt ist:

  • Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben
  • Bildung
  • Mobilität
  • Bauen

Zusammenarbeit mit der neuen Patientenbeauftragten Dr. Gabriele Hartl

Die 2010 neu berufene Patientenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Frau Dr. Gabriele Hartl, besuchte die Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., um in einem ersten Informationsgespräch die Arbeit der verbandlich organisierten Selbsthilfe kennenzulernen.

Sie berief 2011 einen Runden Tisch mit allen maßgeblichen Patientenorganisationen ein, zu dem auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eingeladen wurde. Auch bei der im Rahmen des Patientennetzwerkes durchgeführten Patientenschulung in den Räumen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. war Frau Dr. Hartl Gast des Erfahrungsaustausches.

Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c

2008 wurde die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20c neu geregelt. Bei den Vergabesitzungen der pauschalen Mittel für Landesorganisationen der Selbsthilfe ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern sowie der Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe beratend beteiligt worden. Im Förderjahr 2010 wurden die landesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen mit knapp 500.000 Euro gefördert.

Die Selbsthilfeförderung für örtliche Selbsthilfegruppen wird ebenfalls nach einem neuen Bayern weiten Verfahren durchgeführt und die Vergabe der Mittel über die von den Selbsthilfekontaktstellen eingerichteten zwölf Runden Tische abgewickelt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. konnte für die Vergabeausschüsse jeweils einen Vertreter sowie Stellvertreter benennen. Die Bayerischen Selbsthilfegruppen erhielten insgesamt ca. 2,2 Mio. Euro.

Informationsveranstaltung zur Antragsstellung bei der Selbsthilfeförderung der Krankenkassen für Landesorganisationen

Über 30 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bzw. BAG SELBSTHILFE e.V. nutzten die Möglichkeit, sich bei der Informationsveranstaltung am 10. November 2010 über die Fördermöglichkeiten für Landesorganisationen nach SGB V § 20c zu informieren.

Alexandra Krist, zuständige Referentin beim AOK Landesverband Bayern, sowie Birgit Pelikan, die als Vertreterin der Knappschaft die zuständige Kasse für das Förderjahr 2011 repräsentierte, informierten zu den Fördervoraussetzungen, den Antragsformularen, Projektbeispielen und dem Haushaltsplan als Kernpunkt des Antrags.

Die Teilnehmer hatten auch die Gelegenheit ihre ganz speziellen Fragen im Zusammenhang mit dem Antragsverfahren zu klären.

Erfahrungsaustausch der Selbsthilfevertreter an den Runden Tischen zur Krankenkassenförderung in Bayern

Auch im Berichtszeitraum lud die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. gemeinsam mit der SEKO Bayern am 21. Oktober 2010 zum Erfahrungsaustausch der Selbsthilfevertreter, die an den Vergabesitzungen zur regionalen Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20 c beteiligt sind.

Über 30 Vertreter aus allen Teilen Bayerns nahmen die Gelegenheit war, sich über die Praxis an den Vergabesitzungen auszutauschen und Vorschläge für Verfahrensabläufe einzubringen.

So wurde für eine Verlängerung der Amtszeit der Vertreter auf vier Jahre und die Vorverlegung des Antragsschluss für die regionale Selbsthilfegruppenförderung auf 15. Februar zur Beschleunigung der Auszahlung der Fördermittel plädiert.

Diesmal waren auch Mitarbeiter der Kontaktstellen, die die Runden Tische betreuen, anwesend. Die Beteiligten sprachen sich einstimmig dazu aus, jährlich einen solchen Erfahrungsaustausch abzuhalten.

Treffen des Vereins der Selbsthilfekontaktstellen in Bayern e.V. und der verbandlich organisierten Selbsthilfe

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hatte bereits 2010 gemeinsam mit der SEKO Bayern zu einem Erfahrungsaustausch mit den in der LAG organisierten Selbsthilfeverbänden und den Selbsthilfekontaktstellen in Bayern eingeladen.

Die daraus entstandene Arbeitsgruppe von verbandlich organisierter Selbsthilfe in der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und den Selbsthilfekontaktstellen Bayern e.V. zur Erarbeitung einer gemeinsamen Stellungnahme zum Thema „Selbsthilfe“ hat sich danach zweimal getroffen und einen Entwurf für ein gemeinsames Papier „Selbsthilfe in Bayern: Gemeinsames Positionspapier der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. und dem Verein SELBSTHILFEKONTAKTSTELLEN – Bayern e.V.“ erarbeitet. Das Papier wird derzeit in den jeweiligen Gremien beraten.

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung der Krankenkassen und SEKO Bayern

Zur Organisation und Abwicklung der regionalen Selbsthilfeförderung sowie der Förderung der Selbsthilfekontaktstellen in Bayern haben die Krankenkassen und die SEKO Bayern einen gemeinsamen Arbeitskreis eingerichtet, der bereits seit vielen Jahren Bestand hat. Am Teilnehmerkreis ist auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligt und wird in den Sitzungen von der Referentin Nicole Lassal vertreten.

Abendliche Gesprächsrunde der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB)

Ambulante Spezialärztliche Versorgung:
Geplante Änderungen im Entwurf eines neuen Versorgungsgesetzes

Zu diesem Thema fand am 27. September 2011 eine Abendliche Gesprächsrunde mit ca. 30 Teilnehmern statt. Die Diskussion zeigte einhellig, dass der derzeitige Gesetzesentwurf noch zu unklar ist und zu viele Schwachstellen aufweist. Die Verbände chronisch kranker und behinderter Menschen konnten in dem Entwurf keine Verbesserung in der Versorgungsstruktur für diese Patienten erkennen.

Anhörung im Bayerischen Landtag zum Thema Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK)

Am 25. November 2010 gab es im Bayerischen Landtag eine Anhörung zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention. Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. lieferte dazu ein schriftliches Statement. Außerdem konnte sich der Geschäftsführer als geladener Experte intensiv in die Diskussion einbringen.

Anhörung zum Gesetzentwurf der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Reform des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes

Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Kirchner, hatte die Gelegenheit bei einer Anhörung des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport im Bayerischen Landtag, Stellung zum Gesetzentwurf der interfraktionellen Arbeitsgruppe zur Reform des Bayerischen Erziehungs- und Unterrichtsgesetzes am 19. Mai 2011 abzugeben.

Im Vorfeld hatten sich in der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. verschiedene Verbände mit dem Entwurf intensiv auseinandergesetzt. Für die Selbsthilfeorganisationen geht der Entwurf der interfraktionellen Arbeitsgruppe nicht weit genug. Der Ansatz über Schulen und Schulversuche mit „inklusivem Profil“ kann bestenfalls der Einstieg in ein insgesamt inklusives Schulsystem im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention sein.

Oberbayerischer Fachtag: Wege zur Inklusion

Im März 2011 fand beim Bezirk Oberbayern im Rahmen des Gremiums zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung Oberbayern (Gremium GSV) – worin die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. von Beginn an Beteiligte ist - ein erster oberbayerischer Fachtag "Wege zur Inklusion" statt. Frau Badura, Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, übernahm hierfür die Schirmherrschaft. U.a. wurde das Themenfeld Inklusion aus unterschiedlichen Perspektiven durch die unterschiedlichen Vertreter dargestellt. Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Kirchner, referierte zum Thema "Wie stellen sich die Selbsthilfeverbände eine inklusive Gesellschaft vor - Visionen und Wege der Umsetzung".

Auch bei der Gestaltung und Organisation des Fachtages war die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neben dem Veranstalter und Gastgeber Bezirk Oberbayern und weiteren Kooperationspartnern wie den Freien Wohlfahrtsverbänden, vertreten durch den Paritätischen in Oberbayern, und dem Kommunalunternehmen der Kliniken des Bezirks Oberbayern (KBO), beteiligt.

Projekt Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Besonders erwähnenswert ist die Umsetzung eines Buchprojektes durch das Netzwerk mit dem Titel: „Weibsbilder von Nebenan, Diagnose: 100% Frau“. Dieser Bildband ist auf so große Resonanz gestoßen, dass mittlerweile die gesamte Auflage vergriffen ist. Zum Einblick in die Arbeit des Netzwerks liegt der Tätigkeitsbericht als Anlage bei.

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM)

Der Träger des „überregionalen Fachdienstes in Bayern zur Verbesserung der Teilhabe taubblinder Menschen in der Gesellschaft (ITM)“ ist weiterhin die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.. Er wird finanziell gefördert durch die Bayerischen Bezirke und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familien und Frauen.

Zum Einblick in die weitere Arbeit liegt der Tätigkeitsbericht als Anlage bei.

Aktionsbündnis 5. Mai

Zur Vorbereitung der Veranstaltung zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen, beruft die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. traditionell einen Arbeitskreis, bei dem alle am Aktionstag beteiligten Gruppen und Initiativen mitwirken können.

Geschäftsführerkonferenz

Die hauptamtlichen Geschäftsführer der Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. treffen sich regelmäßig zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen.

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Auch diesmal hat der Förderverein der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wieder erheblich dazu beigetragen, dass die erforderlichen Eigenmittel für die Bewilligung des Gesamtzuschusses durch das Bayerische StMAS aufgebracht werden konnten.

Frau Doris Schmölz, der bisherigen Vorsitzenden des Vereins, gilt unser besonderer Dank für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Akquirierung von Spendern für unseren Förderverein. Frau Schmölz wird in diesem Jahr aus persönlichen Gründen nicht mehr als Vorsitzende kandidieren.

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen

Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Seit 1990 ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Mitglied im Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V. und wird in den Sitzungen durch den Geschäftsführer vertreten. Herr Reinhard Kirchner ist auch Rechnungsprüfer des Vereins.

Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V.

Zwischen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V. besteht eine enge Kooperation.

Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e. V. (abm)

Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Reinhard Kirchner, ist Mitglied im Vorstand der abm. Im Programmbeirat vertritt Frau Nicole Lassal, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., die Interessen unseres Verbandes und unserer Mitgliedsverbände.

Aktion Knochenmarkspende Bayern e. V.

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist als Gründungsmitglied mit Reinhard Kirchner im Vorstand des Verbandes vertreten. Dr. Josef Pettinger ist im Vorstand der Stiftung.

Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e. V. (LZG)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied der LZG und wird in den Sitzungen vom Geschäftsführer vertreten.

Europäische Bewegung Bayern e. V.

Der Geschäftsführer, Herr Reinhard Kirchner, vertritt die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei den Tagungen und Mitgliederversammlungen.

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist auch Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Bayern.

Mitarbeit in den Gremien

Bayerischer Landesbehindertenrat

Im Landesbehindertenrat sind von der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. folgende Personen vertreten: Frau Helga Jäniche, Deutsche Rheumaliga Landesverband Bayern e.V. und Stv. Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Christian Seuß, BBSB e.V., Herr Dr. Jürgen Auer, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Bayern e.V., und der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Reinhard Kirchner. Auch Frau Ute Strittmatter vom Frauennetzwerk hat Sitz und Stimmrecht.

Der Landesbehindertenrat hat zum ersten Entwurf eines Bayerischen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in einem Arbeitskreis unter Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eine Stellungnahme erarbeitet und in die Sitzung des Landesbehindertenrates eingebracht. Frau Staatsministerin Christine Haderthauer begrüßte die Stellungnahme und bot an das Thema „Bayerischer Aktionsplan“ unter Beteiligung des Bayerischen Landesbehindertenrates bei der ConSozial 2011 in einer Fachveranstaltung zu diskutieren.

Ebenfalls Gegenstand der Beratungen war ein vom Kultusministerium erarbeitetes Papier zum Thema „Inklusion im Bereich Schule“. Unter Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wurde eine Unterarbeitsgruppe gebildet, die eine Stellungnahme hierzu erarbeitete.

Bayerischer Landespflegeausschuss des StMAS

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit 1995 stimmberechtigtes Mitglied im Landespflegeausschuss und wird vom Geschäftsführer bei den Sitzungen vertreten.

Bayerischer Landesgesundheitsrat

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ordentliches Mitglied im Landesgesundheitsrat und wechselt den Sitz jährlich alternierend mit der SEKO Bayern. Im Jahr 2011 vertritt der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Reinhard Kirchner, regelmäßig die Selbsthilfe.

Bayerischer Landesschulbeirat Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei den Sitzungen des Landesschulbeirates vertritt der Geschäftsführer, Herr Reinhard Kirchner, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Vertretung ist Frau Nicole Lassal (Referentin). Der Landesschulbeirat befasst sich auch schwerpunktmäßig mit der Umsetzung der Inklusion an Bayerischen Schulen. Der Geschäftsführer Herr Reinhard Kirchner konnte dabei verdeutlichen, dass die neue Gesetzesgrundlage als erster Schritt in Richtung eines inklusiven Schulsystem zu verstehen ist, dem weitere im Sinne einer Teilhabepädagogik folgen müssen. Frau Lassal konnte im Rahmen einer Tagung „best practice-Beispiele“ von Inklusion an Bayerischen Realschulen und Gymnasien kennenlernen.

Runder Tisch Zukunft der Behindertenhilfe im StMAS

Eine Unterarbeitsgruppe hat unter Mitarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eine Handreichung erarbeitet mit dem Thema: Eckpunkte zur Umsetzung dezentraler Wohnstrukturen für Menschen mit körperlicher Behinderung, Sinnesbehinderung und/oder geistiger Behinderung unter dem Aspekt der Inklusion. Diese Handreichung soll nun unter dem Aspekt der Regionalisierung fortgeschrieben werden.

Beratender Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt SGB IX § 103

In dem auf Landesebene gebildeten Beratungs- und Widerspruchsausschuss vertritt Herr Reinhard Kirchner die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Susanne Ulrich und Frau Nicole Lassal sind Stellvertreterinnen.

Gremium zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung im Bezirk OberBayern

In dem im Jahr 2007 gegründeten Gremium ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. kontinuierlich vertreten.

Sieben bayerische Bezirke:
Arbeitsgemeinschaften zur Versorgung und Integration von älteren Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung.

Zur Umsetzung des unter Mitarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beim „Runden Tisch, Zukunft der Behindertenhilfe“ im StMAS entwickelten Eckpunktepapiers wurden unter Federführung der Bezirke auf Bezirksebene Arbeitsgemeinschaften zur Versorgung und Integration von älteren Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung eingerichtet.

Auch in diesen Gremien sind Vertreter der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. angeschlossenen Mitgliedsorganisationen eingebunden. Im Bezirk Oberbayern vertritt der Geschäftsführer die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als ständiges Mitglied.

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern

Der Geschäftsführer ist als Patientenvertreter Mitglied in diesem Ausschuss. Zusammen mit dem Patientennetzwerk Bayern hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auf der Grundlage des SGB V die Besetzung der Zulassungs- und Berufungsausschüsse mit Patientenvertretern organisiert.

Forum Soziales Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Im Sozialen Forum Bayern wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei der Arbeitsgruppe I durch den Geschäftsführer vertreten.

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Soziales Netz Bayern (SNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied im Sozialen Netz Bayern, einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ständiges Mitglied in der Planungsgruppe des Sozialen Netz Bayern s.

Das SNB führte die Fachveranstaltung „Gepflegte Gesellschaft – Pflegepolitik in Bayern“ im März 2011 in München durch. Zentrales Anliegen war, eine menschenwürdige solidarisch finanzierte Pflege einzufordern, die allen pflegebedürftigen Menschen die medizinisch notwendigen Leistungen auf wissenschaftlich aktuellem Stand garantiert.

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. sandte einen Vertreter der pflegenden Angehörigen der Alzheimer Gesellschaft München e.V. als Referent für die Veranstaltung.

Am 5.10.2011 fand die Vollversammlung des Sozialen Netzes in der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. statt.

Der neue Vorsitzende des DGB Bayern, Herr Mathias Jena, und der Landtagsabgeordnete und Vorsitzender der AWO Bayern, Herr Dr. Thomas Bayer, nahmen an der Vollversammlung teil.

links: Herr Dr. Bayer, rechts: Herr Jena
links: Herr Dr. Bayer, rechts: Herr Jena
Plenum
Plenum

Patientennetzwerk Bayern (PNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist nach SGB V § 140 f in den Ausschüssen von Ärzten und Krankenkassen mit Vertretern beteiligt und hat zu diesem Zweck in Bayern bereits 2005 ein Patientennetzwerk mit den anderen maßgeblichen Organisationen gegründet. Das PNB benennt die Patientenvertreter in den Zulassungs- und Berufungsausschüssen. Zur Schulung der Patientenvertreter in den Ausschüssen wurde vom PNB am 8. Juli 2011 zum sechsten Mal eine Fortbildung zu folgenden Themen organisiert.

  • Sektorenübergreifende Qualitätssicherung
  • Versorgungsgesetz
  • Mitarbeit in den Zulassungs- und Berufungsausschüssen – Welche Möglichkeiten der Einflussnahme haben Patientenvertreter?

Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB)

Die Zusammenarbeit zwischen unserer LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern hat sich erheblich intensiviert. Ausdruck dafür ist beispielsweise die in Zusammenarbeit durchgeführte abendliche Gesprächsrunde im September 2011 (siehe oben). Derzeit laufen Planungen für eine mit weiteren Kooperationspartnern durchgeführte Veranstaltung zum Thema „Seltene Erkrankungen“.

Vorstands- und Verbandsarbeit

Der Vorstand traf sich im Berichtszeitraum zu 5 Sitzungen:

  • 06. Dezember 2010
  • 02. März 2011
  • 9. Mai 2011
  • 18. Juli 2011
  • 21. September 2011

Themenschwerpunkte der Vorstandssitzungen waren u. a.:

    • Bayerischer Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
    • Gemeinsames Positionspapier der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. und der SEKO Bayern
    • Staatliche Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V.

Die BAG SELBSTHILFE e.V. ist Dachverband von 109 bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen, 13 Landesarbeitsgemeinschaften und vier Fachverbänden.

Zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen finden halbjährlich Treffen der 13 Landesarbeitsgemeinschaften und der BAG SELBSTHILFE e.V. statt. Die Vorbereitung dieser Treffen wird von der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. organisiert. Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Sprecher des Ständigen Ausschusses der Landesarbeitsgemeinschaften in der BAG SELBSTHILFE e.V..

Themen dieser Treffen sind u. a.:

    • Selbsthilfeförderung in Bund und Ländern
    • Finanzierung der Landesarbeitsgemeinschaften
    • Selbstverständnis und Struktur der Selbsthilfe
    • Mitgliedsbeitrag der Landesarbeitsgemeinschaften
    • Gesundheitsreform
    • Patientenbeteiligung
    • Reform der Eingliederungshilfe
    • Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Förderung von Selbsthilfegruppen für chronisch kranke und behinderte Menschen

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit Jahren in das Antrags- und Bewilligungsverfahren eingebunden. Bei der Verteilung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Bewilligungszeitraum des Jahres 2011 einen Förderbetrag von 144.400,00 € an die Selbsthilfegruppen weiterleiten.

Fortbildung von Personal in der Rehabilitation und von Maßnahmen für Familien mit Behinderten und Geschwisterkindermaßnahmen

Ein Großteil unserer Verbände und der Verbände die keinem Wohlfahrtsverband angehören reichen Ihren Antrag bei der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ein. Im Jahr 2011 konnten insgesamt 15.398,40 € an die Selbsthilfe weitergeleitet werden.

Förderung von Begegnungs-, Freizeit- und Bildungsmaßnahmen für behinderte Menschen

Diese Maßnahme wird nicht mehr durch das ZBFS (StMAS) gefördert, sondern seit dem 01.01.2010 durch die Bayerischen Bezirke.

Bezirk Oberbayern 11.055,44 €
Bezirk Oberpfalz  1.518,87 €
Bezirk Mittelfranken 817,02 €
Bezirk Niederbayern 782,98 €
Bezirk Schwaben

 577,34 €

 

Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist zuständige Stelle für die Beantragung von Stiftungsmitteln für den Behindertenbereich.

Im ersten Halbjahr 2011 konnten insgesamt 12.391,43 € weitergegeben werden.

Folgende Personen sind in den Gremien vertreten:

Stiftungsrat:

    • Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
    • Susanne Ulrich, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Stellvertreterin

Vergabeausschuss:

    • Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
    • Susanne Ulrich, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Bayerischer Invaliden-, Witwen- und Waisenfonds

Folgende Personen sind in den Gremien der Stiftung vertreten:

Stiftungsrat:

    • Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
    • Susanne Ulrich, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Stellvertreterin

Vergabeausschuss:

    • Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
    • Susanne Ulrich, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist nach wie vor die Beratung von Mitgliedsorganisationen und Selbsthilfegruppen aus dem Bereich chronisch kranker und behinderter Menschen. Täglich erreichen uns schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen von Selbsthilfeaktiven, Betroffenen oder Institutionen.

Das Spektrum der Anfragen reicht von juristischen Fragestellungen über die Weitervermittlung an Selbsthilfegruppen oder Organisationen bis hin zur Bitte um Unterstützung im Umgang mit den Sozialversicherungsträgern oder bei der Arbeits- und Wohnungssuche.

Einen großen Teil der Beratung nimmt auch die Frage nach der Erschließung von finanziellen Mitteln ein, wie z. B. die staatlichen Fördermittel oder die Erlangung von Stiftungsmitteln. Ein neues und sehr zeitintensives Aufgabenspektrum ist die Beratung bzgl. der Förderung von Selbsthilfe durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c.

Außerdem wird unser Zentrum der bayerischen Behindertenverbände nach wie vor als Tagungs- und Seminarort von unseren Mitgliedsverbänden rege genutzt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. selbst und das Frauennetzwerk benötigen die Räume zunehmend für eigene Veranstaltungen, Fachtagungen, Arbeitskreise und Pressekonferenzen. Es hat sich gezeigt, dass sich unser Konzept eines Zentrums der Bayerischen Behindertenverbände bewährt hat und auf eine anhaltende Nachfrage stößt.

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Ein weiterhin wichtiges Informationsmedium ist unser regelmäßig erscheinender Informationsdienst. In den LAG-Informationen geben wir unsere Veranstaltungen bekannt, berichten über unsere Aktivitäten als Interessenvertretung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Bayern und informieren über ausgewählte Themen aus Sozialpolitik, Recht und öffentlichen Diskussion. Auch unsere Mitgliedsverbände erhalten die Gelegenheit, eigene Veranstaltungen anzukündigen oder auf Veröffentlichungen hinzuweisen. Auf unseren Internet-Seiten berichten wir über aktuelle Themen, außerdem kann man hier auch auf eine Liste der Mitgliedsorganisationen sowie deren Kontaktdaten zugreifen.

Ausblick

Auch die zukünftige Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wird geprägt sein von dem Prozess der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention.

Sicherlich wird mit dem Ausscheiden des Geschäftsführers, Herrn Reinhard Kirchner, bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im nächsten Jahr eine Zäsur stattfinden, wobei Dank der finanziellen Unterstützung durch das Bayerische STMAS der Bestand der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auch in Zukunft nicht gefährdet sein wird.

Insbesondere durch die intensive Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. die unterschiedlichen Probleme der chronisch kranken und behinderten Menschen in die sozialpolitische Diskussion einbringen und dafür sorgen, dass auch im Sinne der Inklusion chronisch kranke und behinderte Menschen ganz selbstverständlich als Bürger dieses Staates und unserer Gemeinschaft anerkannt und eingebunden werden.

Ein weiterer Schwerpunkt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. in den nächsten Jahren wird sein, zu versuchen, dass sich auch auf den örtlichen Ebenen Arbeitsgemeinschaften der Selbsthilfegruppen unserer Landesverbände bilden, die als Interessenvertreter der betroffenen chronisch kranken und behinderten Menschen vor Ort, ihre Anliegen und Forderungen in die lokale Sozialpolitik einbringen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. wird gefördert aus Mitteln des

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