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Tätigkeitsbericht 2013/2014

Tätigkeitsbericht von Vorstand und Geschäftsführung

der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V.
(LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.)

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände Orleansplatz 3, 81667 München

Zeitraum: 28. November 2013 – 20. November 2014


Inhalt

Vorstand und Geschäftsführung

Vorwort 

Vorstandswahlen

105 Mitgliedsverbände 

Neues Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.:
„Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe"

Arbeitskreis „Barrierefreies Bayern“ der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2014 auf dem Münchner Marienplatz

Europaweiter Tag der seltenen Erkrankungen in München am 26. Februar 2014

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20c

Selbsthilfeförderung nach SGB V § 20c: Selbsthilfevertretertreffen in München

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung

Bayerisches Gesundheitsministerium: Eröffnungsveranstaltung zum Jahresthemenschwerpunkt „Diabetes“

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM)

Aktionsbündnis 5. Mai

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen 

Mitarbeit in den Gremien

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Vorstand

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V.

Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V §20c

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Ausblick 

 

Vorstand und Geschäftsführung

Vorstand
Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender

Helga Jäniche, Stellvertretende Vorsitzende

Weitere Vorstandsmitglieder
Martina Buchschuster

Peter Klingensteiner

Karlheinz Möhrmann

Christian Seuß

Regine Zille

Ehrenvorsitzender
Maximilian H. Maurer

Geschäftsführung
Nicole Lassal, Geschäftsführerin

Geschäftsstelle
Referentinnen
Viviane Schachler
Susanne Ulrich

Sekretariat
Roswitha Gailer
Hülya Naimen

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern
Ute Strittmatter, Leitung
Dunja Robin, Fachreferentin

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)
Britta Achterkamp, Leitung
Thomas Asam, Referent
Nicole Hauf, Sachbearbeitung

Projekt Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Bayern
Viviane Schachler, Projektkoordinatorin
Ummahan Gräsle, Pädagogische Mitarbeiterin
Dunja Robin, Öffentlichkeitsarbeit
Hülya Naimen, Sachbearbeitung

 

Vorwort

„Bayern Barrierefrei 2023“: dieses Versprechen des Bayerischen Ministerpräsidenten in seiner Regierungserklärung vom November 2013 nahmen die Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. zum Anlass, in einem Arbeitskreis Vorschläge und Handlungsfelder für die Umsetzung aus Sicht der betroffenen chronisch kranken und behinderten Menschen zusammen zu tragen. Das erarbeitete Forderungspapier ist eine erste Zusammenschau der verschiedenen und vielfältigen Bedürfnisse und Anforderungen im Bereich Barrierefreiheit der behinderten und chronisch kranken Menschen und wurde an die entscheidenden Stellen in Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit getragen. Es bleibt abzuwarten, wie Politik und Verwaltung unseren Vorschlag zur Errichtung eines Bayerischen Kompetenzzentrums Barrierefreiheit aufgreifen werden.
Barrierefreiheit war auch das Thema unseres diesjährigen Europaweiten Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Aber auch andere Themen begleiteten und beschäftigten uns im Berichtszeitraum. Da war zum einen die Durchführung des zweiten Europaweiten „Tag der Seltenen Erkrankungen“ in München im Februar 2014, wo uns ein unerwarteter Besucheransturm von rund 200 Teilnehmern verdeutlichte, wie elementar wichtig die Arbeit der Selbsthilfe im Bereich der seltenen Erkrankungen ist. Dass die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am allgemeinen Arbeitsmarkt ein zentrales Thema bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist, konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei einer Veranstaltung gemeinsam mit den Partnern des Sozialen Netzes Bayerns mit dem Titel „Gute Arbeit für alle“ in die Öffentlichkeit tragen.
Unser Fachdienst Integration taubblinder Menschen feierte sein fünfjähriges Jubiläum mit hochkarätigen Gästen aus Politik, Verwaltung, Selbsthilfe und Wegbegleitern. Zeit für die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V., ihre Energie wieder auf ein neues Projekt zu richten. Gemeinsam mit den Netzwerkfrauen Bayern wurde die Trägerschaft für das Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Bayern“ übernommen.
Dieser Tätigkeitsbericht kann die Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Berichtszeitraum nur ausschnittsweise darstellen. Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage.

 

Tätigkeitsbericht

Vorstandswahlen

Bei der letzten Mitgliederversammlung am 28. November 2013 wurde der Vorstand neu gewählt.
Nach dem Ausscheiden von Frau Anne Hirschmann und Frau Brigitta Stuber wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder wiedergewählt. Frau Martina Buchschuster, LAG Bayern, Gemeinsam Leben - Gemeinsam Lernen e.V., und Frau Regine Zille, Bayrischer Cochlea-Implantat-Verband (BayCIV), wurden neu in den Vorstand gewählt.
 
Der neu gewählte Vorstand am 28.11.2013:

tb 20131128 Vorstand

Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender (3.v.l.), Helga Jäniche, Stellvertretende Vorsitzende (4.v.l.)
Weitere Vorstandsmitglieder:
Martina Buchschuster (links), Peter Klingensteiner (rechts), Karl Heinz Möhrmann (2.v.r.), Christian Seuß (3.v.r.), Regine Zille (2.v.l.)

105 Mitgliedsverbände

Derzeit sind 105 landesweit tätige Selbsthilfeorganisationen unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammengeschlossen.

Neues Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. „Frauen in Einrichtungen der Behindertenhilfe“

In Werkstätten und Wohnheimen der Behindertenhilfe erleben Frauen mit Behinderung verschiedene frauenspezifische Benachteiligungen. In diesem Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. werden in den Jahren 2015 und 2016 Frauen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe als sogenannte Frauen-Beauftragte ausgebildet. Sie stehen dann den Frauen mit Behinderung in ihren Einrichtungen als Ansprechpartnerinnen für alle frauenspezifischen Belange zur Verfügung. Dabei handeln sie nach dem Grundgedanken des Peer Counselings und Empowerments. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., zusammen mit den Netzwerkfrauen Bayern seit 1.1.2014 die Trägerschaft für das Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Bayern“ übernommen.
Im Herbst 2014 fanden am 8. Oktober im Karl-Bröger-Zentrum in Nürnberg und am 13. Oktober 2014 in der Hypo-Vereinsbank in München die zwei Auftakt- und Informationsveranstaltungen statt, bei denen das Projektvorhaben vorgestellt wurde. Die Veranstaltung richtete sich an Menschen mit und ohne Lernschwierigkeiten und wurde auf die Verwendung von Leichter Sprache ausgerichtet. Mitarbeiter/innen von Einrichtungen, Frauen mit Lernschwierigkeiten und andere Interessierte konnten dort erfahren, wie sie sich als Einrichtung an dem Projekt beteiligen bzw. als Frauenbeauftragte ausbilden lassen können. Beide Veranstaltungen waren mit jeweils 100 Teilnehmern gut besucht, es mussten im Vorfeld zahlreiche Interessierte aus Kapazitätsgründen abgewiesen werden.
Seit August 2014 hat das Projekt auch eine eigene Internetseite überwiegend in leichter Sprache unter www.frauen-beauftragte-bayern.de.

Arbeitskreis „Barrierefreies Bayern“ der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Auf Beschluss der Mitgliederversammlung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. vom 28. November 2013 wurde im März diesen Jahres die erste Arbeitskreissitzung „Barrierefreies Bayern“ einberufen. Insgesamt tagte der Arbeitskreis im Berichtszeitraum drei Mal. Es wurde deutlich, dass die in der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. organisierten Verbände sowohl von einem sehr breit gefassten Begriff des öffentlichen Raumes und öffentlichen Personennahverkehrs als auch von einem an den verschiedenen Bedürfnissen der unterschiedlichen Erkrankungen und Behinderungen ausgerichteten, differenzierten Ansatz von Barrierefreiheit ausgehen.
Ein Ergebnis des Arbeitskreises war, dass die Kompetenz der Selbsthilfe im Umsetzungsprozess der Barrierefreiheit in Bayern unbedingt mit einbezogen werden muss. Die Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. forderten ein Bayerisches Kompetenzzentrum „Barrierefreiheit“ unter der Trägerschaft der LAG, das die Bayerische Verwaltung bei der Umsetzung dieses Vorhabens hinsichtlich der unterschiedlichen Bedürfnisse der betroffenen Menschen berät. Dies wurde durch den Arbeitskreis an die verschiedenen Verantwortungsträger der Bayerischen Regierung formuliert.
Weiter wurden die unterschiedlichen Bedarfe der verschiedenen Behinderungen und chronischen Erkrankungen im Hinblick auf Barrierefreiheit zusammengetragen, woraus der Arbeitskreis ein gemeinsames Forderungspapier „Bayern Barrierefrei 2023“ erstellte und ebenfalls an die Regierung richtete.

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2014 auf dem Münchner Marienplatz

unter dem Motto:
„Bayern barrierefrei: IMMER. FÜR ALLE. ÜBERALL.“

Wie bereits im Arbeitskreis „Barrierefreies Bayern“ machten wir die allgegenwärtigen Barrieren im Alltag behinderter und chronisch kranker Menschen zum Thema unseres Aktionstages auf dem Münchner Marienplatz.
Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., die bereits zum 17. Mal die Federführung für das Aktionsbündnis und somit auch die Organisation dieses Tages übernommen hatte, präsentierte sich dieses Jahr zusammen mit vierundvierzig Selbsthilfegruppen, -verbänden und -initiativen.

Zum Auftakt des Tages brachte die Inszenierung eines Flashmops mit vielen tanzenden Menschen auf dem Marienplatz gute Laune und eine Menge Publikum. Über den Tag verteilt kamen viele Interessierte auf den Marienplatz und nahmen am vielfältigen Programm teil.
Auch die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, Frau Irmgard Badura, reiste an, um ein Grußwort zu sprechen und sich umzusehen.

Das ganztägige Programm auf der Bühne war unterteilt in unterschiedliche Themenblöcke zu „Mobilität, Freizeit, Sport, Kultur, Kommunikation, Ausbildung, Arbeit und Bildung“ im Hinblick auf Barrierefreiheit. Es wurde unter der Moderation von Herrn Christian Hanreich über die Vielfalt von Barrieren gesprochen, die sich im öffentlichen Raum noch auftun. Zugleich sprachen wir über Möglichkeiten, wie Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung barrierefrei in allen Bereichen der Gesellschaft teilhaben können.

In der Diskussion der Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Nicole Lassal, mit Landtagspolitikerinnen vom Bündnis 90/Die Grünen, Frau Christine Kamm - Frau Eva Gottstein, Freie Wähler - Frau Ruth Waldmann, SPD und dem Behindertenbeauftragten der Stadt München, Herrn Oswald Utz, zeigten wir die politische Verantwortlichkeit hinsichtlich der Umsetzung eines barrierefreien Bayerns auf.

Europaweiter Tag der seltenen Erkrankungen in München am 26. Februar 2014

Im Februar fand in den Räumen der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern ein zweites Mal ein bayernweiter „Tag der seltenen Erkrankungen“ unter dem Motto „Den Seltenen eine Stimme geben“ statt. Rund 200 Teilnehmer aus ganz Deutschland zeigten, wie hoch das Interesse an dieser Veranstaltung war. Mitveranstalter neben der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. waren die ACHSE, der Bayerische Apothekerverband, die Bayerische Landesärztekammer, das Universitätsklinikum München, Selbsthilfekontaktstellen Bayern und die Kassenärztliche Vereinigung Bayern. Die LAG SELBSTHILFE leitete außerdem einen der vier Workshops unter dem Thema „Selbsthilfe der seltenen Erkrankungen - Herausforderungen und Partner für ein starkes Netz in Bayern“. Dort wurde deutlich, dass im Bereich der seltenen Erkrankung nach wie vor ein Mangel an fachspezifischen sowie lebenspraktischen Informationen besteht. Insbesondere die LAG  SELBSTHILFE  Bayern e.V.  als Dachorganisation sollte hier eine Lotsenfunktion übernehmen, fachspezifische Informationen der verschiedenen Selbsthilfeorganisationen aus dem Bereich der Seltenen Erkrankungen sammeln und bedarfsorientiert weiterleiten. Ebenso wurde betont, dass die politische Vertretung, die von den einzelnen Verbänden alleine nicht wahrgenommen werden kann, an den Dachverband delegiert wird.

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20c

2008 wurde die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20c neu geregelt. Bei den Vergabesitzungen der pauschalen Mittel für Landesorganisationen der Selbsthilfe wurde die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern sowie der Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe beratend beteiligt. Im Förderjahr 2014 werden die landesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen mit 783.000 Euro gefördert.
Die Selbsthilfeförderung für örtliche Selbsthilfegruppen wird ebenfalls nach einem bayernweiten Verfahren durchgeführt und die Vergabe der Mittel über die von den Selbsthilfekontaktstellen eingerichteten zwölf Runden Tische abgewickelt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. konnte für die Vergabeausschüsse jeweils einen Vertreter sowie Stellvertreter benennen. Die Bayerischen Selbsthilfegruppen erhielten 2,75 Mio. Euro.

Selbsthilfeförderung nach SGB V § 20c: Selbsthilfevertretertreffen in Nürnberg

Am 2. Oktober 2014 fand in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. der traditionelle Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus der Selbsthilfe, die an den Vergabesitzungen zur regionalen Selbsthilfeförderung der Krankenkassen beteiligt sind, statt. Die Fortführung der von der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. begründeten Tradition des jährlichen Erfahrungsaustauschs wird von den Selbsthilfevertretern an den Runden Tischen ausdrücklich gewünscht. Beim diesjährigen Treffen waren die Themen: Vorläufige Zahlen 2014 der örtlichen Gruppenförderung, Erfahrungsaustausch zur Arbeit an den Regionalen Runden Tischen im Förderjahr 2014 und die Rolle der Selbsthilfevertreter.

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung

Zur Organisation und Abwicklung der regionalen Selbsthilfeförderung, der Förderung der Landesorganisationen sowie der Förderung der Selbsthilfekontaktstellen in Bayern haben die Krankenkassen und die SeKo Bayern einen gemeinsamen Arbeitskreis eingerichtet, der bereits seit vielen Jahren Bestand hat. Am Teilnehmerkreis ist auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligt und wird in den Sitzungen von der Geschäftsführerin und der Referentin Viviane Schachler vertreten. Schwerpunktthema in diesem Jahr war die Abgrenzung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung zu der der gesetzlichen Krankenkassen.

Bayerisches Gesundheitsministerium: Eröffnungsveranstaltung zum Jahresthemenschwerpunkt „Diabetes“

Das Jahresschwerpunktthema der Bayerischen Gesundheitsinitiative "Gesund.Leben.Bayern" widmete sich 2014 bayernweit dem Thema Diabetes mit einer Vielzahl von Aktionen und Projektpartnern. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat dafür gesorgt, dass auch die fachspezifische Selbsthilfe mit ihrer Kompetenz einbezogen wurde, z.B. beim Diabetesforum in München am 28. Mai 2014. Im ersten Bayerischen Diabetesbericht wurden auch die Aktivitäten der in der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. organisierten Selbsthilfeverbände im Bereich Diabetes dargestellt.

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Trägerin des Netzwerks von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern.

In Zusammenarbeit mit den Netzwerkfrauen Bayern wurde die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als Trägerin der Netzwerkfrauen Bayern für das vom Bayerischen Sozialministerium aufgrund des Bayerischen Aktionsplans finanzierten Projekts „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ mit der Ausführung beauftragt. Die Laufzeit des Projekts ist für 3 Jahre angelegt. Sie hat am 1. Januar 2014 begonnen. Ziel ist es, Frauen mit Behinderung in Einrichtungen der Behindertenhilfe zu Frauenbeauftragten auszubilden. So soll ein Weg bereitet werden, Benachteiligungen und sexualisierter Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen mit Behinderung in Einrichtungen entgegenwirken zu können. (siehe auch „Neues Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.“, S. 8) 

Ein Arbeitsschwerpunkt der Netzwerkfrauen Bayern im Jahr 2014 war und ist die Themenreihe „Frauen und Mädchen mit Behinderung im Erwerbsleben“.
Die Netzwerkfrauen veranstalteten zu obigem Thema, auch unter Einbeziehung verschiedener Vertreter/innen aus Ämtern und Dienststellen, eine längere Reihe zu unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten, z.B. wie die Vernetzung unter den Behörden organisiert ist und/oder wie der Zugang für Frauen mit Behinderung zum ersten Arbeitsmarkt verbessert werden kann.

Die Netzwerkfrauen Bayern feiern 2015 ihr 15-jähriges Jubiläum. Die Vorbereitungen für die 15-Jahr-Feier im Herbst 2015 und mehrere Aktionen über das Jahr 2015 hinweg waren und sind weiterhin ein zentraler Arbeitsschwerpunkt.

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern  (ITM)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Trägerin des „überregionalen Fachdienstes in Bayern zur Verbesserung der Teilhabe taubblinder Menschen in der Gesellschaft (ITM)“.
Am ersten Juli 2014 konnte der überregionale Fachdienst ITM in den Räumen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sein 5jähriges Jubiläum feiern. Nach 3jähriger Modellphase wurde das ursprüngliche Projekt 2009 dank der Regelförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung und der Bayerischen Bezirke in einen Fachdienst der überregionalen offenen Behindertenarbeit überführt. Am Jubiläum nahmen Vertreter aus Politik, Gesellschaft, Wegbereiter und –begleiter sowie viele selbst von Taubblindheit oder Hör-/Sehbehinderung betroffene Menschen teil.

Grußworte sprachen u.a.:

  • Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.,
  • Burkard Rappl, Ministerialdirigent im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration,
  • Josef Mederer, Präsident des Bayerischen Bezirketags,
  • Irmgard Badura, Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, vertreten durch Herrn Stefan Sandor.

Menschen mit Taubblindheit oder Hörsehbehinderung berichteten über Aspekte aus ihrem privaten, beruflichen oder politischen Alltag. Alle betonten die Wichtigkeit verfügbarer Taubblinden-Assistenz für die betroffenen Menschen als Voraussetzung dafür, am Leben teilhaben zu können und die Angehörigen zu entlasten. ITM unterstützt auch maßgeblich den weiteren Auf- und Ausbau der Selbsthilfestrukturen betroffener Menschen, was einen wesentlichen Aspekt für die Verbesserung der Situation taubblinder Menschen darstellt. Die Selbsthilfe bietet z.B. auch eine wichtige Plattform für gleichbetroffene Menschen, sich auszutauschen oder für gemeinsame Unternehmungen.
Auch die Bayerische Sozialministerin Emilia Müller dankte ITM für seinen herausragenden Einsatz für taubblinde Menschen in ihrer Pressemitteilung vom 1. Juli 2014 anlässlich des 5-jährigen Jubiläums: „Dank dieses Engagements gelingt es, taubblinde Menschen aus ihrer Isolation zu holen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen. Das ist ein gutes Beispiel gelebter Inklusion.“.

Am 13./14. Oktober 2014 konnte ITM zum ersten Mal ein Seminar für Angehörige von Menschen mit Hör-/Sehbehinderung anbieten.

Aktionsbündnis 5. Mai

Zur Vorbereitung der Veranstaltung zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen, beruft die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. traditionell einen Arbeitskreis, bei dem alle am Aktionstag beteiligten Gruppen und Initiativen mitwirken können.
Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
Der Förderverein der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist eine wichtige Stütze zur Erbringung der erforderlichen Eigenmittel für die Bewilligung des Gesamtzuschusses durch das Bayerische StMAS.

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen

Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Seit 1990 ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Mitglied im Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V.

Zwischen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V. besteht eine enge Kooperation.

Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e. V. (abm)

Im Programmbeirat der abm vertritt Frau Viviane Schachler, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., die Interessen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und ihrer Mitgliedsverbände.

Aktion Knochenmarkspende Bayern 

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Gründungsmitglied der Aktion Knochenmarkspende. Dr. Josef Pettinger, Vorstandsvorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., ist im Vorstand der Stiftung.

Landeszentrale für Gesundheit in Bayern  e. V. (LZG)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied der LZG.
Bei der Tagung „Zukunftswerkstatt der LZG“ unter den Mitgliedern der LZG im Mai 2014, an der sich auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligte, wurden die Themen „Gesundheitsversorgung älterer Menschen“, „Gesundheitsbelastungen und -ressourcen am Arbeitsplatz“, „Patientenberatung und Patienteninformation“ und die „Potenziale strukturpolitischer Gesundheitsförderung und Prävention“ diskutiert. In der kommenden Zeit soll aus den Impulsen dieser Zukunftswerkstatt das neue Aufgabenprofil der LZG entwickelt werden, da weite ehemalige Arbeitsbereiche der LZG bereits 2013 durch das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung übernommen worden sind. 

Europäische Bewegung Bayern  e.V.

Die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, vertritt die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei den Tagungen und Mitgliederversammlungen.

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern 

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist auch Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk Landesverband Bayern.

Mitarbeit in den Gremien

Bayerischer Landesbehindertenrat (LBR)

Der LBR berät die Bayerische Staatsregierung.
Im Landesbehindertenrat sind aus der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. folgende

Vertreter:

  • Frau Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Frau Helga Jäniche, Deutsche Rheumaliga Landesverband Bayern  e.V. und stellvertretende Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Herr Christian Seuß, Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V., Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Herr Dr. Jürgen Auer, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Bayern e.V.
  • Frau Regine Zille, Netzwerk Hörbehinderung Bayern, Bayerischer Cochlear-Implantat Verband e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 

Stellvertreter:

  • Frau Martina Buchschuster, Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Herr Bernd Franz, Diabetikerbund Bayern e.V.
  • Herr Peter Klingensteiner, Deutsche Hämophilie Gesellschaft zur Bekämpfung von Blutungskrankheiten e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Herr Karl Heinz Möhrmann, Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Frau Cornelia von Pappenheim, Gehörlosenverband München und Umland e.V., Dt. Gehörlosenbund e.V.

Auch Frau Ute Strittmatter vom Frauennetzwerk Bayern hat Sitz und Stimmrecht.

Am 22. Mai 2014 wurde der Bayerische Miteinander-Preis 2014 zur Inklusion von Menschen mit Behinderung im LBR vorgestellt. Die Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. war Jurymitglied bei der Preisvergabe.

Zentrale Themen während des Berichtszeitraumes waren:

  • Umsetzung des Bayerischen Aktionsplanes
  • Reform des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes
  • Barrierefreies Bayern

Bayerischer Landespflegeausschuss des StMAS

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit 1995 stimmberechtigtes Mitglied im Landespflegeausschuss und wird von der Geschäftsführerin bei den Sitzungen vertreten. Das Thema „Selbsthilfe und Pflege“ wird angesichts der steigenden Zahl von Menschen mit Behinderung im Alter in Zukunft ein wichtiges Thema der Verbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sein. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat erreicht, dass in Zukunft auch Selbsthilfegruppen mit Schwerpunkt Pflege eine Förderung erhalten können, ebenso haben Selbsthilfeorganisationen die Möglichkeit, Pauschal- und Projektgelder im Tätigkeitsfeld „Selbsthilfe und Pflege“ zu erhalten.

Bayerischer Landesgesundheitsrat (LGR)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ordentliches Mitglied im Landesgesundheitsrat und wechselt den Sitz jährlich alternierend mit der SeKo Bayern. Der LGR hat sich während des Berichtszeitraums neu konstituiert.
In seiner Zusammensetzung bietet der LGR eine gute Möglichkeit gesundheitspolitische Themen einzubringen.

So konnte beispielsweise der Mangel an Rheumatologen in Nord- und Ostbayern trotz der neuen Bedarfsplanung durch die Geschäftsführerin thematisiert werden. Der LGR hat daraufhin beschlossen, eine Resolution zur Verbesserung der Situation zu verabschieden. 

Bayerischer Landesschulbeirat, Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei den Sitzungen des Landesschulbeirates vertritt die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Vertretung ist Frau Susanne Ulrich (Referentin).

Der Landesschulbeirat befasst sich auch schwerpunktmäßig mit der Umsetzung der Inklusion an Bayerischen Schulen. Auch in diesem Gremium hat die Geschäftsführerin sich für die Inklusion von chronisch kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen in allen Schulbereichen eingesetzt. Sie hat deutlich gemacht, dass die Bedingungen für die Inklusion an allgemeinen Schulen noch stark verbessert werden müssen. So z.B. in der zusätzlichen Ausstattung mit Sonderpädagogen.

Bei der Landesschulbeiratssitzung vom 2. April 2014 wurden Aufgaben der neuen Stabsstelle Inklusion, z.B. im Bereich Beratung und Lehrerfortbildung, vorgestellt. An 28 Standorten in Bayern gibt es eine interdisziplinäre Inklusionsberatung im Bereich Grund-, Mittel- und Förderschule, die überörtlich und mit den entsprechenden Trägern (Schulaufwandsträger, Eingliederungshilfe) vernetzt ist. Aus Sicht der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wäre es wünschenswert, wenn die Inklusionsberatung auch mit der Selbsthilfe vor Ort zusammenarbeitet.

Runder Tisch Zukunft der Behindertenhilfe im StMAS

Das Gremium befasst sich gegenwärtig mit dem Thema „Konversion“ großer Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe. Die Entwicklung dieser Einrichtungen hin zur Öffnung für Menschen ohne Behinderung wird von einer wissenschaftlichen Studie begleitet. Die Geschäftsführerin wies darauf hin, dass bei der Entwicklung der Konzepte die Perspektive der Selbsthilfe der Betroffenen wesentlicher Bestandteil sein sollte. Im Juli nahm die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. dann an dem Begleitkreis für die Evaluation des vom Bayerischen Sozialministerium und dem Bezirk Oberbayern unterstützten Modellprojekts „Schönbrunn – Auf dem Weg zur Vision 2030“ teil. Mit dem wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt soll eine Orientierungshilfe entstehen mit der stationäre Behinderteneinrichtungen inklusive Umwandlungsprozesse beginnen können. Sie sollen zukünftig weitergeführt werden und dabei den Leitlinien einer modernen Behindertenhilfe entsprechen.

Beratender Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt SGB IX § 103

In dem auf Landesebene gebildeten Beratungsausschuss vertritt die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Susanne Ulrich, Referentin, ist Stellvertreterin.

In diesem Ausschuss werden u.a. die Mittel der Ausgleichsabgabe, Höhe und Verwendung, thematisiert. Auch im Widerspruchsausschuss bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Vertreter benennen. Der Widerspruchsausschuss entscheidet, ob Widersprüche gegen Entscheidungen in Kündigungsschutzverfahren, im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben und bei der Erhebung der Ausgleichsausgabe stattgegeben oder ob er zurückgewiesen wird.

Gremium zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung (GSV) im Bezirk Oberbayern

In dem im Jahr 2007 gegründeten Gremium ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. durch die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, in den Sitzungen kontinuierlich vertreten.

Das Gremium hat weitere Unterarbeitsgruppen und Projekte gegründet. Ebenso ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Projekt 14, wo durch die modellhafte Erprobung der Dezentralisierung von Einrichtungen der Behindertenhilfe Steuerungsmechanismen für die Umsetzung entwickelt werden sollen, vertreten. Das Modellprojekt wird wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern

Die Vorstandsmitglieder der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Helga Jäniche und Herr Peter Klingensteiner, sowie die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, sind als Patientenvertreter Mitglied in diesem Ausschuss. Zusammen mit dem Patientennetzwerk Bayern (PNB) hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auf der Grundlage des SGB V die Besetzung der acht Zulassungs- und zwei Berufungsausschüsse mit Patientenvertretern organisiert. In die Zulassungsausschüsse entsendete die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 23 Vertreter und Stellvertreter, die Berufungsausschüsse waren mit fünf Vertretern und Stellvertretern der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. besetzt.

Erweiterter Landesausschuss / gemeinsames Landesgremium

2013 neu geplante Gremien waren der erweiterte Landesausschuss nach §116b Abs.2 SGBV und das gemeinsame Landesgremium nach §90a SGB V. Für Letzteres liegt weiterhin ein Diskussionsentwurf vor.

Der erweiterte Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern hatte am 22.1.2014 seine konstituierende Sitzung. Die Patientenvertreter/innen konnten während dieser Sitzung erreichen, dass sie – entgegen dem vorliegenden Geschäftsordnungsentwurf - auch an den Sitzungen des erweiterten Landesausschusses in verkleinerter Besetzung mit drei Sitzen beteiligt wurden. In Zusammenarbeit mit dem Patientennetzwerk Bayern besetzte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auch diese Gremien mit Patientenvertreter/inne/n.

Forum Soziales Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Im Forum Soziales Bayern wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. durch die Geschäftsführerin vertreten. Die Bayerische Staatsministerin Emilia Müller sieht im Forum Soziales Bayern aufgrund seiner Vielgestaltigkeit ein wichtiges Diskussionsforum für gesellschafts- und sozialpolitische Themen in Bayern. In der Zukunft soll das Forum Soziales Bayern sein Profil als „Think-Tank“ schärfen und sich ein- bis zweimal jährlich in halbtägigen Plenumsveranstaltungen in Form einer Zukunftswerkstatt mit sogenannten Mega-Trends beschäftigen. Themen können vor dem Hintergrund des Bayerischen Sozialberichtes mannigfaltig definiert werden und sollen unter dem Gesichtspunkt „Umsetzung“ behandelt werden.

Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten Irmgard Badura

Die Behindertenbeauftragte Irmgard Badura wurde im September 2014 für 5 Jahre neu berufen. Wegen einer Konkurrentenklage hatte das Berufungsverfahren länger als vorgesehen gedauert. Die Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten ist sehr gut. So hatte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auch ihre volle Unterstützung beim Thema „Barrierefreies Bayern“.

Zusammenarbeit mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten Hermann Imhof

Der neue Bayerische Patienten- und Pflegebeauftragte Imhof war im Februar zu Besuch in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. In einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Dr. Pettinger, und der Geschäftsführerin konnte er sich einen Überblick über die Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. verschaffen.

Außerdem setzt der neue Patienten- und Pflegebeauftragte den Runden Tisch „Patientenangelegenheiten“, an dem die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligt ist, fort. Der Runde Tisch definiert Handlungsfelder im Gesundheits- und Versorgungswesen aus Sicht der Patienten und entwickelt ggf. Vorschläge und Konzepte.

Wertebündnis Bayern

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit 2014 Bündnispartner.
Seit März 2010 gibt es dieses bundesweit einmalige Bündnis, initiiert vom Bayerischen Ministerpräsidenten. Ziel ist es Werteorientierung und Wertebildung bei jungen Menschen z.B. über Gemeinschaftsprojekte zu fördern.

Beirat Sozialberichterstattung

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied im Beirat der Sozialberichtserstattung der Bayerischen Staatsregierung. Sie nahm teil bei der Vorstellung des neuen sowie bei der Rahmenkonzeption für den zukünftigen Sozialbericht. Die Sozialberichtserstattung ist insofern wichtig für die Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen, da sich aus den Daten sozialpolitische Aktionsfelder herauslesen lassen.

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Soziales Netz Bayern (SNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied im SNB, einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ständiges Mitglied in dem vorbereitenden Arbeitskreis für das SNB.

Die Fachtagung des SNB „Gute Arbeit für alle“ im Juli 2014 fand anlässlich des 10jährigen Bestehens des Bündnisses „Soziales Netz Bayern“ im Gewerkschaftshaus München unter Teilnahme von ca. 120 Gästen statt. Das SNB veröffentlichte, präsentierte und diskutierte anlässlich der Tagung außerdem ein Forderungspapier zum Thema „Gute Arbeit für alle“, das an die Bayerische Staatsregierung gerichtet ist.

Im Tagungsblock am Nachmittag „Schlaglichter – Die Praxis auf den Punkt gebracht“ wurden anhand unterschiedlicher Praxisbeispiele Probleme und Bedürfnisse in Bezug auf Arbeitswelten konkretisiert. Frau Martina Buchschuster, Vorstand der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., beleuchtete den Aspekt „Inklusive Arbeitswelt“ und verdeutlichte die derzeit bestehende Exklusion am Beispiel „Werkstattbeschäftigung für Menschen mit Behinderung“ als Sonderform neben dem allgemeinen Arbeitsmarkt.

Patientennetzwerk Bayern (PNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist nach SGB V § 140 f in den Ausschüssen von Ärzten und Krankenkassen mit Vertretern beteiligt und hat zu diesem Zweck in Bayern bereits 2005 ein Patientennetzwerk (PNB) mit den anderen maßgeblichen Organisationen gegründet. Das PNB benennt die Patientenvertreter/innen in den Zulassungs- und  Berufungsausschüssen sowie Landesausschüssen.

Im November 2014 organisierte das PNB bereits zum sechsten Mal eine Fortbildung für die Patientenvertreter/innen in Bayern in den Räumen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Inhalte der Fortbildung waren die Zukunft der Bedarfsplanung sowie die Anforderungen an eine bedarfsgerechte Versorgung aus Sicht der Patientenvertretung.

Vorstand

Der Vorstand traf sich im Berichtszeitraum zu 5 Sitzungen:

  • 5. Dezember 2013
  • 25. Februar 2014
  • 13. Mai 2014
  • 21. Juli 2014
  • 24. September 2014

Themenschwerpunkte der Vorstandssitzungen waren u.a.:

  • Projekt Frauenbeauftragte an Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Veranstaltung auf dem Münchner Marienplatz zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
  • Jubiläum überregionaler Fachdienst ITM
  • Selbsthilfeförderung durch den Freistaat Bayern sowie die GKV
  • Kompetenzzentrum Barrierefreiheit bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Barrierefreie Arztpraxen als Thema für den Landesgesundheitsrat
  • Fachreferat der SELBSTHILFE für seltene Erkrankungen in Bayern unter der Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Reform der Eingliederungshilfe

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V.

Die BAG SELBSTHILFE e.V. ist Dachverband von 116 bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen, 13 Landesarbeitsgemeinschaften und fünf Fachverbänden.
Zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen finden halbjährlich Treffen der 13 Landesarbeitsgemeinschaften und der BAG SELBSTHILFE e.V. statt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat sich seit Beginn an der Vorbereitung dieser Treffen beteiligt.

Vom 27.-29. März 2014 trafen sich die Landesarbeitsgemeinschaften und die BAG SELBSTHILFE in Marburg bei der LAG SELBSTHILFE Hessen e.V. und

vom 12.-14. Oktober 2014 bei der LAG SELBSTHILFE Sachsen e.V. in Leipzig.

Themen dieser Treffen sind u.a.:

  • Selbsthilfeförderung in Bund und Ländern
  • Finanzierung der Landesarbeitsgemeinschaften
  • Selbstverständnis und Struktur der Selbsthilfe
  • Gesundheitsreform
  • Patientenbeteiligung
  • Reform der Eingliederungshilfe
  • Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Mit Zustimmung der Mitgliederversammlung wurde vom Bundesvorstand der BAG SELBSTHILFE e.V. die Einberufung einer Strukturkommission beschlossen. Sie hat den Auftrag, Lösungsansätze auszuarbeiten, wie die Finanzierungsgrundlagen der BAG SELBSTHILFE e.V. mittel- und langfristig stabilisiert werden können. Frau Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., ist Mitglied der Strukturkommission, die während des Berichtszeitraumes 5mal in Düsseldorf tagte.

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20c

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist beratendes Mitglied im Vergabeausschuss zur finanziellen Förderung von Landesverbänden der Selbsthilfe durch die gesetzlichen Krankenkassen, siehe auch oben. Die Landesorganisationen der Selbsthilfe werden 2014 insgesamt mit rund 783.000 Euro finanziell unterstützt.

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Förderung von Selbsthilfegruppen für chronisch kranke und behinderte Menschen

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit Jahren in das Antrags- und Bewilligungsverfahren eingebunden.

Bei der Verteilung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Bewilligungszeitraum des Jahres 2014 einen Förderbetrag von 106.800 € an die Selbsthilfegruppen weiterleiten.

In den vergangenen Jahren gab es zunehmende Schwierigkeiten die Förderung durch den Staat von der Förderung der gesetzlichen Krankenkassen abzugrenzen. Die Selbsthilfegruppen wurden häufiger geprüft und mit Rückforderungsbescheiden konfrontiert. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat sich dafür eingesetzt, dass die Selbsthilfeförderung neben der Förderung der gesetzlichen Krankenkassen erhalten und die Verwaltungspraxis für die ehrenamtlichen Gruppenleiter überschaubar bleibt. In mehreren Abstimmungsgesprächen u.a. mit dem Bayerischen Sozialministerium und dem Zentrum Bayern für Familie und Soziales könnte erreicht werden, dass Selbsthilfegruppen, deren Schwerpunkt der Arbeit im Bereich Inklusion und Teilhabe liegt, Mittel beim Staat beantragen können ohne auf die Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen verwiesen zu werden. Neu gestaltet werden auch die Antrags- und Verwendungsnachweisformulare. Außerdem werden die Inhalte der staatlichen Förderung erweitert.

Fortbildung von Personal in der Rehabilitation und von Maßnahmen für Familien mit Behinderten und Geschwisterkindermaßnahmen

Auch bei dieser Fördermaßnahme können unsere Mitgliedsverbände ihren Antrag bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. einreichen. Im Jahr 2014 werden voraussichtlich 6.370,68 € an die Selbsthilfeverbände weitergeleitet werden.

Förderung von Begegnungs-, Freizeit- und Bildungsmaßnahmen für behinderte Menschen

Diese Maßnahme wird durch die Bayerischen Bezirke gefördert:

Bezirk Oberbayern    11.055,43 €
Bezirk Oberpfalz    1.518,87 €
Bezirk Mittelfranken   keine Anträge
Bezirk Niederbayern    782,98 €
Bezirk Schwaben    577,34 €
Bezirk Unterfranken   keine Anträge

Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist zuständige Stelle für die Beantragung von Stiftungsmitteln für den Stiftungszweck II, Selbsthilfe.

Im ersten Halbjahr 2014 konnten insgesamt 600,00 € weitergegeben werden, im zweiten Halbjahr 2014 waren es 6.500,-€.

Folgende Personen sind in den Gremien vertreten:

Stiftungsrat:

  • Reinhard Kirchner, ehemaliger Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Helga Jäniche, Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Vergabeausschuss:

  • Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Helga Jäniche, Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Ute Strittmatter, Leiterin der Netzwerkfrauen Bayern

Bayerischer Invaliden-, Witwen- und Waisenfonds

Folgende Personen sind in den Gremien der Stiftung vertreten:

Stiftungsrat und Vergabeausschuss:

  • Reinhard Kirchner, ehemaliger Geschäftsführer der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Nicole Lassal, Geschäftsführerin LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist die Beratung von Mitgliedsorganisationen und Selbsthilfegruppen aus dem Bereich chronisch kranker und behinderter Menschen. Täglich erreichen uns schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen von Selbsthilfeaktiven, betroffenen Menschen oder Institutionen.

Das Spektrum der Anfragen reicht von juristischen Fragestellungen über die Weitervermittlung an Selbsthilfegruppen oder Organisationen bis hin zur Bitte um Unterstützung im Umgang mit den Sozialversicherungsträgern oder bei der Arbeits- und Wohnungssuche.

Einen großen Teil der Beratung nimmt auch die Frage nach der Erschließung von finanziellen Mitteln ein, wie z.B. die staatlichen Fördermittel oder die Erlangung von Stiftungsmitteln. Ein sehr zeitintensives Aufgabenspektrum ist die Beratung bzgl. der Förderung von Selbsthilfe durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c.
Außerdem wird unser Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände nach wie vor als Tagungs- und Seminarort von unseren Mitgliedsverbänden rege genutzt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. selbst und das Frauennetzwerk benötigen die Räume für eigene Veranstaltungen, Fachtagungen, Arbeitskreise und Pressekonferenzen. Es zeigt sich, dass unser Konzept eines Zentrums der Bayerischen Behindertenverbände auf große Nachfrage stößt.

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Ein weiterhin wichtiges Informationsmedium ist unser regelmäßig erscheinender Informationsdienst. In den LAG-Informationen geben wir unsere Veranstaltungen bekannt, berichten über unsere Aktivitäten als Interessenvertretung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Bayern und informieren über ausgewählte Themen aus Sozialpolitik, Recht und der öffentlichen Diskussion. Auch unsere Mitgliedsverbände erhalten die Gelegenheit, eigene Veranstaltungen anzukündigen oder auf Veröffentlichungen hinzuweisen.

Ausblick

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist zentrales Ziel der täglichen Arbeit der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Inklusion und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischer Erkrankung in alle gesellschaftlichen Bereiche treiben unser Handeln an.
Der Aktionsplan der Bayerischen Staatsregierung, Schwerpunkte der Bayerischen Politik für Menschen mit Behinderung im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention, hat in seiner Präambel verankert: „Die Beteiligung der Betroffenen an allen Planungen, die Menschen mit Behinderungen und Angehörige betreffen, sollte selbstverständlich werden. Menschen mit Behinderung wissen selbst am besten, welche Hindernisse sich ihnen im Lebensalltag stellen und mit welchen Lösungen sie auf dem Weg der Inklusion überwunden werden können.“

Damit die im Bayerischen Aktionsplan beschriebenen Handlungsfelder zur Inklusion durch die legitimierte Interessensvertretung behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen entsprechend begleitet werden können, ist eine Stärkung der Strukturen unabdingbar. Die unstrittige Beteiligung der verbandlich organisierten betroffenen behinderten und chronisch kranken Menschen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention muss strukturell und finanziell auf eine solide Grundlage gestellt werden. Dies zeigt sich z.B. auch beim Thema „Bayern Barrierefrei 2023“.

Wie innovativ Selbsthilfe ist, zeigt sich am Beispiel des Konzepts Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Die Idee, die von der Selbsthilfe der betroffenen Frauen selbst initiiert und konzeptionell weiterentwickelt wurde, wird nun auch in Bayern umgesetzt. Wir werden in den nächsten zwei Jahren mit der Schulung von Frauenbeauftragten sowohl in Einrichtungen für geistig behinderte als auch für körperbehinderte Menschen Pionierarbeit leisten.

Die Reform der Eingliederungshilfe ist ein sozialpolitisches Megathema, das im Koalitionsvertrag auf Bundesebene festgeschrieben wurde, aber durch die Zustimmungspflicht im Bundesrat von Bayern aus mitgestaltet werden kann. Dieses Reformvorhaben wird fundamental die Möglichkeiten und Chancen zur selbstbestimmten Lebensgestaltung von Menschen mit Behinderungen sowie deren Familien beeinflussen. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e. V. wird den Prozess aus Sicht der Selbstvertretungsorganisationen kritisch begleiten.

 

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wird gefördert aus Mitteln des

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