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Tätigkeitsbericht 2012/2013

Tätigkeitsbericht von Vorstand und Geschäftsführung

der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V. (LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.)

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände Orleansplatz 3, 81667 München

Zeitraum: 29. November 2012 – 28. November 2013

 

Inhalt

Vorstand und Geschäftsführung

Vorwort

105 Mitgliedsverbände

Festveranstaltung 40 Jahre Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. und Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers, Reinhard Kirchner

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 6. Mai 2013 auf dem Münchner Marienplatz

Fachveranstaltung „Familienorientierte Selbsthilfe“ der LAG SELBSTHILFE Bayern und der AOK Bayern am 13. November 2013

Europaweiter Tag der seltenen Erkrankungen in Nürnberg am 28. Februar 2013  

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20c 

Selbsthilfeförderung nach SGB V § 20c: Selbsthilfevertretertreffen in Nürnberg

Arbeitskreis  Selbsthilfeförderung 

Runder Tisch der Fraktionen im Bayerischen Landtag zum Entwurf des Bayerischen Aktionsplans 

Gründungssitzung „Landesarbeitsgemeinschaft Prävention“ (LAGeP) im Bayerischen Gesundheitsministerium 

Relaunch der Internetseite der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Personelle Veränderungen 

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM) 

Aktionsbündnis 5. Mai 

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen 

Mitarbeit in den Gremien 

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden 

Vorstand

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V. 

Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V §20c

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern  

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände 

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Ausblick

 

Vorstand und Geschäftsführung 

Vorstand
Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender
Helga Jäniche, Stellvertretende Vorsitzende
Peter Klingensteiner, Schatzmeister
Brigitta Stuber, Schriftführerin
Weitere Vorstandsmitglieder:
Anne Hirschmann, Karlheinz Möhrmann, Christian Seuß

Ehrenvorsitzender Maximilian H. Maurer

Geschäftsführung
Nicole Lassal, Geschäftsführerin (seit 1. Dezember 2012)

Geschäftsstelle
Referentinnen
Viviane Schachler (seit 18. Februar 2013)
Susanne Ulrich

Sekretariat
Roswitha Gailer
Hülya Naimen (bis 26. März 2013 in Elternzeit)/Monica Reinoss (bis 25. März 2013 Vertretung)

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern
Ute Strittmatter, Leitung
Ute Schön, Fachreferentin (bis 30. September 2013) Dunja Robin, Fachreferentin (ab 1. November 2013)

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)
Britta Achterkamp, Leitung
Thomas Asam, Referent
Nicole Hauf, Sachbearbeitung  

Vorwort

Ein wesentliches Ereignis im Berichtszeitraum war die Feier unserer Dachorganisation zum 40-jährigen Bestehen mit einem weiten und vielfältigen Kreis von Gästen. Auf der Feier wurde eindrücklich die Bedeutung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als demokratisch legitimierte Interessensvertretung der betroffenen behinderten und chronisch kranken Menschen in Bayern deutlich.

Geprägt wurde das Jahr auch vom Geschäftsführerwechsel in der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Frau Nicole Lassal, die bereits seit über 15 Jahren als Referentin für die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. tätig war, trat ab 1. Dezember 2012 die Nachfolge des langjährig vorangegangenen Geschäftsführers, Herrn Reinhard Kirchner, an. Durch diese Nachfolge konnte die Kontinuität in der Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern gewährleistet werden. Die neue Geschäftsführerin konnte lückenlos die bisherige Arbeit der Geschäftsstelle und die zahlreichen Aufgaben der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als Interessensvertretung der verbandlich organisierten Selbsthilfe weiterführen.

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. brachte sich in zahlreichen Gremien in allen relevanten Politikbereichen ein, unterstützte die Arbeit ihrer Mitgliedsverbände, beriet die Selbsthilfeförderpolitik, organisierte Veranstaltungen und beteiligte sich am öffentlichen Geschehen und in Netzwerken, wenn es um die Verwirklichung und Umsetzung der Rechte behinderter und chronisch kranker Menschen ging. Zentraler Schwerpunkt der Arbeit ist die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) in Bayern und in den Kommunen, im Berichtszeitraum ist hier die begleitende Beratung bei der Erstellung eines Bayerischen Aktionsplans zu nennen. 

Durch die bereits seit mehreren Jahren bestehende Trägerschaft für den Fachdienst „Integration Taubblinder Menschen“ und das „Netzwerk von und für Frauen und Mädchen in Bayern“ war es weiterhin möglich auch Schwerpunktbereiche in der Politik von und für Menschen mit Behinderungen vertieft und kontinuierlich weiterzuverfolgen.

Als Ausbau des Informationsangebots für die Mitgliedsverbände, Politik, Verwaltung sowie Versorgungssysteme und alle weiteren Interessierten konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Sommer 2013 mit einer barrierearmen Neugestaltung ihrer Internetseite unter www.lag-selbsthilfe-bayern.de online gehen.  

Tätigkeitsbericht

105 Mitgliedsverbände

Als neue Verbände wurden bei der letzten Mitgliederversammlung am 28. November 2012 in den Räumen der Hypo-Vereinsbank Haus Ost in München aufgenommen:

  • Bundesverband AUGE e.V.
  • Netzwerk Neuroendokrine Tumoren (NeT) e.V.

Damit haben sich 105 landesweit tätige Selbsthilfeorganisationen unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. zu-sammengeschlossen.

Festveranstaltung 40 Jahre Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. und Verabschiedung des langjährigen Geschäftsführers, Reinhard Kirchner

am 28. November 2012 in den Räumen der Hypo-Vereinsbank Haus Ost, großer Sitzungssaal, in München

Zum Festakt kamen ca. 250 Teilnehmer aus ganz Bayern und anderen Bundesländern, um 40 Jahre LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Revue passieren zu lassen und den hauptamtlichen Geschäftsführer, Reinhard Kirchner, nach beinahe 25-jähriger Tätigkeit zu verabschieden.

 

Gaeste 40 Jahre LAG SELBSTHILFE

 

In den Grußworten der Gäste wurde deutlich, dass sich die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. von einem ehemals losen Zusammenschluss von fachspezifischen Behindertenselbsthilfeverbänden zu einer schlagkräftigen Spitzenorganisation der Selbsthilfe von chronisch kranken und behinderten Menschen und ihren Angehörigen in Bayern entwickelt hat, die heute in zahlreichen Gremien wirksam die Interessen der betroffenen Menschen vertritt.

Grußworte sprachen:

  • Franz Maget, MdL, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, SPD-Fraktion
  • Brigitte Meyer, MdL, FDP-Fraktion
  • Renate Ackermann, MdL, Bündnis 90/Die Grünen
  • Joachim Unterländer, MdL, CSU-Fraktion
  • Dr. Peter Bauer, MdL, Freie Wähler Landtagsfraktion
  • Ministerialdirigent Burkhard Rappl, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen
  • Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung
  • Dr. Martin Danner, Geschäftsführer der BAG SELBSTHILFE
  • Christoph Nachtigäller, Vorsitzender der Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen (ACHSE) e.V.

Reinhard Kirchner bedankte sich für die Zusammenarbeit und Mitwirkung während seiner Zeit als Geschäftsführer, die Geschenke und Worte zu seinem Abschied.

Im feierlichen Rahmen wurde die Geschäftsführung an die neue Ge-schäftsführerin, Nicole Lassal, übergeben.  

 

Geschäftsfuehrung Uebergabe

Übergabe Geschäftsführung: Reinhard Kirchner und Nicole Lassal

 

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 6. Mai 2013 auf dem Münchner Marienplatz unter dem Motto:

„Selbstbestimmt dabei. Immer.“

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., die bereits zum 16. Mal die Federführung für das Aktionsbündnis und somit auch die Organisation dieses Tages übernommen hatte, präsentierte sich zusammen mit über vierzig Selbsthilfegruppen, -verbänden und -initiativen auf dem Münchner Marienplatz. In Anlehnung an das Themenjahr 2013 der Antidiskriminierungsstelle des Bundes entschied sich das Aktionsbündnis für obiges Motto. Wir konnten uns über großes Interesse an unserem Tag freuen.  

 

Publikum am Marienplatz

auf dem Münchner Marienplatz

 

Ein durchgehendes Programm auf der Bühne gab inhaltliche Impulse viel-fältigster Art zum Thema Recht auf Selbstbestimmung für alle Bürger unserer Gesellschaft.

In der Diskussion der Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Nicole Lassal, mit Landtagspolitikern vom Bündnis 90/Die Grü-nen, Frau Margarete Bause - Eva Gottstein, Freie Wähler - Brigitte Meyer, FDP - Kathrin Sonnenholzer, SPD - Joachim Unterländer, CSU und dem Vertreter des Behindertenbeauftragten der Stadt München, Johannes Messerschmid, konnten wir das Einfordern unseres Rechts auf Selbstbestimmung zu folgenden Schwerpunkten ansprechen:

  • Wahlrecht für alle
  • Bildungsorte offen und zugänglich für alle
  • Selbstbestimmte und freie Wahl des Wohnorts
  • Gleichwertige Beteiligung aller an den gesellschaftlich relevanten Regelungen, d.h. auch in Form der Anerkennung und Einbeziehung unserer Selbstvertretungsstrukturen  

 

 Podiumsdiskussion auf der BuehnePolitikerrunde v.l.: J. Messerschmid, J. Unterländer, M. Bause, K. Sonnenholzer, B. Meyer, E. Gottstein; Nicole Lassal, Geschäftsführung LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Moderation

Mit diesem Tag konnte das Aktionsbündnis auch deutlich zum Ausdruck bringen, dass wir nicht nachlassen werden, unsere Rechte als Bürger in dieser Gesellschaft einzufordern.

Fachveranstaltung „Familienorientierte Selbsthilfe“ der LAG SELBSTHILFE Bayern und der AOK Bayern

am 13. November 2013 in den Räumen der AOK Bayern

Bei dieser Fachtagung standen Angebote und das Potential familienorientierter Selbsthilfe im Mittelpunkt. Vorgestellt wurde der Leitfaden zur Weiterentwicklung von Angeboten für Angehörige in der Selbsthil-fe, der aus einem gemeinsamen Projekt auf Bundesebene der BAG SELBSTHILFE in Zusammenarbeit mit dem AOK-Bundesverband erarbeitet wurde.

Anhand von bestehenden Projekten unserer Mitgliedsverbände fand ein Austausch und Einstieg in die Diskussion „Familienorientierte Selbsthilfe“ statt:

  • Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.: Erfahrungsaustausch unter Familien mit blinden oder sehbehinderten Kindern
  • Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V.: Angebote für Angehörige und Partner
  • Bayerische Krebsgesellschaft e.V.: Projekt Hilfen für Familien
  • Autismus Oberbayern e.V.: Geschwisterprojekte und Geschwisterseminare
  • Elternhilfe für Kinder mit Rett-Syndrom, LV Bayern e.V.: Angebote für Geschwister und Mütter

Außerdem ging es um Erkenntnisse, wie Selbsthilfeorganisationen in ihrer Arbeit noch stärker auf die Bedürfnisse von Familienmitgliedern eingehen können. Weiter wurden von Seiten der AOK Bayern Finanzierungsmöglichkeiten von familienorientierten Selbsthilfeangeboten aufgezeigt, um damit Anregungen für künftige Projekte zu geben. Mit dieser Fachveranstaltung wurde erstmals eine Kooperation der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und der AOK Bayern durchgeführt.

Europaweiter Tag der seltenen Erkrankungen in Nürnberg

am 28. Februar 2013

Im Rahmen des internationalen Tages der Seltenen Erkrankungen fand in Nürnberg am 28. Februar 2013 ein Aktionstag statt. Er wurde organisiert und durchgeführt von der Dt. Syringomyelie und Chiari Malformation e.V. (DSCM), Ortsgruppe Nürnberg.

Die Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Nicole Lassal, beteiligte sich am Pressegespräch und konnte darauf aufmerksam machen, dass niemand aufgrund seiner chronischen (seltenen) Erkrankung oder Behinderung weder von sozialer Teilhabe noch von qualitativ hochwertiger medizinischer Versorgung und Rehabilitation ausgeschlossen werden darf.

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20c

2008 wurde die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20c neu geregelt. Bei den Vergabesitzungen der pauschalen Mittel für Landesorganisationen der Selbsthilfe wurde die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern sowie der Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe beratend beteiligt. Im Förderjahr 2012 wurden die landesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen mit ca. 579.000 Euro gefördert.

Die Selbsthilfeförderung für örtliche Selbsthilfegruppen wird ebenfalls nach einem bayernweiten Verfahren durchgeführt und die Vergabe der Mittel über die von den Selbsthilfekontaktstellen eingerichteten zwölf Runden Tische abgewickelt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. konnte für die Vergabeausschüsse jeweils einen Vertreter sowie Stellvertreter benennen. Die Bayerischen Selbsthilfegruppen erhielten insgesamt ca. 2,45 Mio. Euro.

Selbsthilfeförderung nach SGB V § 20c: Selbsthilfevertretertreffen in Nürnberg

Am 21. November 2013 fand in Nürnberg der traditionelle Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus der Selbsthilfe, die an den Vergabesitzungen zur regionalen Selbsthilfeförderung der Krankenkassen beteiligt sind, statt. Die Fortführung der von der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. begründeten Tradition des jährlichen Erfahrungsaustauschs wird von den Selbsthilfevertretern an den Runden Tischen ausdrücklich gewünscht. Beim diesjährigen Treffen ging es neben dem Austausch über die Arbeit bei den Vergabesitzungen schwerpunktmäßig um die Umsetzung des neuen Leitfadens zur Selbsthilfeförderung auf der regionalen Ebene.

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung

Zur Organisation und Abwicklung der regionalen Selbsthilfeförderung, der Förderung der Landesorganisationen sowie der Förderung der Selbsthilfe-kontaktstellen in Bayern haben die Krankenkassen und die SeKo Bayern einen gemeinsamen Arbeitskreis eingerichtet, der bereits seit vielen Jahren Bestand hat. Am Teilnehmerkreis ist auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligt und wird in den Sitzungen von der Geschäftsführerin vertreten. Schwerpunktthema in diesem Jahr war die Bedeutung des überarbeiteten Leitfadens zur Selbsthilfeförderung der gesetzlichen Krankenkassen für die Arbeit an den Runden Tischen und für die Förderung von Landesverbänden.

Runder Tisch der Fraktionen im Bayerischen Landtag zum Entwurf des Bayerischen Aktionsplans

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hatte sich bereits 2012 im Rahmen des Landesbehindertenrats und eines „Runden Tisches zum Bayerischen Aktionsplan“ im Bayerischen Landtag in Form einer geleiteten Unterarbeitsgruppe zum Thema „inklusiver Sozialraum“ an den Beratungen und Diskussionen zur Entstehung des Bayerischen Aktionsplans beteiligt. Die „Schwerpunkte der Bayerischen Politik für Menschen mit Behinderung im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention“ (Bayerischer Aktionsplan) wurden am 12. März 2013 vom Ministerrat beschlossen. Im Aktionsplan hätte sich die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. u.a. verbindlichere Zielperspektiven und Zeitstrukturen sowie konkrete Finanzierungsgrundlagen gewünscht. Positiv ist die starke Positionierung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als die Dachorganisation der verbandlichen Selbsthilfe in Bayern im Aktionsplan unter „3.12 Selbsthilfe“: „Bestandsaufnahme: … Wichtiger Partner ist … die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V. (LAG SELBSTHILFE Bayern) … Mit ihrer Vereinsstruktur versteht sich die LAG SELBSTHILFE Bayern als legitimer Interessensvertreter chronisch kranker, behinderter Menschen und ihrer Angehörigen in Bayern. … Die LAG SELBSTHILFE Bayern wird vom StMAS wesentlich finanziell gefördert. Die selbsthilfeorientierten Verbände und deren Organisationen sind Ansprechpartner der Betroffenen, aber auch Kooperationspartner der Politik und Vertreter der Anliegen und Interessen behinderter und chronisch kranker Menschen, die sich zunehmend einbringen wollen in die Gestaltung einer möglichst inklusiven Gesellschaft. … Zielsetzung: Stärkung der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung von Menschen mit Behinderung durch Förderung der Selbsthilfe … Maßnahmen: … Weiterführung der Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern. …“   

Gründungssitzung „Landesarbeitsgemeinschaft Prävention“ (LAGeP)

im Bayerischen Gesundheitsministerium am 31. Januar 2013

Die Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Nicole Lassal, nahm an der Gründungssitzung der LAGeP im Januar 2013 teil. Das „Dach des Bayerischen Zentrums für Prävention und Gesundheitsförderung“ ist beim Bayerischen Gesundheitsministerium angesiedelt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist dort nun seit Anfang des Jahres 2013 zusammengeschlossen im Austausch mit Wissenschaft, Sozialversicherungsträgern, Wohlfahrtsverbänden, gemeinnützigen Verbänden, Sport- und Bildungsverbänden, Ärzten, Apothekern, Psychotherapeutenkammer und Vertretern staatlicher Einrichtungen. Ziel ist es, die Gesundheitsvorsorge und -förderung in Bayern weiter voranzubringen. Die LAGeP will in Form eines Kompetenzzentrums auf Landesebene eine gemeinsame Bayerische Präventionsstrategie entwickeln und umsetzen.

Relaunch der Internetseite der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., finanziert durch die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen, einen barrierearmen Neuauftritt im Internet unter der Adresse www.lag-selbsthilfe-bayern.de realisieren. Die Internetseite veröffentlicht ein breites Spektrum an Informationen zu unserer Arbeit wie z.B. die regelmäßig erscheinenden LAG-Informationen, Positionspapiere oder Fachtagungen. Auf alle Mitgliedsorganisationen sowie deren Kontaktdaten kann unter einer eigenen Rubrik und mit Hilfe eines Suchsystems zugegriffen werden. Unter der Rubrik „Aktuell“ werden kontinuierlich Neuigkeiten eingestellt.

Personelle Veränderungen

Eine Referentenstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit Februar 2013 mit Frau Viviane Schachler neu besetzt. Im Rahmen der Neubesetzung konnte auch die Stundenzahl der hauptamtlichen Stelle erweitert werden.

 

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Trägerin des Netzwerks von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern.

In Zusammenarbeit mit den Netzwerkfrauen Bayern hat sich die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als Trägerin der Netzwerkfrauen Bayern für das durch das Bayerische Sozialministerium ausgeschriebene Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ beworben. Die Laufzeit des Projekts ist für 3 Jahre angelegt. Es soll voraussichtlich 2014 seine Arbeit aufnehmen. Ziel ist es, Frauen mit Behinderung in Einrichtungen der Behindertenhilfe zu Frauenbeauftragten auszubilden. So soll ein Weg bereitet werden, sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen mit Behinderung in Einrichtungen entgegenwirken zu können. 

Besonders hervorzuheben für das Jahr 2012/2013 ist, dass die Netz-werkfrauen Bayern am 19. März 2013 im alten Münchner Rathaussaal den Anita-Augspurg-Preis 2012 der Landeshauptstadt München überreicht bekamen. Damit wurde die hervorragende Arbeit des Frauennetzwerks Bayern gewürdigt, bei der die Netzwerkfrauen beharrlich ihr Ziel verfolgen, dass Frauen und Mädchen mit Behinderung selbstbestimmt und gleichberechtigt in unserer Gesellschaft leben können.

Eine größere Veranstaltung im Rahmen der Arbeit der Netzwerkfrauen Bayern war die Organisation einer Lesung am 20. März 2013 in den Räumen der Hypo-Vereinsbank Haus Ost in Zusammenarbeit mit dem Patmos Verlag. Die Autorin Zuhal Soyhan las aus ihrem Buch „Ungebrochen - Mein abenteuerliches Leben mit der Glasknochenkrankheit". Durch den Auftritt wurde thematisiert, dass Frauen mit Behinderung, Migrationshintergrund und als Frau ein fester und bereichernder Bestandteil der Gesellschaft sein können.

 

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern  (ITM)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Trägerin des „überregionalen Fachdienstes in Bayern zur Verbesserung der Teilhabe taubblinder Menschen in der Gesellschaft (ITM)“.

Als wesentlichen Erfolg in Richtung Teilhabe taubblinder Menschen an der Gesellschaft konnten LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und der Fachdienst ITM für das Jahr 2013 die Einführung eines Bayerischen Taubblindengeldes in doppelter Höhe des Blindengeldes verzeichnen, wofür wir auch gemeinsam mit unseren Projektpartnern lange gekämpft haben.

Um das Interesse, ggf. auch an einer Ausbildung zur Begleitung taubblinder Menschen zu fördern, bietet ITM in regelmäßigen Abständen für Interessierte eine kostenlose Einführung in die Taubblindenbegleitung in Form eines dreitägigen Seminars an. 

Auf Antrag der LAG SELBSTHILFE erhielt der Fachdienst ITM einen Sitz im Gemeinsamen Fachausschuss Taubblind auf Bundesebene, wodurch die inhaltlichen Impulse von der Bundesebene nach Bayern und zurück eine deutliche Stärkung erfahren.

Aktionsbündnis 5. Mai

Zur Vorbereitung der Veranstaltung zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen, beruft die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. traditionell einen Arbeitskreis, bei dem alle am Aktionstag beteiligten Gruppen und Initiativen mitwirken können.

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Der Förderverein der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist eine wichtige Stütze zur Erbringung der erforderlichen Eigenmittel für die Bewilligung des Gesamtzuschusses durch das Bayerische StMAS.

 

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen

Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Seit 1990 ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Mitglied im Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V.

Zwischen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V. besteht eine enge Kooperation.

Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e. V. (abm)

Im Programmbeirat der abm vertritt Frau Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., die Interessen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und ihrer Mitgliedsverbände.

Aktion Knochenmarkspende Bayern  e. V.

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Gründungsmitglied der Aktion Kno-chenmarkspende. Dr. Josef Pettinger, Vorstandsvorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., ist im Vorstand der Stiftung.

Landeszentrale für Gesundheit in Bayern  e. V. (LZG)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied der LZG und wird in den Sitzungen von der Geschäftsführerin vertreten.

Europäische Bewegung Bayern e. V.

Die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, vertritt die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei den Tagungen und Mitgliederversammlungen.

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern 

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist auch Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Bayern.

 

Mitarbeit in den Gremien

Bayerischer Landesbehindertenrat

Im Landesbehindertenrat sind aus der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. folgende Personen vertreten: Frau Helga Jäniche, Deutsche Rheumaliga Landesverband Bayern  e.V. und stellvertretende Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Herr Christian Seuß, Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V., Herr Dr. Jürgen Auer, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Bayern e.V., Frau Cornelia von Pappenheim, Landesverband Bayern der Gehörlosen e.V. und die Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Nicole Lassal. Auch Frau Ute Strittmatter vom Frauennetzwerk hat Sitz und Stimmrecht. Stellvertretende Personen aus der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sind: Herr Peter Klingensteiner, Deutsche Hämophilie Gesellschaft zur Bekämpfung von Blutungskrankheiten e.V., Herr Karl Heinz Möhrmann, Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V., Frau Konstanze Riedmüller, Landesverband Bayern für körper- und mehrfachbehindere Menschen e.V., Frau Eva Straub, Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V. und Frau Brigitta Stuber, Autismus Bayern, Landesverband Bayern e.V.

Es wurde ein Positionspapier zur beratenden Rolle des LBR verabschiedet. Die Qualität der Beratung zu politischen Vorhaben oder bei geplanten Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung soll aus der Perspektive der eigenen Betroffenheit von chronisch kranken und behinderten Menschen heraus liegen. Der LBR wird nur dann aktiv, wenn die Bayerische Staatsregierung zu politischen Weichenstellungen im Sozialbereich oder bei brisanten Themen den Rat dieses Gremiums wünscht.

Bayerischer Landespflegeausschuss des StMAS

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit 1995 stimmberechtigtes Mitglied im Landespflegeausschuss und wird von der Geschäftsführerin bei den Sitzungen vertreten. Das Thema „Selbsthilfe und Pflege“ wird angesichts der steigenden Zahl von Menschen mit Behinderung im Alter in Zukunft ein wichtiges Thema der Verbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sein.

Bayerischer Landesgesundheitsrat

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ordentliches Mitglied im Landesge-sundheitsrat und wechselt den Sitz jährlich alternierend mit der SeKo Bayern. Eines der Hauptthemen im Berichtszeitraum war die Neufassung der Bedarfsplanungsrichtlinie. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wies in dem Zusammenhang u.a. darauf hin, dass die Barrierefreiheit in den Arztpraxen ein wesentliches Zulassungskriterium für Ärzte sein muss, auch mit Blick auf die UN-Behindertenrechtskonvention.

Bayerischer Landesschulbeirat, Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei den Sitzungen des Landesschulbeirates vertritt die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Vertretung ist Frau Susanne Ulrich (Referentin).

Der Landesschulbeirat befasst sich auch schwerpunktmäßig mit der Umsetzung der Inklusion an Bayerischen Schulen. Auch in diesem Gremium hat die Geschäftsführerin sich für die Inklusion von chronisch kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen in allen Schulbereichen eingesetzt.

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. begrüßt Modelle zur inklusiven Beschulung, wie bereits an mehreren Stellen in Bayern umgesetzt. In einem Flächenland wie Bayern sollte es aber Ziel sein, die Inklusion behinderter Schüler vor Ort auch unabhängig von Modellprojekten zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang weist die LAG SELBSTHILFE auf die Notwendigkeit der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Inklusion als Voraussetzung hin. 

Runder Tisch Zukunft der Behindertenhilfe im StMAS

Eine Unterarbeitsgruppe hat unter Mitarbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 2012 eine Handreichung erarbeitet. Diese Handreichung „Eckpunkte zur Umsetzung dezentraler Wohnstrukturen für Menschen mit körperlicher Behinderung, Sinnesbehinderung und/oder geistiger Behinderung unter dem Aspekt der Inklusion“ wurde im Januar 2013 erneut diskutiert und verabschiedet.

Beratender Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt SGB IX § 103

In dem auf Landesebene gebildeten Beratungsausschuss vertritt die Ge-schäftsführerin, Frau Nicole Lassal, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Susanne Ulrich, Referentin, ist Stellvertreterin. In diesem Ausschuss werden u.a. die Mittel der Ausgleichsabgabe, Höhe und Verwendung, thematisiert. Auch im Widerspruchsausschuss bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Vertreter benennen. Der Widerspruchsausschuss entscheidet, ob Widersprüche gegen Entscheidungen in Kündigungsschutzverfahren, im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben und bei der Erhebung der Ausgleichsausgabe stattgegeben oder ob er zurückgewiesen wird.

Gremium zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung (GSV) im Bezirk Oberbayern

In dem im Jahr 2007 gegründeten Gremium ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. durch die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, in den zweimal im Jahr stattfindenden Sitzungen kontinuierlich vertreten.

Das Gremium hat weitere Unterarbeitsgruppen und Projekte gegründet. Frau Lassal nahm an der Unterarbeitsgruppe „Trägerübergreifendes persönliches Budget“ teil, die über die Umsetzungsschwierigkeiten und Lösungswege in diesem Bereich beriet. Ebenso begleitete die Geschäftsführerin das Projekt 14, wo durch die modellhafte Erprobung der Dezentralisierung von Einrichtungen der Behindertenhilfe Steuerungsmechanismen für die Umsetzung entwickelt werden sollten. Mittlerweile sind 9 Modellprojekte ausgewählt, die nun die Dezentralisierung umsetzten. Das Modellprojekt wird auch wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern

Die Vorstandsmitglieder der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Helga Jäniche und Herr Peter Klingensteiner, sowie die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, sind als Patientenvertreter Mitglied in diesem Ausschuss. Zusammen mit dem Patientennetzwerk Bayern (PNB) hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auf der Grundlage des SGB V die Besetzung der acht Zulassungs- und zwei Berufungsausschüsse mit Patientenvertretern organisiert. In die Zulassungsausschüsse entsendete die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 23 Vertreter und Stellvertreter, die Berufungsausschüsse waren mit fünf Vertretern und Stellvertretern der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. besetzt.

Erweiterter Landesausschuss / gemeinsames Landesgremium

2013 neu geplante Gremien sind der erweiterte Landesausschuss nach § 116b Abs. 2 SGB V und das gemeinsame Landesgremium nach § 90a SGB V, für die Diskussionsentwürfe vorliegen. In Zusammenarbeit mit dem Patientennetzwerk Bayern wird dann auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. diese Gremien als Patientenvertreterin besetzen.

Forum Soziales Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Im Forum Soziales Bayern wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. durch die Geschäftsführerin vertreten. Es gab eine Neustrukturierung in Form von drei Arbeitsgruppen, wobei die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. an der Arbeitsgruppe „Soziales“ teilnahm. Themenschwerpunkte der Sitzungen waren Teilhabe von Menschen mit Behinderung, Zukunftssicherung der gesetzlichen Rente, Absicherung von Sorgearbeiten wie z.B. der Pflege von Angehörigen. Es konnte ein Positionspapier erarbeitet und der Staatsministerin Christine Haderthauer vorgestellt werden.

Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten Irmgard Badura

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligte sich an den Beratungsgremien der Bayerischen Behindertenbeauftragten zu den Themen „Bildung“, „Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben“, „Bauen“ und „Mobilität und Tourismus“. Themen waren u.a. ein Konzept für unabhängige Beratungsstellen zur Inklusion im Bildungsbereich, barrierefreier Umbau von bayerischen Denkmälern, Programm „Schaffung von Außenwerkstattplätzen“ etc.

Zusammenarbeit mit der Patientenbeauftragten Dr. Gabriele Hartl

Die Geschäftsführerin vertrat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei den Sitzungen des „Runden Tisches Patientenrechte“ der Bayerischen Patientenbeauftragten. Es wurde u.a. eine Patientenberatungsbroschüre mit den Beratungsangeboten aller Akteure im Gesundheitswesen erarbeitet sowie die Auswirkung des neuen Patientenrechtegesetzes in Bayern diskutiert.

Landesarbeitsgemeinschaft Prävention (LAGeP) im Bayerischen Gesundheitsministerium

siehe oben "Gründungssitzung"

 

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Soziales Netz Bayern (SNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied im Sozialen Netz Bayern, einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ständiges Mitglied in dem vorbereitenden Arbeitskreis für das SNB.

Das SNB gab im Oktober 2012 eine Stellungnahme zum Entwurf des Bayerischen Aktionsplanes ab.

Am 6. Juni 2013 veranstaltete es eine Pressekonferenz zu Forderungen an die zukünftige Staatsregierung und verfasste dazu das Papier „Aus Missständen Konsequenzen ziehen! Aktiv gegen prekäre Arbeit, Armut im Alter und ungerechte Verteilung in Bayern“. 

Patientennetzwerk Bayern (PNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist nach SGB V § 140 f in den Ausschüssen von Ärzten und Krankenkassen mit Vertretern beteiligt und hat zu diesem Zweck in Bayern bereits 2005 ein Patientennetzwerk (PNB) mit den anderen maßgeblichen Organisationen gegründet. Das PNB benennt die Patientenvertreter in den Zulassungs- und  Berufungsausschüssen.

Im Juli 2013 organisierte das PNB bereits zum fünften Mal eine Fortbildung für die Patientenvertreter in Bayern in den Räumen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Inhalt der Fortbildung war die Reform der Bedarfsplanung in Deutschland und die Auswirkungen auf Bayern sowie die Patientenvertretung in der Bedarfsplanung vom Gemeinsamen Bundes-ausschuss bis zu Zulassungs- und Berufungsausschüssen. 

Weitere Kooperationspartner

Zur Vorbereitung und Durchführung eines zweiten bayernweiten Tages der Seltenen Erkrankungen Anfang 2014 in München plant die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eine gemeinsame Veranstaltung mit der KVB, der Bayerischen Landesärztekammer, dem Bayerischen Apothekerverband e.V., SeKo Bayern, Achse e.V. sowie der Care for Rare Stiftung.

Die gute Zusammenarbeit mit der gesetzlichen Krankenversicherung wurde durch die gemeinsame Fachtagung mit der AOK Bayern zum Thema „Familienorientierte Selbsthilfe“ dokumentiert.

U.a. beim Thema Selbsthilfeförderung (Staatliche Förderung, Förderung der GKV) arbeitet die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband im Sinne der Unterstützung der Anträge unserer Mitglieder und der Selbsthilfegruppen zusammen. Eine traditionell gute Kooperation bei vielen Themen existiert auch mit dem VdK.

 

Vorstand

Der Vorstand traf sich im Berichtszeitraum zu 5 Sitzungen:

  • 11. Dezember 2012
  • 11. März 2013
  • 14. Mai 2013
  • 10. Juli 2013
  • 25. September 2013

Themenschwerpunkte der Vorstandssitzungen waren u. a.:

  • Rückblick auf die 40-Jahrfeier der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Veranstaltung auf dem Münchner Marienplatz zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
  • Selbsthilfeförderung durch den Freistaat Bayern sowie die GKV
  • Frauenbeauftragte an Einrichtungen der Behindertenhilfe/Bewerbung um das Projekt
  • Neuwahl Vorstand
  • Fachtagung „Familienorientierte Selbsthilfe“

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V.

Die BAG SELBSTHILFE e.V. ist Dachverband von 116 bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen, 13 Landesarbeitsgemeinschaften und fünf Fachverbänden.

Zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen finden halbjährlich Treffen der 13 Landesarbeitsgemeinschaften und der BAG SELBSTHILFE e.V. statt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat sich seit Beginn an der Vorbereitung dieser Treffen beteiligt. Vom 24.-26. Oktober 2013 trafen sich die Landesarbeitsgemeinschaften und die BAG SELBSTHILFE in München bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. war somit auch Veranstalterin des Haupttreffens im zweiten Halbjahr 2013. Themen dieser Treffen sind u.a.:

  • Selbsthilfeförderung in Bund und Ländern
  • Finanzierung der Landesarbeitsgemeinschaften
  • Selbstverständnis und Struktur der Selbsthilfe
  • Gesundheitsreform
  • Patientenbeteiligung
  • Reform der Eingliederungshilfe
  • Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20c

Die LAG SELBSTHIFE Bayern e.V. ist beratendes Mitglied im Vergabeausschuss zur finanziellen Förderung von Landesverbänden der Selbsthilfe durch die gesetzlichen Krankenkassen, siehe auch Seite 11. Die Landesorganisationen der Selbsthilfe wurden 2013 insgesamt mit rund 716.000 Euro finanziell unterstützt.

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Förderung von Selbsthilfegruppen für chronisch kranke und behinderte Menschen

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit Jahren in das Antrags- und Bewilligungsverfahren eingebunden.

Bei der Verteilung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Bewilligungszeitraum des Jahres 2013 einen Förderbetrag von 134.800 € an die Selbsthilfegruppen weiterleiten.

Problematisch gestaltet sich zunehmend die Abgrenzung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung zur Kassenförderung nach §20c SGB V. Die Schwierigkeit ist, dass die Selbsthilfeförderung des Freistaates Bayerns eine freiwillige Leistung und damit gegenüber der Förderung durch die Krankenkassen als gesetzliche Leistung nachrangig ist. Inhaltlich richtet sich die Förderung des Freistaates Bayern jedoch an Selbsthilfegruppen für Inklusion und Teilhabe, während die Kassenförderung gesundheitsbezogene Selbsthilfe unterstützt. Es konnte auf Initiative der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. erreicht werden, dass von Seiten des StMAS anerkannt wurde, dass die beiden Förderungen unterschiedliche inhaltliche Zielsetzungen haben. In einem Informationsschreiben teilte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ihren Selbsthilfegruppen mit, wie das Förderverfahren in Zukunft angewendet wird. In diesem Bereich wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auch weiterhin aufmerksam die Entwicklung beobachten und sich für die Belange der verbandlichen Selbsthilfe einsetzen.

Fortbildung von Personal in der Rehabilitation und von Maßnahmen für Familien mit Behinderten und Geschwisterkindermaßnahmen

Auch bei dieser Fördermaßnahme können unsere Mitgliedsverbände ihren Antrag bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. einreichen. Im Jahr 2013 werden voraussichtlich 10.714,23 € an die Selbsthilfeverbände weitergeleitet werden.  

Förderung von Begegnungs-, Freizeit- und Bildungsmaßnahmen für behinderte Menschen

Diese Maßnahme wird durch die Bayerischen Bezirke gefördert.

Bezirk Oberbayern      11.055,44 €

Bezirk Oberpfalz         1.518,87 €

Bezirk Mittelfranken   keine Anträge

Bezirk Niederbayern    782,98 €

Bezirk Schwaben         216,50 €

Bezirk Unterfranken    keine Anträge

Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist zuständige Stelle für die Beantragung von Stiftungsmitteln für den Stiftungszweck II. Im ersten Halbjahr 2013 konnten insgesamt 12.600 € weitergegeben werden. Folgende Personen sind in den Gremien vertreten:

Stiftungsrat

  • Reinhard Kirchner, ehemaliger Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Helga Jäniche, Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Susanne Ulrich, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Stellvertreterin

Vergabeausschuss

  • Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Helga Jäniche, Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Ute Strittmatter, Leiterin der Netzwerkfrauen Bayern

Bayerischer Invaliden-, Witwen- und Waisenfonds

Folgende Personen sind in den Gremien der Stiftung vertreten:

Stiftungsrat und Vergabeausschuss

  • Reinhard Kirchner, ehemaliger Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Nicole Lassal, Geschäftsführerin LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Susanne Ulrich, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Stellvertreterin

 

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist die Beratung von Mitgliedsorganisationen und Selbsthilfegruppen aus dem Bereich chronisch kranker und behinderter Menschen. Täglich erreichen uns schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen von Selbsthilfeaktiven, betroffenen Menschen oder Institutionen.

Das Spektrum der Anfragen reicht von juristischen Fragestellungen über die Weitervermittlung an Selbsthilfegruppen oder Organisationen bis hin zur Bitte um Unterstützung im Umgang mit den Sozialversicherungsträgern oder bei der Arbeits- und Wohnungssuche.

Einen großen Teil der Beratung nimmt auch die Frage nach der Erschließung von finanziellen Mitteln ein, wie z.B. die staatlichen Fördermittel oder die Erlangung von Stiftungsmitteln. Ein sehr zeitintensives Aufgabenspektrum ist die Beratung bzgl. der Förderung von Selbsthilfe durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c.

Außerdem wird unser Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände nach wie vor als Tagungs- und Seminarort von unseren Mitgliedsverbänden rege genutzt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. selbst und das Frauennetzwerk benötigen die Räume für eigene Veranstaltungen, Fachtagungen, Arbeitskreise und Pressekonferenzen. Es zeigt sich, dass unser Konzept eines Zentrums der Bayerischen Behindertenverbände auf eine anhaltende Nachfrage stößt.

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Ein weiterhin wichtiges Informationsmedium ist unser regelmäßig erscheinender Informationsdienst. In den LAG-Informationen geben wir unsere Veranstaltungen bekannt, berichten über unsere Aktivitäten als Interessenvertretung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Bayern und informieren über ausgewählte Themen aus Sozialpolitik, Recht und der öffentlichen Diskussion. Auch unsere Mitgliedsverbände erhalten die Gelegenheit, eigene Veranstaltungen anzukündigen oder auf Veröffentlichungen hinzuweisen. 2013 hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. einen großen Teil des Versandes der LAG-Informationen von Post- auf E-Mail-Versand umstellen können und somit auch die Barrierefreiheit der LAG-Informationen erweitert.

 

Ausblick

Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2009 hat einen Diskussionsprozess in Bund, Ländern und Kommunen angestoßen, der die Perspektive der Beteiligung der in Verbänden organisierten betroffenen behinderten und chronisch kranken Menschen als in der Konvention verankertes Recht beinhaltet. Die Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft ist Querschnittsaufgabe aller Ressorts und allen politischen Handelns und hat zu einer spürbaren Stärkung der originären Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen geführt. In den letzten Jahren haben sich der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neue Beteiligungsfelder und erweiterte Arbeitsgebiete eröffnet, was verbunden ist mit einem steigendem Bedarf an Ressourcen. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist neben grundsätzlichen Themen, die Sozialpolitik betreffend, auch immer mehr in der Bildungs- und Gesundheitspolitik sowie im Bereich Bau und Verkehr gefragt. Andererseits ist zu beobachten, dass die Gewinnung und Verwaltung von Fördermitteln für die Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen auf allen Ebenen aufwendiger und problematischer wird.

Das Thema Inklusion wird unser Leitthema bleiben, die Umsetzung ist ein Prozess, der noch viele Jahre andauern wird. Der Bayerische Aktionsplan beinhaltet viele Handlungsfelder, in denen die Inklusion vorangebracht und umgesetzt werden muss. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wird diesen Prozess als kritische Beratungsinstanz begleiten.

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. wird gefördert aus Mitteln des

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