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Tätigkeitsbericht 2008/2009

Tätigkeitsbericht von Vorstand und Geschäftsführung

Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V. (LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.)

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände
Orleansplatz 3, 81667 München

Zeitraum 20. November 2008 – 18. November 2009

 

Inhalt

Vorstand und Geschäftsführung 

Vorwort   

Neuauflage des Mitgliederverzeichnisses der LAG SELBSTHILFE   

Fachtagung der LAG SELBSTHILFE: Die Situation alter behinderter und  chronisch kranker Menschen

Fachkonferenz „Alle Inklusive“   

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung 

Fachtagung Patientenorientierung 

LAG Seminar: Vereinsrecht 

ConSozial 2009 

Neue Bayerische Behindertenbeauftragte: Frau Irmgard Badura 

Neujahrsempfang durch den Bayerischen Ministerpräsidenten 

Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c 

Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe 

Dialogveranstaltung zum Thema „Inklusion“ im Bayerischen Kultusministerium 

Projekt Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung 

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM) 

Arbeitskreise der LAG SELBSTHILFE 

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE 

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen 

Mitarbeit in den Gremien 

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden 

Soziales Netz Bayern (SNB) 

Patientennetzwerk Bayern (PNB) 

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) 

Vorstands- und Verbandsarbeit

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e. V. 

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern 

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Informationen der LAG SELBSTHILFE    

Ausblick                                  

 

Vorstand und Geschäftsführung

Vorstand:

Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender
Helga Jäniche, Stellvertretende Vorsitzende
Peter Klingensteiner, Schatzmeister 
Brigitta Stuber, Schriftführerin

Weitere Vorstandsmitglieder
Anne Hirschmann
Monika Müller
Christian Seuß

Geschäftsführung:
Reinhard Kirchner, Geschäftsführer

Geschäftsstelle :

Referentinnen:
Nicole Lassal
Susanne Ulrich

Sekretariat
Roswitha Gailer
Hülya Naimen

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Ute Strittmatter, Leitung
Tanja Miedl, Fachreferentin

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)

Susanne Günther-Wick, Leitung
Bianca Helms, Referentin
Britta Achterkamp, Sachbearbeitung

Vorwort

Der diesjährige Zeitraum ist geprägt von einer Fülle hochkarätiger Veranstaltungen. Neben der Fachtagung „Die Situation alter behinderter und chronisch kranker Menschen“ hat die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen ihre Fachtagung „Alle Inklusive“ in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. durchgeführt. Großveranstaltungen wie der Europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am 5. Mai erscheinen schon fast wie Routine, wobei die Aufmerksamkeit gerade für diese Veranstaltung in den Medien und der Presse riesengroß ist.

Erstmalig hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern (KVB) eine Fachtagung zum Thema „Patientenorientierung – Selbsthilfeorganisationen und Ärzte im Dialog“ durchgeführt. Über 240 Teilnehmer waren unserer Einladung gefolgt. Es wird deutlich, dass die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. insbesondere in ihrer Rolle als Patientenorganisation zunehmend als wichtiger Partner betrachtet wird.

Ganz besonders gefreut hat uns, dass die Anfang des Jahres 2009 vom Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer ernannte Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung Frau Irmgard Badura auf Vorschlag unserer LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. in dieses Amt berufen wurde.

In kürzester Zeit vergriffen war die erst im letzten Jahr aufgelegte Broschüre „100 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V.“. Die neue Auflage unseres Mitgliederverzeichnisses beinhaltet nun auch ein Geleitwort der neuen Bayerischen Sozialministerin Frau Christine Haderthauer und ein Geleitwort der Bayerischen Behindertenbeauftragten Frau Irmgard Badura.

Der Tätigkeitsbericht ist wie immer nur ein Ausschnitt bzw. eine komprimierte Zusammenfassung der vielfältigen Aktivitäten der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. im Berichtszeitraum.

Tätigkeitsbericht

Mitgliedsbroschüre erneut überarbeitet und aktualisiert, Auflage 2009

100 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V.
100 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V.

Die große Nachfrage nach unserer Mitgliedsbroschüre „100 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V.“ machte eine schnelle Neuauflage im Jahr 2009 nötig. In diesem Zusammenhang wurde die Broschüre erneut aktualisiert und auch Veränderungen in den Kontaktdaten unserer Mitgliedsverbände konnten eingearbeitet werden.

Ganz besonders freuen wir uns, dass die neue Bayerische Sozialministerin, Frau Christine Haderthauer, und die neue Behindertenbeauftragte, Frau Irmgard Badura, mit Geleitworten in der neuaufgelegten Broschüre vertreten sind. Mittlerweile steht unsere Mitgliedsbroschüre auch im DAISY-Format für blinde Menschen barrierefrei zur Verfügung.

Fachtagung: Die Situation alter behinderter und chronisch kranker Menschen – Angebote, Visionen und Grenzen der Selbsthilfe. Was kann die SELBSTHILFE dazu beitragen?

Die Fachtagung der LAG SELBSTHILFE am 20. November 2008 im großen Sitzungssaal des Zentrums der Bayerischen Behindertenverbände erfreute sich großer Nachfrage.

Nach einer Einführung ins Thema wurden anhand von drei Beispielen aus den Mitgliedsorganisationen der LAG SELBSTHILFE Angebote und Leistungen der SELBSTHILFE vorgestellt, die dazu beitragen können, die Betreuung und Versorgung von chronisch kranken und behinderten Menschen im Alter zu verbessern.

Fachtagung: Die Situation alter behinderter und chronisch kranker Menschen
Fachtagung: Die Situation alter behinderter und chronisch kranker Menschen
Fachtagung: Die Situation alter behinderter und chronisch kranker Menschen
Fachtagung: Die Situation alter behinderter und chronisch kranker Menschen

Bei der sich anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten:

  • Frau Renate Ackermann, MdL, Bündnis 90/DIE GRÜNEN
  • Herr Joachim Unterländer, MdL, CSU
  • Frau Christa Steiger, MdL, SPD
  • Herr Dr. Rolf Baumann, Leitender Ministerialrat, StMAS
  • Frau Andrea Falkowsky, Referentin Behindertenhilfe/Erwachsene Deutscher Caritasverband Bayern
  • Herr Gerd Peter, Geschäftsführer Münchenstift GmbH

Während der Veranstaltung wurde aus Sicht der Selbsthilfe immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass es gerade bei der Versorgung von alten Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung einen Perspektivenwandel geben muss, der die verschiedenen Problemlagen der unterschiedlich betroffenen Menschen in den Mittelpunkt aller Überlegungen stellt.

Die Selbsthilfe kann dabei nicht die professionelle Hilfe ersetzen, sondern möchte ihre Kompetenz und ihre Erfahrung den professionellen Angeboten zur Verfügung stellen. Die anderen Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich darin einig, dass es bisher noch keine ausreichende Angebotsstruktur sowohl bei der stationären als auch bei der ambulanten Versorgung von älteren Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung gibt.

Es wird eine anspruchsvolle Aufgabe für die Zukunft sein, ein dementsprechendes und qualitativ hochwertiges Angebot zu entwickeln.

Fachkonferenz „Alle Inklusive“

Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen hat in Zusammenarbeit mit den Behindertenverbänden im Deutschen Behindertenrat eine Kampagne zur UN-Konvention „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ durchgeführt.

Eine der acht Fachkonferenzen, die in allen Regionen Deutschlands durchgeführt wurden, fand in unserem Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände/Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. am 12. Februar 2009 unter dem Titel „alle inklusive! Die neue UN-Konvention und die Gesundheitspolitik für Menschen mit Behinderungen“ statt.

Organisierende Verbände waren unsere BAG SELBSTHILFE e. V., der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. und die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e. V.

Bundesbehindertenbeauftragte Frau Evers Meyer
Bundesbehindertenbeauftragte Frau Evers Meyer
Mitte: Frau Badura, Bayerische Behindertenbeauftragte und Frau Evers-Meyer
Mitte: Frau Badura, Bayerische Behindertenbeauftragte und Frau Evers-Meyer
Grußworte Herr Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE
Grußworte Herr Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE

„Derzeit schafft es das Gesundheitssystem nicht, Teilhabe und Selbstbestimmung für behinderte und chronisch kranke Menschen zu gewährleisten“ konstatierte Karin Evers-Meyer zu Beginn der Fachtagung. Trotz des Wintereinbruchs in Bayern, der bei zahlreichen Verkehrsmitteln zu Problemen geführt hatte, waren die annähernd 100 angemeldeten Teilnehmer aus ganz Deutschland nach München gekommen.

Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V., Reinhard Kirchner, wies in seiner Begrüßung auf die Bedeutung der UN-Konvention als Hebel zur Durchsetzung der Bürgerrechte von behinderten und chronisch kranken Menschen hin und mahnte eine zügige und umfangreiche Umsetzung an.

In verschiedenen Impulsreferaten sowie in fünf Menschenrechtswerkstätten, zu denen sich die Teilnehmer in den Arbeitsgruppen zusammen fanden, wurde die Bedeutung der UN-Konvention und die Auswirkung auf die Gesundheitspolitik für Menschen mit Behinderungen aus verschiedenen Blickwinkel beleuchtet.

Der umfangreiche Forderungskatalog, der am Ende der Veranstaltung herausgearbeitet wurde, erfordert eine zügige Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in bundesdeutsches Recht.

In der Zeitschrift „SELBSTHILFE“ der BAG SELBSTHILFE e. V. erschien ein umfangreicher Bericht zur Fachkonferenz unserer Referentin Nicole Lassal.

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Unter dem Motto „Wo bleibt das Investitionsprogramm für die Barrierefreiheit?“ wurde dieses Jahr der Europaweite Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung auf dem Münchner Marienplatz am 5. Mai 2009 durchgeführt.

Bay. Behindertenb.:Fr. Badura
Bay. Behindertenb.:Fr. Badura
großes Interesse
großes Interesse
Integrativer Kindertanz
Integrativer Kindertanz
Politikerrunde
Politikerrunde
Trommelgruppe
Trommelgruppe
Moderator in Aktion
Moderator in Aktion
Publikum
Publikum
Stand der LAG SELBSTHILFE
Stand der LAG SELBSTHILFE
Melting Pot
Melting Pot

Über 40 Gruppen und Organisationen beteiligten sich mit Informationsständen, Mitmachaktionen und Programmbeiträgen am Protesttag.

Die neue Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Frau Irmgard Badura, erklärte sich in einem Grußwort mit den Anliegen der beteiligten Organisationen solidarisch.

Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V., diskutierte mit Vertretern der Parteien im Bayerischen Landtag sowie mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt München auf dem Podium über die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen sowie unsere Forderungen nach Barrierefreiheit.

Es ist uns gelungen, der Öffentlichkeit und den Medien zu verdeutlichen, dass Menschen mit einer chronischen Erkrankung und Behinderung nach wie vor auf Barrieren treffen, die sie an einer gleichberechtigten Teilhabe in allen gesellschaftlichen Bereichen behindern.

In Interviews auf der Bühne konnten einzelne Vertreter der beteiligten Selbsthilfegruppen auf ihre Anliegen und das weite Spektrum und die spezifischen Bedürfnisse der unterschiedlichen Behinderungen aufmerksam machen.

Ein Rollstuhl-Parcours lud die Besucher ein, die alltäglichen Barrieren von Rollstuhlfahrern selbst kennen zu lernen. Dank des guten Wetters waren zahlreiche Besucher auf dem Marienplatz anwesend.

Das Medieninteresse war groß: Die Münchner Presse, der Rundfunk und das Fernsehen berichteten über unsere Veranstaltung.

Fachtagung Patientenorientierung

Fachtagung Patientenorientierung Flyer
Fachtagung Patientenorientierung Flyer

Unsere gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns durchgeführte Fachtagung „Patientenorientierung - Selbsthilfeorganisationen und Ärzte im Dialog“ am 21. Juli 2009 war ein großer Erfolg: über 240 Teilnehmer aus ganz Bayern waren in die Räume der KVB gekommen, um in sechs Workshops verschiedene Aspekte des Vertrauensverhältnisses zwischen Arzt und Patient, den alltäglichen Praxisablauf, Verordnungsrichtlinien, gemeinsame Entscheidungsfindung, Beratungsmöglichkeiten sowie den Umgang mit medizinischen Informationen zu diskutieren.

Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V., formulierte das Ziel der Tagung: „ Mit der verbandlich organisierten Selbsthilfe haben sich chronisch kranke und behinderte Menschen zu mündigen Patienten entwickelt, deren Kompetenz verstärkt in ein Konzept der Patientenorientierung eingebunden werden soll“ .

Rudi Bittner, der 2. stellv. Vorstandsvorsitzender der KVB, erklärte ergänzend: „Wir hoffen mit dieser Veranstaltung wichtige Impulse zur Stärkung der Patientenorientierung im Gesundheitswesen zu liefern“. Dafür werde sich die KVB künftig noch stärker als bisher engagieren. Die Beiträge der Referenten sowie die Ergebnisse der Workshops sind auf den Internet-Seiten der LAG SELBSTHILFE abzurufen.

MinR. Dr. Kratzer Gesundheitsministerium
MinR. Dr. Kratzer Gesundheitsministerium
Reinhard Kirchner LAG SELBSTHILFE
Reinhard Kirchner LAG SELBSTHILFE
Dr. med. Scholze KVB
Dr. med. Scholze KVB
Christoph Nachtigäller Moderator
Christoph Nachtigäller Moderator
Volles Haus
Volles Haus
Ärzte Sketch
Ärzte Sketch
Anmeldung - Infotisch
Anmeldung - Infotisch
Gruppenbild
Gruppenbild

LAG Seminar: Vereinsrecht

Auf vielfachen Wunsch unserer Mitgliedsverbände organisierte die LAG SELBSTHILFE in Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE erstmalig ein Seminar zum Vereinsrecht am 22. Januar 2009 in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. Als Referent war Peter Brünsing, Justitiar der BAG SELBSTHILFE in Düsseldorf, anwesend.

Ca. 30 Vertreter der Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE informierten sich mit elementaren Fragen des Vereinsrechts wie z. B.:

  • Grundfragen des Gemeinnützigkeitsrechtes
  • Sponsoring aus rechtlicher Sicht
  • Rechte und Pflichten des Vorstands
  • Fragen der Geschäftsführung
  • Haftungsfragen etc.

Die positiven Rückmeldungen und das große Interesse unserer Mitgliedsverbände an solchen Seminaren beweisen uns die Notwendigkeit solcher Angebote durch unsere LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. Wir werden die Seminarreihe fortsetzen.

ConSozial 2009

Bereits zum dritten Mal konnte sich die LAG SELBSTHILFE sowie ihre Mitgliedsorganisationen auf der ConSozial 2009 in Nürnberg präsentieren. Die Bayerische Sozialministerin, Frau Christine Haderthauer, besuchte den Stand der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern.

Frau Sozialministerin Haderthauer am Stande der LAG SELBSTHILFE, Herr Kirchner, Min Dir Rappl, Prof. Kreidenfels
Frau Sozialministerin Haderthauer am Stande der LAG SELBSTHILFE, Herr Kirchner, Min Dir Rappl, Prof. Kreidenfels
Geschäftsführer Kirchner mit Fr. Haderthauer, Prof. Kreidenfels
Geschäftsführer Kirchner mit Fr. Haderthauer, Prof. Kreidenfels
Stand: LAG SELBSTHILFE
Stand: LAG SELBSTHILFE

Auch für das Jahr 2009 konnte durch die Vermittlung des Bayerischen Sozialministeriums wieder ein Sponsor gefunden werden, der die Präsenz der LAG und ihrer Mitgliedsorganisationen auf einer gemeinsamen Plattform bei der ConSozial 2009 vom 11. bis 12. November in Nürnberg ermöglichte.

Irmgard Badura: Neue Bayerische Behindertenbeauftragte

Irmgard Badura: Neue Bayerische Behindertenbeauftragte
Irmgard Badura: Neue Bayerische Behindertenbeauftragte

Anfang des Jahres 2009 ernannte der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer Irmgard Badura zur neuen Beauftragten der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und folgte damit dem Vorschlag unserer Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e. V. Irmgard Badura ist stark sehbehindert und durch ihr langjähriges Engagement im Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund eine Frau der Selbsthilfe.

Die gute Zusammenarbeit von Frau Badura und der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. konnte bereits an verschiedenen Stellen erfolgen, so z. B. im Landesbehindertenrat. Frau Badura war bereits auch Gast bei einer Vorstandssitzung der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V.

Bei der Fachtagung der Behindertenbeauftragten zur UN-Konvention in Nürnberg am 30. März 2009, hatte der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V., Herr Reinhard Kirchner, die Gelegenheit ein Statement aus Sicht der Selbsthilfe von chronisch kranken und behinderten Menschen zu geben. Er forderte dabei, dass der Umsetzungsprozess durch die betroffenen behinderten und chronisch kranken Menschen selbstgestaltet werden müsse.

In diese Richtung gingen auch die Worte von Irmgard Badura:

Wir müssen gemeinsam konstruktive Lösungen erarbeiten, um behinderten Menschen ihren gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft zu ermöglichen. Einen Platz, der sich durch Selbstbestimmtheit und gleichberechtigte Teilhabe auszeichnet!“

Neujahrsempfang durch den Bayerischen Ministerpräsidenten

Der Vorsitzende und der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V., Dr. Josef Pettinger sowie Reinhard Kirchner, waren zum Neujahrsempfang des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer eingeladen. Wir verstehen das als eine besondere Anerkennung der Arbeit unserer LAG SELBSTHILFE Bayern e. V.

Selbsthilfeförderung durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c

Im vergangenen Jahr wurde die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20c neu geregelt. Bei den Vergabesitzungen der pauschalen Mitteln für Landesorganisationen der Selbsthilfe ist die LAG SELBSTHILFE Bayern beratend beteiligt worden. Weitere Mitglieder in diesem Ausschuss sind der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern sowie die Koordinierungsstelle der bayerischen Suchthilfe.

Die LAG SELBSTHILFE kann hier nur beratend mitwirken, es hat sich jedoch gezeigt, dass insbesondere die LAG SELBSTHILFE Zugang zu den Selbsthilfeorganisationen hat und über kompetente Kenntnisse über die Arbeit der Selbsthilfe in Bayern verfügt.

Die Selbsthilfeförderung für örtliche Selbsthilfegruppen wurde ebenfalls nach einem neuen bayernweiten Verfahren durchgeführt und die Vergabe der Mittel über die von den Selbsthilfekontaktstellen eingerichteten zwölf Runden Tische abgewickelt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern konnte für die Vergabeausschüsse jeweils einen Vertreter sowie Stellvertreter benennen.

Fachtagung am 04.12.2008

Bei einer Fachtagung in den Räumen der LAG SELBSTHILFE, bei denen fast alle Vertreter der LAG SELBSTHILFE an den Runden Tischen anwesend waren, konnten die Erfahrungen mit dem neuen Vergabeverfahren ausgetauscht werden und Anregungen gesammelt werden. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung hat die LAG SELBSTHILFE mit den bayerischen Krankenkassen und Vertretern der SEKO Bayern in einem konstruktiven Gespräch erörtert.

Dabei wurde deutlich, dass in einem Gespräch alleine nicht für alle Punkte befriedigende Lösungen gefunden werden können. Außerdem sollten die Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE zu einem Gespräch mit den Krankenkassen hinzugezogen werden.

Veranstaltung für unsere Mitgliedsverbände: Örtliche Selbsthilfegruppen als unselbstständige Untergliederungen von Bundes- und Landesverbänden und die daraus resultierenden Konsequenzen für die Förderung

Am 6. Juli 2009 kamen neben den Vertretern der bayerischen Krankenkassenverbände ca. 50 Vertreter der Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern zu dieser Veranstaltung.

Neben der rechtlichen Problematik des Status der Untergliederungen der Selbsthilfeverbände, haben unsere Mitgliedsverbände gegenüber den Krankenkassen deutlich gemacht, dass eine stärkere Einbeziehung der LAG SELBSTHILFE auch bei der regionalen Selbsthilfeförderung der Krankenkassen gewünscht wird.

Insbesondere bei der Entwicklung von Richtlinien, Förderkriterien und Geschäftsordnungen der Runden Tische soll die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. eingebunden werden. Diese Vorschläge wurden von der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. auch schriftlich an die Kassen weitergeleitet.

Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe

Zur Diskussion der Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe wurden von einer Bund-Länder-Arbeitsgruppe ein Vorschlagspapier erarbeitet und auf Einladung des Bayerischen Sozialministeriums mit den maßgeblichen Verbänden auf Fachebene diskutiert, um ggf. spezifische bayerische Beurteilungen mit in die Diskussion einzubringen.

Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE, Reinhard Kirchner, hatte die Gelegenheit die Sicht der chronisch kranken und behinderten Menschen in Bayern einzubringen. Da dieses Thema immens wichtig ist und in vielfältiger Weise in der politischen Diskussion auftaucht, wird sich die LAG SELBSTHILFE Bayern auch in Zukunft dieses Themas annehmen.

Dialogveranstaltung zum Thema „Inklusion“ im Bayerischen Kultusministerium

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. war zu zwei Dialogveranstaltung des Bayerischen Kultusministerium zur Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte von Menschen Behinderung geladen. Insbesondere beim Thema „Inklusive Bildung“ gibt die UN-Konvention Impulse, die auch das bayerische Schulsystem tangieren.

Das Kultusministerium hat mit den Dialogveranstaltungen mit den Vertretern aus Eltern, Lehrer, Behinderten- und Wohlfahrtsverbänden die Diskussion zur Inklusion eröffnet und fortgeführt.

Projekt Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung Bayern

Auf Initiative des unter der Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE Bayern stehenden Netzwerks in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Selbstbestimmtes Leben Behinderter e. V. (ZSL) konnte eine zweite gynäkologische Ambulanz für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern an der Frauenklinik des Uni-Klinikums Erlangens eröffnet werden.

Die Räume der Erlanger Spezialambulanz sind barrierefrei zugänglich und verfügen über einen für Rollstuhlfahrerinnen zugänglichen höhenverstellbaren gynäkologischen Stuhl.

Im Juni organisierte das Netzwerk eine Großveranstaltung unter dem Titel „Perspektivenwechsel – UN-Konvention und ihre Auswirkungen auf Frauen mit Behinderung“ in der Hypo Kulturstiftung in München.

Zum Einblick in die weitere Arbeit des Netzwerks liegt der Tätigkeitsbericht als Anlage bei.

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM)

Das dreijährige Projekt Integration Taubblinder Menschen unter der Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE Bayern ging im November 2008 zu Ende.

Es konnte 2009 in den „überregionalen Fachdienst in Bayern zur Verbesserung der Teilhabe taubblinder Menschen in der Gesellschaft (ITM)“ überführt werden.

Der Träger des Fachdienstes ist weiterhin die LAG SELBSTHILFE. Er wird finanziell gefördert durch die Bayerischen Bezirke und das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familien und Frauen.

Sowohl die Stelle der Leitung als auch die der Referentin wurden mit Frau Günther-Wick (Leitung) und Frau Helms (Referentin) neu besetzt. Am 29. Oktober 2009 stellte sich die Geschäftsstelle in Form einer Veranstaltung in den eigenen Räumlichkeiten ihren Förderern und der Öffentlichkeit vor.

Arbeitskreise der LAG SELBSTHILFE

Um aktuelle Themen aufzugreifen oder verbandsinterne Aufgaben zu behandeln, werden in der LAG SELBSTHILFE Arbeitskreise gebildet, die als von der Mitgliederversammlung autorisierte Gremien für die inhaltliche Arbeit gelten.

Aktionsbündnis 5. Mai

Zur Vorbereitung der Veranstaltung zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen, beruft die LAG SELBSTHILFE traditionell einen Arbeitskreis, bei dem alle am Aktionstag beteiligten Gruppen und Initiativen mitwirken können.

Geschäftsführerkonferenz

Die hauptamtlichen Geschäftsführer der Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE treffen sich im Turnus zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen.

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE

Auch diesmal hat der Förderverein der LAG SELBSTHILFE wieder erheblich dazu beigetragen, dass die erforderlichen Eigenmittel für die Bewilligung des Gesamtzuschusses durch das Bayerische StMAS aufgebracht werden konnten.

Frau Doris Schmölz, der Vorsitzenden des Vereins, gilt unser besonderer Dank für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Akquirierung von Spendern für unseren Förderverein.

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen

Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Seit 1990 ist die LAG SELBSTHILFE Mitglied im Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V. und wird in den Sitzungen durch den Geschäftsführer vertreten. Herr Reinhard Kirchner ist auch Rechnungsprüfer des Vereins.

Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V.

Zwischen der LAG SELBSTHILFE und der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V. besteht eine enge Kooperation.

Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e. V. (abm)

Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE, Herr Reinhard Kirchner, ist Mitglied im Vorstand der abm. Im Programmbeirat vertritt Frau Nicole Lassal, Referentin der LAG SELBSTHILFE, die Interessen unseres Verbandes und unserer Mitgliedsverbände.

Aktion Knochenmarkspende Bayern e. V.

Die LAG SELBSTHILFE ist als Gründungsmitglied mit zwei Personen im Vorstand des Verbandes vertreten: Dr. Josef Pettinger (Schatzmeister), Reinhard Kirchner (Vorstandsmitglied).

Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e. V. (LZG)

Die LAG SELBSTHILFE ist Mitglied der LZG und wird in den Sitzungen vom Geschäftsführer vertreten.

Europäische Bewegung Bayern e. V.

Der Geschäftsführer Herr Reinhard Kirchner vertritt die LAG SELBSTHILFE bei den Tagungen und Mitgliederversammlungen.

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern

Die LAG SELBSTHILFE ist auch Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerks Landesverband Bayern.

Mitarbeit in den Gremien:

Bayerischer Landesbehindertenrat

Im Landesbehindertenrat sind von der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern folgende Personen vertreten: Frau Helga Jäniche, Deutsche Rheumaliga Landesverband Bayern e.V. und Stv. Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V, Herr Christian Seuß, BBSB e.V., Herr Dr. Jürgen Auer Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung. Landesverband Bayern e.V. und der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Herr Reinhard Kirchner. Auch Frau Ute Strittmatter vom Frauennetzwerk hat Sitz und Stimmrecht. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. ist vom LBR beauftragt worden, eine zweitägige Klausurtagung zum Thema „Inklusion“ in Wolnzach zu organisieren.

Die Mitglieder des LBR diskutierten intensiv über die Gestaltung von „inklusiven“ Lebensbereichen von behinderten und chronisch kranken Menschen in Schule, Beruf und Freizeit. Es wurde eine Unterarbeitsgruppe gebildet, die ebenfalls unter Federführung der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. speziell zum Thema „Inklusive Bildung“ Vorschläge des Bayerischen Landesbehindertenrates ausgearbeitet hat.

Diese Vorschläge wurden in der Sitzung des Landesbehindertenrates am 21.10.2009 unter Beteiligung der Vorsitzenden des Bayerischen Landesbehindertenrates, Sozialministerin Frau Christine Haderthauer und dem Kultusminister Ludwig Spaenle vorgestellt und diskutiert.

Bayerischer Landespflegeausschuss des StMAS

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. ist seit 1995 stimmberechtigtes Mitglied im Landespflegeausschuss und wird vom Geschäftsführer bei den Sitzungen vertreten.

Bayerischer Landesgesundheitsrat

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ordentliches Mitglied im Landesgesundheitsrat und wechselt den Sitz jährlich alternierend mit der SEKO Bayern. Das Gesetz vom Landesgesundheitsrat wurde entsprechend geändert.

Bayerischer Landesschulbeirat Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei den Sitzungen des Landesschulbeirates vertritt der Geschäftsführer, Herr Reinhard Kirchner, die LAG SELBSTHILFE, Vertretung ist Frau Nicole Lassal (Referentin).

Runder Tisch Zukunft der Behindertenhilfe im StMAS

Unter der aktiven Mitwirkung der LAG SELBSTHILFE wurde bereits im Jahr 2008 ein Eckpunktepapier zur Versorgung älterer Menschen mit Behinderung in den Einrichtungen diskutiert. Darauf aufbauend verabschiedete der Runde Tisch konkrete Leitlinien für regionale Versorgungsstrukturen in den Bayerischen Bezirken.

Beratender Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt § 103 SGB IX

In dem auf Landesebene gebildeten Beratungs- und Widerspruchsausschuss vertritt Herr Reinhard Kirchner die LAG SELBSTHILFE, Frau Susanne Ulrich und Frau Nicole Lassal sind Stellvertreterinnen.

Gremium zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung im Bezirk Oberbayern

In dem im Jahr 2007 gegründeten Gremium ist die LAG SELBSTHILFE in allen drei Arbeitsgruppen (Grundlagen, Eingliederungshilfe, Versorgung und Alter) vertreten.

Sieben bayerische Bezirke:
Arbeitsgemeinschaften zur Versorgung und Integration von älteren Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung.

Zur Umsetzung des unter Mitarbeit der LAG SELBSTHILFE beim Runden Tisch, Zukunft der Behindertenhilfe im StMAS, entwickelten Eckpunktepapiers wurden unter Federführung der Bezirke auf Bezirksebene Arbeitsgemeinschaften zur Versorgung und Integration von älteren Menschen mit geistiger und/oder körperlicher Behinderung eingerichtet.

Auch in diesen Gremien sind Vertreter der der LAG SELBSTHILFE angeschlossenen Mitgliedsorganisationen eingebunden. Im Bezirk Oberbayern vertritt der Geschäftsführer die LAG SELBSTHILFE als ständiges Mitglied.

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern

Der Geschäftsführer ist als Patientenvertreter Mitglied in diesem Ausschuss. Zusammen mit dem Patientennetzwerk Bayern hat die LAG SELBSTHILFE auf der Grundlage des SGB V die Besetzung der Zulassungs- und Berufungsausschüsse mit Patientenvertretern organisiert.

Forum Soziales Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Das vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen ins Leben gerufene Soziale Forum, bei dem auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. beteiligt ist, führt seine Arbeit unter dem Schwerpunkt „Fortschreibung des Sozialberichtes“ fort.

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Soziales Netz Bayern (SNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern ist Mitglied im Sozialen Netz Bayern, einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates. Die LAG SELBSTHILFE ist ständiges Mitglied in der Planungsgruppe des Sozialen Netz Bayerns.

Bei Planungen zu Veranstaltungen des SNB trägt sie immer wieder aktiv bei und kann so auch auf die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung aufmerksam machen.

Patientennetzwerk Bayern (PNB)

Die LAG SELBSTHILFE ist nach SGB V § 140 F in den Ausschüssen von Ärzten und Krankenkassen mit Vertretern beteiligt und hat zu diesem Zweck in Bayern bereits 2005 ein Patientennetzwerk mit den anderen maßgeblichen Organisationen gegründet. Das PNB benennt die Patientenvertreter in den Zulassungs- und Berufungsausschüssen. Zur Schulung der Patientenvertreter in den Ausschüssen wurde vom PNB am 17. September 2009 zum vierten Mal eine Fortbildung organisiert.

Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)

Die Zusammenarbeit unserer LAG SELBSTHILFE e. V. und der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns hat sich im vergangenen Jahr erheblich intensiviert. Ausdruck dafür ist die gemeinsam durchgeführte Fachtagung „Patientenorientierung“ für deren Organisation es eine enge Abstimmung zwischen LAG SELBSTHILFE und KVB benötigte.

Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE, Reinhard Kirchner, hatte auch die Gelegenheit in einer Ausgabe der Verbandszeitschrift der KVB „Profund“ unsere LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als Interessenvertretung der Selbsthilfe von chronisch kranken und behinderten Menschen vorzustellen.

Die KVB betreibt ein Referentenpool bayerischer Ärzte und Ärztinnen für Selbsthilfegruppen. Hier haben Organisationen die Möglichkeit, Kontakt aufzunehmen mit Ärzten aus unterschiedlichen Fachrichtungen und Regionen Bayerns, die sich bereit erklärt haben, gemeinsam mit der Selbsthilfe zu verschiedenen Themen zu informieren.

Vorstands- und Verbandsarbeit

Der Vorstand traf sich im Berichtszeitraum zu Sitzungen:

  • 15. Dezember 2008
  • 02. März 2009
  • 11. Mai 2009
  • 28. Juli 2009
  • 28. September 2009

Themenschwerpunkte der Vorstandssitzungen waren u. a.:

  • Selbsthilfeförderungen durch die Krankenkassen nach SGB V
  • Pflegestützpunkte: Rolle der Selbsthilfe
  • Inklusion
  • Reform der Eingliederungshilfe
  • Assistenzleistungsgesetz
  • Haushalts- und Verwendungsnachweis
  • Projekte der LAG SELBSTHILFE

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e. V.

Die BAG SELBSTHILFE ist Dachverband von 104 bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen, 14 Landesarbeitsgemeinschaften und vier Fachverbänden.

Zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen finden halbjährlich Treffen der 14 Landesarbeitsgemeinschaften und der BAG SELBSTHILFE statt. Die Vorbereitung dieser Treffen wird von der LAG SELBSTHILFE Bayern organisiert. Der Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern ist Sprecher des Ständigen Ausschusses der Landesarbeitsgemeinschaften in der BAG SELBSTHILFE.

Themen dieser Treffen sind u. a.:

  • Selbsthilfeförderung in Bund und Ländern,
  • Finanzierung der Landesarbeitsgemeinschaften,
  • Selbstverständnis und Struktur der Selbsthilfe,

· Mitgliedsbeitrag der Landesarbeitsgemeinschaften

  • Gesundheitsreform
  • Reform der Eingliederungshilfe
  • Inklusive Bildung
  • Umsetzung der UN-Konvention

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Förderung von Selbsthilfegruppen für chronisch kranke und behinderte Menschen

Bei der Verteilung von Fördermitteln des Staates – der Selbsthilfegruppenförderung nach Maßgabe der Richtlinien – konnte die LAG SELBSTHILFE im Bewilligungszeitraum des Jahres 2009 einen Förderbetrag von 140.000 € an die Selbsthilfegruppen weiterleiten.

Fortbildung von Personal in der Rehabilitation und von Maßnahmen für Familien mit Behinderten und Geschwisterkindern

Hier konnten insgesamt 13.838 € an die Selbsthilfegruppen weitergeleitet werden.

Begegnungs-, Freizeit- und Bildungsmaßnahmen für Behinderte

Hierbei belief sich der Betrag auf 15.083 €.

Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung

Die LAG SELBSTHILFE ist zuständige Stelle für die Beantragung von Stiftungsmitteln für den Behindertenbereich.

Im ersten Halbjahr 2009 konnten insgesamt 23.319,39 € weitergegeben werden.

Folgende Personen sind in den Gremien vertreten:

Stiftungsrat:

  • Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE
  • Susanne Ulrich, Stellvertreterin

Beihilfeausschuss:

  • Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE
  • Monika Müller, Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft e. V.

Bayerischer Invaliden-, Witwen- und Waisenfonds

Folgende Personen sind in den Gremien der Stiftung vertreten:

Stiftungsrat:

  • Reinhard Kirchner, Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE

Beihilfeausschuss:

  • Susanne Ulrich, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Monika Müller, Deutsche Heredo-Ataxie-Gesellschaft München e. V.

Zentrum der bayerischen Behindertenverbände

Eine der zentralen Aufgabe der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. ist nach wie vor die Beratung von Mitgliedsorganisationen und Selbsthilfegruppen aus dem Bereich chronisch kranker und behinderter Menschen. Täglich erreichen uns schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen von Selbsthilfeaktiven, Betroffenen oder Institutionen.

Das Spektrum der Anfragen reicht von juristischen Fragestellungen über die Weitervermittlung an Selbsthilfegruppen oder Organisationen bis hin zur Bitte um Unterstützung im Umgang mit den Sozialversicherungsträgern oder bei der Arbeits- und Wohnungssuche.

Ein großer Teil der Beratung nimmt auch die Frage nach der Erschließung von finanziellen Mitteln ein, wie z. B. die staatlichen Fördermittel oder die Erlangung von Stiftungsmitteln. Ein neues und sehr zeitintensives Aufgabenspektrum ist die Beratung bzgl. der Förderung von Selbsthilfe durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c.

Außerdem wird unser Zentrum der bayerischen Behindertenverbände nach wie vor als Tagungs- und Seminarort von unseren Mitgliedsverbänden rege genutzt. Die LAG SELBSTHILFE selbst und das Frauennetzwerk benötigen die Räume zunehmend für eigene Veranstaltungen, Fachtagungen, Arbeitskreise und Pressekonferenzen.

Ein Höhepunkt im Berichtszeitraum war sicherlich die Fachkonferenz „alle inklusive!“ zu der 100 Teilnehmer angereist waren. Die Organisation von fünf Arbeitsgruppen, des Mittagsessens der Teilnehmer sowie die Berücksichtigung der besonderen Bedürfnisse unserer chronisch kranken oder behinderten Teilnehmer, stellte die Mitarbeiter der Geschäftsstelle vor neue Herausforderung, die jedoch gut gemeistert werden konnten. Es hat sich gezeigt, dass unser Konzept eines Zentrums der bayerischen Behindertenverbände sich bewährt hat und auf eine anhaltende Nachfrage stößt.

Informationen der LAG SELBSTHILFE

Ein weiterhin wichtiges Informationsmedium ist unser regelmäßig erscheinender Informationsdienst. In den LAG-Informationen geben wir unsere Veranstaltungen bekannt, berichten über unsere Aktivitäten als Interessenvertretung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Bayern und informieren über ausgewählte Themen aus Sozialpolitik, Recht und öffentlichen Diskussion. Auch unsere Mitgliedsverbände erhalten die Gelegenheit, eigene Veranstaltungen anzukündigen oder auf Veröffentlichungen hinzuweisen. Auf unseren Internet-Seiten berichten wir über aktuelle Themen, außerdem kann man hier auch eine Liste der Mitgliedsorganisationen sowie deren Kontaktdaten zugreifen.

Ausblick

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention, den geplanten Reformen zur Eingliederungshilfe,

und den neu eingerichteten Pflegestützpunkten sind neue Themenbereiche entstanden, in die sich künftig die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e. V. einbringen wird.

Mit den bereits etablierten Großveranstaltungen zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai und auch mit der Beteiligung an der im Herbst stattfindenden ConSozial soll die Kontinuität der Öffentlichkeitsarbeit unserer LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. fortgesetzt werden.

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. wird auch in Zukunft die Mitgliedsverbände zu aktuellen sozialpolitischen Themen informieren und ggf. in Arbeitskreisen Stellungnahmen zu aktuellen sozialpolitischen Themen entwickeln.

Nachdem im zurückliegenden Berichtszeitraum aufgrund der großen Nachfrage erstmalig auch Seminare zum Vereins- und Verbandsrecht angeboten wurden, werden wir auch künftig Fachseminare zu diesen Themen anbieten.

Das Jahr 2010 wird vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftskrise sicher auch für die Selbsthilfe kein leichtes Jahr. Wir können nur hoffen, dass Dank der Unterstützung und institutionellen Förderung unserer Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung auch in Zukunft die allseits gelobte und für die Selbsthilfeverbände und Gruppen notwendige Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. im gleichen Maße fortgesetzt werden kann.

Dies erfordert weiterhin die Aufrechterhaltung einer staatlichen Förderung der Selbsthilfegruppen und eines kontinuierlichen Ausbaus der LAG SELBSTHILFE Bayern e. V..

Logo von Bayerisches Staatministerium fr Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

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