Direkt zur Hauptnavigation Direkt zum Inhalt
Puzzle Hintergrundbild Puzzle Hintergrundbild
Puzzle Hintergrundbild Puzzle Hintergrundbild

Tätigkeitsbericht 2014/2015

Tätigkeitsbericht von Vorstand und Geschäftsführung

der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V.
(LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.)

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände Orleansplatz 3, 81667 München

Zeitraum: 21. November 2014 – 26. November 2015

Inhalt

Vorstand und Geschäftsführung

Vorwort 

106 Mitgliedsverbände 

Fachtagung „Junge Selbsthilfe.Nachwuchsarbeit.Generationswechsel“

Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.: „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ 

Mitgliederversammlung verabschiedet Resolution Bayern barrierefrei 2023

Bundesteilhabegesetz/Reform der Eingliederungshilfe

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2015 auf dem Münchner Marienplatz 

Netzwerk Hörbehinderung Bayern in Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Neuauflage der Mitgliederbroschüre der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Fortbildungsveranstaltung „Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung von Selbsthilfeorganisationen chronisch kranker und behinderter Menschen“ 

Selbsthilfeförderung nach SGB V § 20c: Selbsthilfevertretertreffen in Nürnberg 

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern 

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM) 

Aktionsbündnis 5. Mai 

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung 

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen 

Mitarbeit in den Gremien 

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden 

Vorstand 

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V. 

Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V §20c

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern 

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Ausblick 

 

Vorstand und Geschäftsführung

Vorstand

Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender
Helga Jäniche, Stellvertretende Vorsitzende

Weitere Vorstandsmitglieder

Martina Buchschuster
Peter Klingensteiner, Schatzmeister
Karlheinz Möhrmann
Christian Seuß
Regine Zille

Ehrenvorsitzender Maximilian H. Maurer

Geschäftsführung

Nicole Lassal, Geschäftsführerin (bis 30. September 2015)

Geschäftsstelle

Referentinnen

Viviane Schachler (bis 30. September 2015)

Dr. Petra Schmidt-Wiborg (seit 15. November 2015)

Susanne Ulrich

Sekretariat

Roswitha Gailer

Hülya Naimen

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Ute Strittmatter, Leitung

Dunja Robin, Fachreferentin

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)

Britta Achterkamp, Leitung

Thomas Asam, Referent

Nicole Hauf, Sachbearbeitung

Projekt Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Bayern

Viviane Schachler, Projektkoordinatorin (bis 30. September 2015)
Dunja Robin, Projektkoordinatorin (seit 1. Oktober 2015) und Öffentlichkeitsarbeit

Ummahan Gräsle, Pädagogische Mitarbeiterin

Hülya Naimen, Sachbearbeitung

 

Vorwort

Die Reform der Eingliederungshilfe und Gestaltung des neuen Bundesteilhabegesetzes bestimmte die politischen Diskussionen in der Sozialpolitik der vergangenen zwölf Monate. Die Chancen auf eine selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung werden wesentlich von der Ausgestaltung des neuen Gesetzes abhängen. In einem beispielhaften Beteiligungsprozess sowohl auf Bundesebene als auch in Bayern wurden die Facetten des Reformvorhabens in allen Details ausgeleuchtet. Dabei wurde deutlich, dass auch mit einer Überführung der Eingliederungshilfe in ein modernes Teilhaberecht nicht alle Schnittstellenprobleme gelöst werden. Nun bleibt abzuwarten inwieweit der vorzulegende Referentenentwurf die geweckten hohen Erwartungen erfüllen kann. Das Thema „Gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe. Jetzt!“ bestimmte auch das Motto des Europaweiten Protesttages für die Gleichstellung für Menschen mit Behinderung auf dem Münchner Marienplatz. Ebenso meldeten wir uns öffentlich und in den verschiedenen politischen Gremien zu Wort, wenn es um die barrierefreie Umgestaltung Bayerns ging. Auch verbandsinterne Fragen zur Zukunftssicherung und Entwicklung der Selbsthilfe beschäftigten uns. So thematisierten wir in einer Fachtagung das Thema „Junge Selbsthilfe. Nachwuchsarbeit. Generationswechsel.“ und veranstalteten eine Fortbildung zur „Interkulturellen Öffnung von Selbsthilfeorganisationen“. Die Geschäftsstelle befindet sich derzeit in einem Umbruch: nach insgesamt 19 Jahren Tätigkeit, davon 3 als Geschäftsführerin, verlässt Nicole Lassal die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. um sich zukünftig als Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt München neuen Herausforderungen zu stellen. Frau Lassal hat mit großem persönlichem Engagement und hoher Fachkompetenz wesentlich dazu beigetragen, dass die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als Spitzenorganisation der Selbsthilfe einen hohen Stellenwert sowie Anerkennung genießt. Während ihrer Zeit als Geschäftsführerin hat sie den Tätigkeitsumfang der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. erheblich erweitert. Mit großem Erfolg hat sie u.a. das Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Bayern“ geleitet und bayernweit umgesetzt sowie das Netzwerk Hörbehinderung mit einer soliden finanziellen Basis unter die Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. gestellt. Der Vorstand hat Frau Lassal seinen Dank ausgesprochen und wünscht ihr für ihre persönliche und berufliche Zukunft alles Gute.  

Tätigkeitsbericht

106 Mitgliedsverbände

Als neuer Verband wurde bei der letzten Mitgliederversammlung am 20. November 2014 aufgenommen:

  • Intersexuelle Menschen e.V.

Derzeit sind 106 landesweit tätige Selbsthilfeorganisationen unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammengeschlossen.

Fachtagung „Junge Selbsthilfe. Nachwuchsarbeit. Generationswechsel.“

Im Juni 2015 veranstaltete die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. eine Fachtagung zum Thema „Junge Selbsthilfe. Nachwuchsarbeit. Generationswechsel.“ in ihren Räumen mit maximal möglicher Teilnehmerzahl. Das prompte und rege Interesse an diesem Grundsatzthema, was die Zukunft der Selbsthilfelandschaft betrifft, war hoch. Auch Herr Herrmann Imhof, Pflege- und Patientenbeauftragter der Bayerischen Staatsregierung, sowie die Bayerische Behindertenbeauftragte, Frau Irmgard Badura, kamen und sprachen in Grußworten Anerkennung, Ermutigung und Unterstützungsbereitschaft, was die Zukunft der Selbsthilfe betrifft, aus. Das Programm war thematisch breit aufgestellt. Beispiele zur Jugend-/jungen Erwachsenenarbeit aus den Mitgliedsverbänden

  • Stottern und Selbsthilfe Bayern e.V.,
  • Münchner Angstselbsthilfe e.V.,
  • Diabetikerbund Bayern e.V.,
  • Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben e.V. und
  • Huntington-Gruppe Bayern e.V.

der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wechselten mit der Thematik „Selbsthilfe und Neue Medien“, die anhand zweier Projekte der BAG SELBSTHILFE e.V. durch eine Vertreterin der BAG SELBSTHILFE e.V. dargestellt wurde. Außerdem wurde durch die BAG SELBSTHILFE e.V. und den Bundesverband Dt. Tinnitus-Liga e.V. sowie eine Organisationsentwicklerin das Konzept „Lernort Selbsthilfe“, speziell für Selbsthilfeorganisationen konzipiert, präsentiert. Im Anschluss berichtete die Organisationsentwicklerin zusammen mit der Deutschen Tinnitus Liga e.V. über das gemeinsam durchgeführte Projekt "Gelungener Generationswechsel". Auch die finanzielle Seite wurde durch einen Vertreter des BKK Landesverbandes, der aktuell die Selbsthilfeförderung durch die gesetzlichen Krankenkassen innehat, einbezogen. Dieser Tag sollte Ideen wecken, ermöglichte Kontakte und konnte den Austausch unter den Mitgliedsverbänden der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. befördern.

Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Bayern“

In Werkstätten und Wohnheimen der Behindertenhilfe erleben Frauen mit Behinderung verschiedene frauenspezifische Benachteiligungen. In diesem Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wurden und werden in den Jahren 2015 und 2016 Frauen aus Einrichtungen der Behindertenhilfe als sogenannte Frauen-Beauftragte ausgebildet. Sie stehen dann den Frauen mit Behinderung in ihren Einrichtungen als Ansprechpartnerinnen für alle frauenspezifischen Belange zur Verfügung. Dabei handeln sie nach dem Grundgedanken des Peer Counselings und Empowerments. Gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammen mit den Netzwerkfrauen Bayern seit 1.1.2014 die Trägerschaft für das Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe in Bayern“ übernommen. Das Projekt begann im März 2015 mit der Schulungsreihe für Frauen mit Lernschwierigkeiten in Einrichtungen der Behindertenhilfe. Themen der gesamten ersten Schulungsreihe bis Oktober 2015 mit sieben Terminen waren:

  • Wir werden Frauen-Beauftragte
  • So arbeiten Frauenbeauftragte So unterstütze ich die Frauen in meiner Einrichtung
  • Das sind unsere Rechte als Frauenbeauftragte
  • So gehen wir mit Gewalt gegen Frauen um
  • Das soll mit den Frauen in meiner Einrichtung besser werden
  • Wir bleiben dran

Weitere Informationen sind auf der Website des Projektes unter www.frauen-beauftragte-bayern.de zu finden.

Mitgliederversammlung verabschiedet Resolution Bayern barrierefrei 2023

Die Mitgliederversammlung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. verabschiedete 2014 eine Resolution "Bayern barrierefrei 2023" worin sie ihre Enttäuschung zum Ausdruck brachte, dass die Ankündigung des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer in seiner Regierungserklärung vom November 2013, Bayern in den kommenden 10 Jahren im gesamten öffentlichen Raum und ÖPNV komplett barrierefrei umzugestalten, bisher nur zögerlich umgesetzt wird. Sie forderte darin:

  • dem Thema „Bayern barrierefrei 2023“ im Interesse der Generationengerechtigkeit und der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention die höchste Priorität im Freistaat Bayern einzuräumen
  • Mit einem echten Sonderinvestitionsprogramm den gesamten Bereich der Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und im öffentlichen Personenverkehr abzudecken, das auch die Kommunen berücksichtigt
  • Die Fachkompetenz der Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen als „Experten in eigener Sache“ zu nutzen und das von der LAG Selbsthilfe geforderte Bayerische Kompetenzzentrum Barrierefreiheit einzurichten

Die Resolution wurde an alle Abgeordneten des Bayerischen Landtags inklusive der Regierungsmitglieder, die Bayerische Behindertenbeauftragte, die Mitgliedsverbände sowie die Presse versandt. Die Forderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ein „Kompetenzzentrum Barrierefreiheit“ in ihrer Trägerschaft einzurichten wurde von der Regierung abgelehnt mit der Begründung es gäbe bereits entsprechende Strukturen und der Aufbau von Doppelstrukturen solle vermieden werden.

Bundesteilhabegesetz/Reform der Eingliederungshilfe

Das Bayerische Sozialministerium hatte von Oktober 2014 bis April 2015 ein Beteiligungsverfahren zur Reform der Eingliederungshilfe in Form von sieben Gesprächsterminen, orientiert an den Treffen der Länder mit dem Bund zum Thema Bundesteilhabegesetz, eingerichtet. Auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. war zu den jeweiligen Terminen des Sozialministeriums eingeladen und konnte dabei ihre Forderungen einbringen. Die Geschäftsführerin Frau Lassal regte beim Sozialpolitischen Ausschuss eine Landtagsanhörung zum Thema Reform der Eingliederungshilfe auch mit den Selbstvertretungsorganisationen von behinderten und chronisch kranken Menschen an. Bei der Expertenanhörung am 12. März 2015 konnte die Geschäftsführerin die wichtigsten Forderungen der Selbsthilfe

  • zur Definition leistungsberechtigter Personenkreise
  • dem Aufbau einer unabhängigen Beratungsmöglichkeit für betroffene Menschen
  • der Teilhabe am Arbeitsleben
  • zu Assistenzleistungen für behinderte Menschen
  • pauschaler Geldleistung
  • Bereitstellung entsprechend nötiger finanzieller Mittel (die geplante Entlastung der Kommunen durch den Bund um 5 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der Reform zu belassen) etc.

einbringen. Auch konnte Frau Lassal im Juli 2015 bei einer Podiumsdiskussion zum Thema Reform der Eingliederungshilfe/ Bundesteilhabegesetz anlässlich der Vollversammlung des Bayerischen Bezirketags in Amberg die Position der Selbsthilfe deutlich machen, insgesamt stieß die Podiumsdiskussion auf sehr große Resonanz.

Europaweiter Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2015 auf dem Münchner Marienplatz

unter dem Motto: „Gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe. Jetzt!“

Den ganzen Tag gab es unter unserer Federführung ein vielfältiges und informatives Programm auf einer Bühne sowie auch einzelne Aktionen an den Ständen der zahlreich ausstellenden Selbsthilfegruppen, - verbänden und –initiativen. Grußworte der dritten Bürgermeisterin der LH München, Frau Christine Strobl, und der Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Frau Irmgard Badura, leiteten den Tag ein. Reformen für und Teilhabe von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung müssen auch im Alltag spürbar werden. Wir brachten auf der Bühne zur Sprache, dass dafür ein modernes Teilhaberecht und echte Reformen umzusetzen sind. In der Diskussionsrunde mit der Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und den Politiker/inne/n Eva Gottstein MdL, Freie Wähler, Franz Maget,  SPD, Joachim Unterländer MdL, CSU, Kerstin Celina MdL, Bündnis 90/Die Grünen und Oswald Utz, Behindertenbeauftragter der Stadt München, wurden zentrale Aspekte und Forderungen aus der Selbsthilfe wie selbstbestimmte und individuelle Lebensplanung, Bedeutung von Nachteilsausgleichen, Unabhängigkeit von Leistungen, individuelle und unabhängige Beratung etc. angesprochen. Auch Möglichkeiten, wie Menschen mit Behinderung oder chronischer Erkrankung barrierefrei in allen Bereichen der Gesellschaft teilhaben können, kamen zur Sprache. Das Interesse eines großen Publikums unterstützte und bereicherte unseren Informations- und Aktionstag.

Netzwerk Hörbehinderung Bayern (NHB) in Trägerschaft der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat 2015 die Trägerschaft für das Netzwerk Hörbehinderung Bayern übernommen.

Dieses gründete sich anlässlich des Aktionstages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Mai 2013 in München. In Bayern aktive Verbände für Hörbehinderung schlossen sich zum NHB zusammen, um die Bedürfnisse von Menschen mit Hörschädigung in Politik und Gesellschaft wirkungsvoll durchzusetzen. Durch das Netzwerk können die betroffenen Menschen mit gemeinsamer Stimme sprechen. Ebenso möchte es durch Aufklärungsarbeit präventiv hinsichtlich Hörschädigungen und damit verbundenen Einschränkungen in unserer Gesellschaft wirken.  

Neuauflage der Mitgliederbroschüre der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Das Standardwerk „über 100 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.“ ist im Januar 2015 in aktualisierter Auflage erschienen. Die 106 Mitgliedsverbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. stellen sich darin mit Kontaktdaten dar, die Broschüre gibt auch einen Einblick in die Arbeit als Dachorganisation der Selbsthilfe von chronisch kranken und behinderten Menschen und ihren Angehörigen. Die Mitgliederbroschüre wurde auch als Hörbuch Mp3 (DAISY-Standard) produziert.

Fortbildungsveranstaltung „Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung von Selbsthilfeorganisationen chronisch kranker und behinderter Menschen“

Die Veranstaltung im April 2015 erfreute sich großer Nachfrage. Knapp 30 Teilnehmer/innen, überwiegend aus der originären Selbsthilfe, kamen in der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammen. Der Mitgliedsverband Autismus Bayern e.V. der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. stellte sein verbandsspezifisches Angebot zum Thema vor. Unter Leitung von Frau Klug und Frau Rösing, interkulturelle Trainerinnen und Fachberaterinnen des Sozialreferats München, wurde im Anschluss zu den „Grundlagen interkultureller Öffnung“ und „interkultureller Qualitätsorientierung“ gearbeitet und diskutiert.

Selbsthilfeförderung nach SGB V § 20c: Selbsthilfevertretertreffen in Nürnberg

Am 17. November 2015 fand in Nürnberg der traditionelle Erfahrungsaustausch mit Vertretern aus der Selbsthilfe, die an den Vergabesitzungen zur regionalen Selbsthilfeförderung der Krankenkassen beteiligt sind, statt. Die Fortführung der von der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. begründeten Tradition des jährlichen Erfahrungsaustauschs wird von den Selbsthilfevertretern an den Runden Tischen ausdrücklich gewünscht. Beim diesjährigen Treffen waren die Themen: Vorläufige Zahlen 2015 der örtlichen Gruppenförderung, Erfahrungsaustausch zur Arbeit an den Regionalen Runden Tischen im Förderjahr 2015 und Neubenennung der Selbsthilfevertreter für 2016.

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Trägerin des Netzwerks von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern.

In Zusammenarbeit mit den Netzwerkfrauen Bayern wurde die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. als Trägerin der Netzwerkfrauen Bayern für das vom Bayerischen Sozialministerium aufgrund des Bayerischen Aktionsplans finanzierten Projekts „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe“ mit der Ausführung beauftragt. (siehe „Projekt der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.“, S. 8) 

Ein anderer Arbeitsschwerpunkt der Netzwerkfrauen Bayern war die Fortführung der bereits 2014 begonnenen Themenreihe „Frauen und Mädchen mit Behinderung im Erwerbsleben“.

Am 29.10.2015 feierten die Netzwerkfrauen ihr 15jähriges Jubiläum, wozu auch die interessierte Öffentlichkeit eingeladen war. Die Vorbereitungen dazu bildeten einen zentralen Arbeitsschwerpunkt in 2015.

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern  (ITM)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Trägerin des „überregionalen Fachdienstes in Bayern zur Verbesserung der Teilhabe taubblinder Menschen in der Gesellschaft (ITM)“.

Aktionsbündnis 5. Mai

Zur Vorbereitung der Veranstaltung zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung behinderter Menschen, beruft die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. traditionell einen Arbeitskreis, bei dem alle am Aktionstag beteiligten Gruppen und Initiativen mitwirken können.

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung

Zur Organisation und Abwicklung der regionalen Selbsthilfeförderung, der Förderung der Landesorganisationen sowie der Förderung der Selbsthilfekontaktstellen in Bayern haben die Krankenkassen und SeKo Bayern einen gemeinsamen Arbeitskreis eingerichtet, der bereits seit vielen Jahren Bestand hat. Am Teilnehmerkreis ist auch die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligt und wurde in den Sitzungen 2015 von der Geschäftsführerin vertreten. Besprochen wurden mögliche Konsequenzen aus der höheren Finanzierung der gesundheitlichen Selbsthilfe ab dem Jahr 2016 durch das im Juni 2015 verabschiedete Präventionsgesetz.  

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Der Förderverein der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist eine wichtige Stütze zur Erbringung der erforderlichen Eigenmittel für die Bewilligung des Gesamtzuschusses durch das Bayerische StMAS.

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen

Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Seit 1990 ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Mitglied im Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V.

Zwischen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e. V. besteht eine enge Kooperation.

Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e. V. (abm)

Im Programmbeirat der abm vertritt Frau Viviane Schachler, Referentin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., die Interessen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. und ihrer Mitgliedsverbände.

Aktion Knochenmarkspende Bayern 

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Gründungsmitglied der Aktion Knochenmarkspende. Dr. Josef Pettinger, Vorstandsvorsitzender der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., ist im Vorstand der Stiftung.

Landeszentrale für Gesundheit in Bayern  e. V. (LZG)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied der LZG. Die LZG erarbeitet derzeit ein neues Aufgabenprofil, da weite ehemalige Arbeitsbereiche bereits 2013 durch das Bayerische Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung übernommen worden sind. 

Europäische Bewegung Bayern  e.V.

Die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, vertritt die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. bei den Tagungen und Mitgliederversammlungen.

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern 

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist auch Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) Landesverband Bayern. Das DJH plant seine Jugendherbergen barrierefrei umzugestalten und möchte Betroffenenverbände dabei miteinbeziehen. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat angeboten zu gegebener Zeit Kontakte zu ihren Mitgliedsverbänden zu vermitteln, die den Umsetzungsprozess dann mitberaten können.

Mitarbeit in den Gremien

Bayerischer Landesbehindertenrat (LBR)

Der LBR berät die Bayerische Staatsregierung. Im Landesbehindertenrat sind aus der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V.

folgende Vertreter:

Frau Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.  

Stellvertreter:  Frau Martina Buchschuster, Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam Leben – Gemeinsam Lernen e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Vertreter: Frau Helga Jäniche, Deutsche Rheumaliga Landesverband Bayern  e.V. und stellvertretende Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.  

Stellvertreter: Herr Bernd Franz, Diabetikerbund Bayern e.V.

Vertreter: Herr Christian Seuß, Bayerischer Blinden- und Sehbehindertenbund e.V.  

Stellvertreter: Herr Peter Klingensteiner, Deutsche Hämophilie Gesellschaft zur Bekämpfung von Blutungskrankheiten e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Vertreter: Herr Dr. Jürgen Auer, Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Landesverband Bayern e.V., Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.  

Stellvertreter: Herr Karl Heinz Möhrmann, Landesverband Bayern der Angehörigen psychisch Kranker e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Vertreter: Frau Regine Zille, Netzwerk Hörbehinderung Bayern, Bayerischer Cochlear-Implantat Verband e.V. und Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 

Stellvertreter: Frau Cornelia von Pappenheim, Gehörlosenverband München und Umland e.V., Dt. Gehörlosenbund e.V.

Auch Frau Ute Strittmatter vom Frauennetzwerk Bayern hat Sitz und Stimmrecht. Ihre Stellvertreterin ist Frau Dunja Robin.

Zentrale Themen während des Berichtszeitraumes waren:

  • Evaluierung des Aktionsplanes der Bayerischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-BRK
  • Reform des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes
  • Barrierefreies Bayern
  • Projekt „Frauenbeauftragte in Einrichtungen der Behindertenhilfe“

Bayerischer Landespflegeausschuss des StMAS

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit 1995 stimmberechtigtes Mitglied im Landespflegeausschuss und wird von der Geschäftsführerin bei den Sitzungen vertreten. Das Thema „Selbsthilfe und Pflege“ wird angesichts der steigenden Zahl von Menschen mit Behinderung im Alter in Zukunft ein wichtiges Thema der Verbände der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. sein. Die Rolle der Kommunen in der Pflege war ein Schwerpunkt im Berichtszeitraum. Zur besseren Beratung von Angehörigen sowie Pflegebedürftigen, zur Vernetzung der örtlichen Angebote der Pflege und Entlastung der Angehörigen Pflegebedürftiger sollen die Kommunen weiter gestärkt werden in ihrer Steuerungs- und Planungskompetenz. Sozialräume sollen so entwickelt werden, dass pflegebedürftige Menschen so lange wie möglich in ihrem gewohnten Umfeld verbleiben können. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. empfahl in diesem Zusammenhang, dass die Selbsthilfe von Angehörigen oder Pflegebedürftigen frühzeitig mit einbezogen wird, damit nicht am Bedarf vorbei neue Strukturen aufgebaut werden.

Bayerischer Landesgesundheitsrat (LGR)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ordentliches Mitglied im Landesgesundheitsrat und wechselt den Sitz jährlich alternierend mit der SeKo Bayern. Hauptthemen im Berichtszeitraum waren seltene Erkrankungen und Palliativversorgung. Die Geschäftsführerin regte an, die fachspezifische Selbsthilfe an Schulungen für Ärzte im Bereich der seltenen Erkrankungen zu beteiligen.

Bayerischer Landesschulbeirat, Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei den Sitzungen des Landesschulbeirates vertritt die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Vertretung ist Frau Susanne Ulrich (Referentin). Der Landesschulbeirat befasst sich auch mit der Umsetzung der Inklusion an Bayerischen Schulen. Auch in diesem Gremium hat die Geschäftsführerin sich für die Inklusion von chronisch kranken und behinderten Kindern und Jugendlichen in allen Schulbereichen eingesetzt. Thema war u.a. das Profil Inklusion an Förderschulen. Da Inklusion Aufgabe aller Schulen in Bayern ist, sollen auch Förderschulen Konzepte zu diesem Auftrag entwickeln. Anhand eines Kriterienkataloges konnten sich Förderschulen für die Verleihung des Profils bewerben. 16 Förderschulen wurden ausgezeichnet. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. gab zu bedenken, dass auch die Kompetenz von Eltern bei der Aufstellung von Kriterien und Bewertung von Schulen als eigene Expertise mit einbezogen werden sollte.

Runder Tisch Zukunft der Behindertenhilfe im StMAS

Das Gremium befasst sich mit dem Thema „Konversion“ großer Komplexeinrichtungen der Behindertenhilfe. Mit dem wissenschaftlich begleiteten Modellprojekt soll eine Orientierungshilfe entstehen mit der stationäre Behinderteneinrichtungen inklusive Umwandlungsprozesse beginnen können. Sie sollen zukünftig weitergeführt werden und dabei den Leitlinien einer modernen Behindertenhilfe entsprechen. Ein Beirat, unter Beteiligung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., begleitet die Evaluation des vom Bayerischen Sozialministerium und dem Bezirk Oberbayern unterstützten Modellprojekts „Schönbrunn – Auf dem Weg zur Vision 2030“.

Beratender Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt SGB IX § 103

In dem auf Landesebene gebildeten Beratungsausschuss vertritt die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Susanne Ulrich, Referentin, ist Stellvertreterin. In diesem Ausschuss werden u.a. die Mittel der Ausgleichsabgabe, Höhe und Verwendung, thematisiert. Auch im Widerspruchsausschuss bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. Vertreter benennen. Der Widerspruchsausschuss entscheidet, ob Widersprüche gegen Entscheidungen in Kündigungsschutzverfahren, im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben und bei der Erhebung der Ausgleichsausgabe stattgegeben oder ob er zurückgewiesen wird.  

Gremium zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung (GSV) im Bezirk Oberbayern

In dem im Jahr 2007 gegründeten Gremium ist die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. durch die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, in den Sitzungen kontinuierlich vertreten. Das Gremium hat weitere Unterarbeitsgruppen und Projekte gegründet. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. beteiligte sich an der Erarbeitung einer Handreichung zur Prävention von Gewalt in Einrichtungen der Behindertenhilfe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Die Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. erstellte dazu das Vorwort.

Patientennetzwerk Bayern (PNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist nach SGB V § 140 f in den Ausschüssen von Ärzten und Krankenkassen mit Vertretern beteiligt und hat zu diesem Zweck in Bayern bereits 2005 ein Patientennetzwerk (PNB) mit den anderen maßgeblichen Organisationen gegründet. Das PNB benennt die Patientenvertreter/innen in den Zulassungs- und  Berufungsausschüssen sowie Landesausschüssen. Die Häufigkeit der Sitzungen und Anzahl der Gremien nimmt stetig zu und somit auch die Koordinierungsarbeit. 2015 hat das PNB eine eigens finanzierte Koordinierungsstelle dafür beim Bayerischen Gesundheitsministerium beantragt. Leider gibt es trotz des erheblichen Aufwands für die Organisation und Koordination der Patientenvertretung noch immer keinerlei finanzielle Unterstützung auf der Landesebene. Auch jährliche Fortbildungen für alle bayerischen Patientenvertreter/innen müssen bisher ohne Zuschüsse auskommen. Auf der Bundesebene gibt es bereits eine Abteilung Patientenbeteiligung beim G-BA, sowie regelmäßige, finanzierte Fortbildungen.

Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in Bayern

Die Vorstandsmitglieder der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Frau Helga Jäniche und Herr Peter Klingensteiner, sowie die Geschäftsführerin, Frau Nicole Lassal, sind als Patientenvertreter Mitglied in diesem Ausschuss. Zusammen mit dem Patientennetzwerk Bayern (PNB) hat die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auf der Grundlage des SGB V die Besetzung der acht Zulassungs- und zwei Berufungsausschüsse mit Patientenvertretern organisiert. In die Zulassungsausschüsse entsendete die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. 23 Vertreter und Stellvertreter, die Berufungsausschüsse waren mit fünf Vertretern und Stellvertretern der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. besetzt.

Erweiterter Landesausschuss

Der erweiterte Landesausschuss nach §116b Abs.2 SGBV der Ärzte und Krankenkassen in Bayern hatte am 22.1.2014 seine konstituierende Sitzung. Die Patientenvertreter/innen sind auch an den Sitzungen des erweiterten Landesausschusses in verkleinerter Besetzung mit drei Sitzen beteiligt. In Zusammenarbeit mit dem Patientennetzwerk Bayern besetzte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. auch diese Gremien mit Patientenvertreter/inne/n. Während des Berichtszeitraumes nahm die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. einmal an den Sitzungen des erweiterten Landesausschusses und dreimal an den Sitzungen in verkleinerter Besetzung teil.

Gemeinsames Landesgremium

Im August 2015 trat die Verordnung für das gemeinsame Landesgremium nach §90a SGB V in Kraft. Darin sind wesentliche Akteure des bayerischen Gesundheitswesens vertreten mit dem Ziel sektorenübergreifende Versorgungsfragen zu erörtern. Das Gremium ist ermächtigt Empfehlungen zur Optimierung der medizinischen Versorgung abzugeben. Die Geschäftsstelle ist beim Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium angesiedelt. Ende 2015 ist die konstituierende Sitzung geplant. Auch in diesem Gremium soll die Patientenvertretung laut Verordnung kein Stimmrecht sondern nur ein Mitberatungsrecht mit Recht auf Anwesenheit bei Beschlussfassung haben.

Bayerische Ethikkommission

Nach der PID-Verordnung (Präimplantationsdiagnostik-Verordnung) darf ein in Bayern zugelassenes PID-Zentrum Maßnahmen der PID nur durchführen, wenn die Bayerische Ethikkommission eine zustimmende Bewertung abgegeben hat. Die 2015 eingerichtete Ethikkommission besteht aus acht Mitgliedern, die vom Bayerischen Gesundheitsministerium für die Dauer von fünf Jahren bestellt wurden. Mitglieder sind vier Fachärzte aus den Bereichen Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Humangenetik, Kinder- und Jugendmedizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie. Darüber hinaus gehören ihr jeweils ein Sachverständiger der Fachrichtungen Ethik und Recht sowie je ein Vertreter für die Wahrnehmung der Interessen von Patienten sowie der Selbsthilfe behinderter Menschen an.

Folgende Vertreter wurden aus dem Bereich Selbsthilfe entsandt: 

Dr. J. Pettinger, Vorstandsvorsitzender LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Stellvertretung: Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Aus dem Bereich Patientenvertretung: Ute Strittmatter, Netzwerkfrauen Bayern

Forum Soziales Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen

Im Forum Soziales Bayern wird die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. durch die Geschäftsführerin vertreten. Im Berichtszeitraum tagte das Gremium nicht.

Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten Irmgard Badura

Die Zusammenarbeit mit der Behindertenbeauftragten Irmgard Badura ist sehr gut. Die Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist ständiges Mitglied in deren Beratungsgremien „Bildung, Arbeit, Bauen, Mobilität und Tourismus“.

Zusammenarbeit mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten Hermann Imhof

Der Runde Tisch des Pflege- und Patientenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Imhof, definiert Handlungsfelder im Gesundheits- und Versorgungswesen aus Sicht der Patienten und entwickelt ggf. Vorschläge und Konzepte. Ein aktuelles Schwerpunktthema ist Entlassmanagement. Themen wie nahtlose Versorgung der Patienten nach dem Aufenthalt im Krankenhaus oder Aufklärung von scheidenden Patienten aus dem Krankenhaus wurden diskutiert.

Wertebündnis Bayern

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit 2014 Bündnispartner. Seit März 2010 gibt es dieses bundesweit einmalige Bündnis, initiiert vom Bayerischen Ministerpräsidenten. Ziel ist es Werteorientierung und Wertebildung bei jungen Menschen z.B. über Gemeinschaftsprojekte zu fördern. Die Überführung in eine Stiftung mit finanzieller Unterstützung des Freistaats Bayerns steht an.

Beirat Sozialberichterstattung

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied im Beirat der Sozialberichterstattung der Bayerischen Staatsregierung. Die Sozialberichterstattung ist insofern wichtig für die Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen, da sich aus den Daten sozialpolitische Aktionsfelder herauslesen lassen.

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Soziales Netz Bayern (SNB)

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist Mitglied im SNB, einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Wohlfahrts- und Sozialverbänden für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates. Schwerpunktthema des Jahres 2015 ist „Asyl/Flüchtlinge/Migration“. Im Oktober fand eine Pressekonferenz dazu statt.

Vorstand

Der Vorstand traf sich im Berichtszeitraum zu 5 Sitzungen:

  • 2. Dezember 2014
  • 2. März 2015
  • 11. Mai 2015
  • 21. Juli 2015
  • 24. September 2015

Themenschwerpunkte der Vorstandssitzungen waren u.a.:

  • Projekt Frauenbeauftragte an Einrichtungen der Behindertenhilfe
  • Veranstaltung auf dem Münchner Marienplatz zum Europaweiten Protesttag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen
  • Trägerschaft für das Netzwerk Hörbehinderung
  • Bundesteilhabegesetz/Reform der Eingliederungshilfe
  • Schulungs- und Fortbildungsveranstaltung „Interkulturelle Öffnung und Sensibilisierung von Selbsthilfeorganisationen
  • Fachtagung Junge Selbsthilfe – Nachwuchsarbeit - Generationenwechsel
  • Bayern Barrierefrei 2023

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V.

Die BAG SELBSTHILFE e.V. ist Dachverband von 116 bundesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen, 13 Landesarbeitsgemeinschaften und vier Fachverbänden. Zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen finden halbjährlich Treffen der 13 Landesarbeitsgemeinschaften und der BAG SELBSTHILFE e.V. statt. Vom 8.-10. März 2015 trafen sich die Landesarbeitsgemeinschaften und die BAG SELBSTHILFE in Wremen. Themen dieser Treffen sind u.a.:

  • Selbsthilfeförderung in Bund und Ländern
  • Finanzierung der Landesarbeitsgemeinschaften
  • Selbstverständnis und Struktur der Selbsthilfe
  • Gesundheitsreform
  • Patientenbeteiligung
  • Reform der Eingliederungshilfe
  • Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Vom 28.-30. Juni gab es diesmal ein spezielles Klausurtreffen in Erkner zum Thema Positionierung der Landesarbeitsgemeinschaften in der Bundesarbeitsgemeinschaft.

Mit Zustimmung der Mitgliederversammlung wurde vom Bundesvorstand der BAG SELBSTHILFE e.V. die Einberufung einer Strukturkommission beschlossen. Sie hatte den Auftrag, Lösungsansätze auszuarbeiten, wie die Finanzierungsgrundlagen der BAG SELBSTHILFE e.V. mittel- und langfristig stabilisiert werden können. Frau Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., nahm ihre Aufgabe als Mitglied der Strukturkommission bis zur Mitgliederversammlung der BAG SELBSTHILFE e.V. war.

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V § 20c

2008 wurde die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen nach SGB V § 20c neu geregelt. Bei den Vergabesitzungen der pauschalen Mittel für Landesorganisationen der Selbsthilfe wurde die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. neben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern sowie der Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe beratend beteiligt. Im Förderjahr 2015 werden die landesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen mit über 760.000 Euro gefördert.

Die Selbsthilfeförderung für örtliche Selbsthilfegruppen wird ebenfalls nach einem bayernweiten Verfahren durchgeführt und die Vergabe der Mittel über die von den Selbsthilfekontaktstellen eingerichteten zwölf Runden Tische abgewickelt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. konnte für die Vergabeausschüsse jeweils einen Vertreter sowie Stellvertreter benennen. Die Bayerischen Selbsthilfegruppen erhielten 2,7 Mio. Euro.

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Förderung von Selbsthilfegruppen für chronisch kranke und behinderte Menschen

Die Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. ist seit Jahren in das Antrags- und Bewilligungsverfahren eingebunden.

Bei der Verteilung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung konnte die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. im Bewilligungszeitraum des Jahres 2015 einen Förderbetrag von 111.600,- € an die Selbsthilfegruppen weiterleiten.

In den vergangenen Jahren gab es zunehmende Schwierigkeiten die Förderung durch den Staat von der Förderung der gesetzlichen Krankenkassen abzugrenzen. Die Selbsthilfegruppen wurden häufiger geprüft und mit Rückforderungsbescheiden konfrontiert. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. hat sich dafür eingesetzt, dass die Selbsthilfeförderung neben der Förderung der gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Neu gestaltet wurden die Antrags- und Verwendungsnachweisformulare. Außerdem wurden die Inhalte der staatlichen Förderung konkretisiert.

Fortbildung von Personal in der Rehabilitation und von Maßnahmen für Familien mit Behinderten und Geschwisterkindermaßnahmen

Auch bei dieser Fördermaßnahme können unsere Mitgliedsverbände ihren Antrag bei der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. einreichen. Im Jahr 2015 werden voraussichtlich 10.500,- € an die Selbsthilfeverbände weitergeleitet werden.

Förderung von Begegnungs-, Freizeit- und Bildungsmaßnahmen für behinderte Menschen

Diese Maßnahme wird durch die Bayerischen Bezirke gefördert.

Bezirk Oberbayern 11.055,43 €

Bezirk Oberpfalz   1.518,87 €

Bezirk Mittelfranken  keine Anträge

Bezirk Niederbayern    782,98 €

Bezirk Schwaben    577,34 €

Bezirk Unterfranken   keine Anträge

Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist zuständige Stelle für die Beantragung von Stiftungsmitteln für den Stiftungszweck II, Selbsthilfe. Im ersten Halbjahr 2015 konnten insgesamt 3.480,- € weitergegeben werden.

Folgende Personen sind in den Gremien vertreten:

Stiftungsrat:

  • Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Helga Jäniche, Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Vergabeausschuss:

  • Nicole Lassal, Geschäftsführerin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Helga Jäniche, Vorstandsmitglied der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.
  • Ute Strittmatter, Leiterin der Netzwerkfrauen Bayern

Bayerischer Invaliden-, Witwen- und Waisenfonds

Folgende Personen sind in den Gremien der Stiftung vertreten:

  • Nicole Lassal, Geschäftsführerin LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsstelle der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. ist die Beratung von Mitgliedsorganisationen und Selbsthilfegruppen aus dem Bereich chronisch kranker und behinderter Menschen. Täglich erreichen uns schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen von Selbsthilfeaktiven, betroffenen Menschen oder Institutionen.

Das Spektrum der Anfragen reicht von juristischen Fragestellungen über die Weitervermittlung an Selbsthilfegruppen oder Organisationen bis hin zur Bitte um Unterstützung im Umgang mit den Sozialversicherungsträgern oder bei der Arbeits- und Wohnungssuche.

Einen großen Teil der Beratung nimmt auch die Frage nach der Erschließung von finanziellen Mitteln ein, wie z.B. die staatlichen Fördermittel oder die Erlangung von Stiftungsmitteln. Ein sehr zeitintensives Aufgabenspektrum ist die Beratung bzgl. der Förderung von Selbsthilfe durch die Krankenkassen nach SGB V § 20c.

Außerdem wird unser Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände nach wie vor als Tagungs- und Seminarort von unseren Mitgliedsverbänden rege genutzt. Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. selbst und das Frauennetzwerk benötigen die Räume für eigene Veranstaltungen, Fachtagungen, Arbeitskreise und Pressekonferenzen. Es zeigt sich, dass unser Konzept eines Zentrums der Bayerischen Behindertenverbände auf große Nachfrage stößt.

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Ein weiterhin wichtiges Informationsmedium ist unser regelmäßig erscheinender Informationsdienst. In den LAG-Informationen geben wir unsere Veranstaltungen bekannt, berichten über unsere Aktivitäten als Interessenvertretung von behinderten und chronisch kranken Menschen in Bayern und informieren über ausgewählte Themen aus Sozialpolitik, Recht und der öffentlichen Diskussion. Auch unsere Mitgliedsverbände erhalten die Gelegenheit, eigene Veranstaltungen anzukündigen oder auf Veröffentlichungen hinzuweisen.

Daneben können wir auf unserer barrierearmen Homepage aktuelle Informationen und ausführliche Berichte zu unseren Aktivitäten einstellen.

Ausblick

Der Aktionsplan der Bayerischen Staatsregierung „Schwerpunkte der Bayerischen Politik für Menschen mit Behinderung im Lichte der UN-Behindertenrechtskonvention“ führt in seiner Präambel „Leitgedanke der Inklusion“ aus: „Inklusion ist unmittelbar verknüpft mit gleichberechtigter Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in der Gesellschaft und Selbstbestimmung. Es handelt sich um eine Querschnittsaufgabe des Staates (…). Die Beteiligung von Betroffenen an allen Planungen, die Menschen mit Behinderung betreffen, sollte selbstverständlich werden. Menschen mit Behinderung wissen selbst am besten, welche Hindernisse sich ihnen im Lebensalltag stellen, und mit welchen Lösungen sie auf dem Weg zur Inklusion überwunden werden können.“

Die LAG SELBSTHILFE  Bayern e.V. ist die Spitzenorganisation der Selbsthilfe behinderter und chronisch kranker Menschen und ihrer Angehörigen in Bayern. Mit ihren 106 Mitgliedsorganisationen ist sie der demokratisch legitimierte Vertreter und repräsentiert das gesamte Spektrum von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung. Mit dieser Kompetenz werden wir uns auch weiterhin energisch bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention und der Gestaltung einer inklusiven Gesellschaft zur Wort melden und die Interessen der behinderten und chronisch kranken Menschen auch gegen Widerstände vertreten. Nur mit der Solidarität und der Stärke der verbandlich organisierten Selbsthilfe haben wir die Chance im Konzert der vielfältigen und teilweise divergierenden Interessen der Stimme der Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung politisches Gewicht zu geben.

 

Die LAG SELBSTHILFE Bayern e.V. wird gefördert aus Mitteln des

Logo StMAS 11 2013 klein

nach oben


Puzzle Hintergrundbild Puzzle Hintergrundbild