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Tätigkeitsbericht 2020/2021

Tätigkeitsbericht von Vorstand und Geschäftsführung

der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE von Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung und ihrer Angehörigen in Bayern e.V. (LAGS)

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände, Orleansplatz 3, 81667 München

 

Zeitraum: 17. November 2020 - 15. November 2021

 

Inhalt

Vorstand und Geschäftsführung

 

Vorwort

 

109 Mitgliedsverbände

Social Media Aktion anlässlich des Europaweiten Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2021

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM)

Netzwerk Hörbehinderung Bayern (NHB)

Verein zur Förderung der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen

Mitarbeit in den Gremien

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Vorstand

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V.

Förderung durch die gesetzlichen Krankenkassen nach SGB V §20h

Geschäftsführung Runder Tisch Selbsthilfeorganisationen gemäß §20h SGB V

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Informationen der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V.

 

Ausblick


Vorstand und Geschäftsführung

Vorstand

Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender (verstorben am 16. Januar 2021)
Helga Jäniche, Stellvertretende Vorsitzende

Weitere Vorstandsmitglieder
Karlheinz Möhrmann
Dr. Nicosia Nieß
Christian Seuß
Norbert Spiegl
Regine Zille, Schatzmeisterin

Ehrenvorsitzender
Maximilian H. Maurer (verstorben am 3. März 2021)

Geschäftsführung

Thomas Bannasch, Geschäftsführer

Geschäftsstelle

Referent*innen
Natalie Pfister, Recht
Thomas Asam
Susanne Ulrich
Stephanie Striebel, Runder Tisch Selbsthilfeorganisationen (seit 1. Juli 2021)

Sekretariat
Roswitha Gailer
Regina Heldwein

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Dunja Robin, Leitung
Karin Winklhofer, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Ümmahan Gräsle, Referentin für Gewaltprävention

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen (ITM)

Britta Achterkamp, Leitung
Karen Matthäus, Referentin (bis 31. März 2021)
Nicole Hauf, Sachbearbeitung

Vorwort

Vieles was noch im März 2020 als der erste Lockdown aufgrund der Corona-Pandemie eingeleitet wurde unvorstellbar schien ist mittlerweile Routine. Die Einhaltung der unterschiedlichen Vorgaben zum Infektionsschutz oder die Teilnahme an Videokonferenzen sind zwischenzeitlich zwar in unserem Alltag angekommen, jedoch kann dieses neue „Normal“ nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns alle endlich ein „Ende“ der Pandemie wünschen.

Leider sind bis heute viele Probleme ungelöst und die Pandemie offenbart viele nationale und internationale Schwierigkeiten - es erscheint immer offensichtlicher, dass wir uns mit diesem neuen „Normal“ noch längere Zeit abfinden müssen.

Über den Sommer wurden naturgemäß die Einschränkungen etwas entspannt, weshalb sich der persönliche Kontakt und damit auch eine wesentliche Kraft der Selbsthilfearbeit zumindest in Maßen wieder entfalten konnte. Erfreulich ist auch zu sehen, wie im Bereich LongCovid in kürzester Zeit Selbsthilfestrukturen entstanden sind. Eine derartige Vernetzungsarbeit in dieser vergleichbar kurzen Zeit ist bemerkenswert und zeigt auf welche Kräfte durch ehrenamtliches Engagement freigesetzt werden können.

Selbsthilfe wird oft als die 4. Säule des Gesundheitswesens bezeichnet und so freuen wir uns sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen haben einen wichtigen Beitrag zur Qualitätsentwicklung im Bereich der bayerischen Selbsthilfeorganisationen leisten zu können. Bereits im Jahr 2020 ist die Fördergemeinschaft der Krankenkassen auf uns mit der Bitte zugekommen einen Runden Tisch Selbsthilfeförderung für Landesorganisationen nach dem Vorbild der regionalen Runden Tische einzurichten. Nach einer umfangreichen Abstimmung mit den unterschiedlichsten Beteiligten können wir diesem Wunsch seit Mitte 2021 nachkommen. Wir haben eigens für diesen Runden Tisch eine Geschäftsstelle eingerichtet, bei der in Zukunft gebündelt die Anträge an die Fördergemeinschaft der Krankenkassen im Bereich der Pauschalförderung und im Bereich der Projektförderung (Ausnahme vdek behält sich die Projektförderung selbst vor) gestellt werden können. Ziel ist es mit einer kontinuierlichen Ansprechperson auch ein kontinuierliches und transparentes Förderverfahren zu ermöglichen. Unsere neue Kollegin Frau Stephanie Striebel steht hier gerne zur Verfügung.

Für die LAGS ist das vergangene Jahr aber auch geprägt von den Schattenseiten des Lebens. Vor allem haben wir zwei äußerst engagierte und aktive Vertreter der Selbsthilfebewegung verloren. Seit 2001 bis zu seinem Tod am 16. Januar 2021 im Alter von 84 Jahren war Herr Dr. Josef Pettinger Vorsitzender der LAGS. Herr Dr. Pettinger war Gründungsmitglied der Lebenshilfe Freising e.V. und hat in unserem Vorstand den Landesverband Bayern der Lebenshilfe vertreten. Mit Herrn Dr. Pettinger nehmen wir Abschied von einem Urgestein des Engagements für Menschen mit Behinderung.

Kurz nach dieser traurigen Nachricht ist auch unser Ehrenvorsitzender Herr Maximilian Maurer am 3. März 2021 im Alter von 99 Jahren verstorben. Herr Maurer war Gründungsmitglied der Deutschen Hämophiliegesellschaft und Gründungsmitglied bzw. langjähriger erster Vorsitzender der LAGS bis zu seinem Ausscheiden aus dem Vorstand im Jahr 2001. Er hat die Grundlagen für die verbandlich organisierte Selbsthilfe im Bereich Behinderung und chronische Erkrankung maßgeblich mitgestaltet und wir verneigen uns vor seiner Tatkraft und vor seiner Lebensleistung.

Tätigkeitsbericht

109 Mitgliedsverbände

Als neuer Verband wurde bei der letzten Mitgliederversammlung am 16. November 2020
aufgenommen:

  • Herz-LAG Bayern e.V.

Folgender Verband wurde aufgelöst:

  • ISL Landesverband Bayern

Derzeit sind 109 landesweit tätige Selbsthilfeorganisationen unter dem Dach der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE Bayern e.V. zusammengeschlossen.

Social Media Aktion anlässlich des Europaweiten Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2021

Da aufgrund der Pandemie-Situation zum zweiten Mal in Folge keine Präsenzveranstaltung zum Protesttag durchgeführt werden konnte, wurden digitale Formate genutzt, um auf bereits Erreichtes sowie noch vorhandene Defizite bezüglich der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) hinzuweisen. In Videobotschaften des Geschäftsführers der LAGS, Thomas Bannasch, der Leitung der Netzwerkfrauen Bayern, Dunja Robin, sowie einer ihrer Mitarbeiterinnen wurde besonders auch auf Probleme eingegangen, die sich für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sowie deren Angehörige in Corona-Zeiten ergaben. Die LAGS kooperierte mit dem Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, Holger Kiesel, der ebenfalls ein Video erstellte. Diese Videos standen jeweils in einer Version mit Audiodeskription, Untertiteln sowie Deutscher Gebärdensprache zur Verfügung.

Darüber hinaus erstellte der Fachdienst Integration taubblinder Menschen (ITM) zwei Videos mit hörsehbehinderten Personen, die in einer Version mit Gebärdensprachdolmetschern erstellt wurde. Die Videos waren auf der Homepage und dem facebook-Auftritt der LAGS zu sehen. In den Folgetagen wies die LAGS auf weitere Aktionen und relevante Themen hin und ermunterte zur Beteiligung und Diskussion. Gerade aus dem Kreis der hörsehbehinderten Menschen, die besonders unter den Kontaktbeschränkungen litten, gab es viel positive Resonanz auf diese Aktion.

Arbeitskreis Selbsthilfeförderung

Zur gemeinsamen Erörterung von Fragen im Zusammenhang mit der regionalen Selbsthilfeförderung, der Förderung der Landesorganisationen sowie der Förderung der Selbsthilfekontaktstellen in Bayern wurde ein gemeinsamer Arbeitskreis eingerichtet, der bereits seit vielen Jahren Bestand hat. Am Teilnehmer*innenkreis ist auch die LAGS beteiligt, die durch Thomas Asam als Selbsthilfevertretung und zusätzlich seit 1. Juli 2021 durch Stephanie Striebel als Geschäftsführung des Runden Tisches Selbsthilfeorganisationen vertreten wird.

Netzwerk von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern

Die LAGS ist Trägerin des Netzwerks von und für Frauen und Mädchen mit Behinderung in Bayern.

Fachdienst Integration Taubblinder Menschen in Bayern (ITM)

Die LAGS ist Trägerin des „überregionalen Fachdienstes in Bayern zur Verbesserung der Teilhabe taubblinder Menschen in der Gesellschaft (ITM)“.

Netzwerk Hörbehinderung Bayern (NHB)

Die LAGS ist Trägerin des Netzwerks Hörbehinderung Bayern (NHB).

Verein zur Förderung der LAGS

Der Förderverein der LAGS ist eine wichtige Stütze zur Erbringung der erforderlichen Eigenmittel für die Bewilligung des Gesamtzuschusses durch das Bayerische StMAS. Die Satzung des Fördervereins wurde im November 2020 modernisiert. Zukünftig sind sowohl die Mitgliederversammlung als auch die Vorstandssitzungen optional in digitaler Form durchführbar. Die Geschäftsstelle der LAGS bedankt sich bei der Vorsitzenden des Fördervereins, Frau Schäfer, für die gute Zusammenarbeit.

Mitgliedschaft und Mitarbeit in anderen Organisationen

Verein Arbeitsstelle Frühförderung e.V.

Seit 1990 ist die LAGS Mitglied im Verein Arbeitsstelle Frühförderung e. V.

Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e.V.

Zwischen der LAGS und der Vereinigung für interdisziplinäre Frühförderung e.V. besteht eine enge Kooperation.

Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien e.V. (abm)

Im Programmbeirat der abm vertritt Susanne Ulrich, Referentin der LAGS, die Interessen der LAGS und ihrer Mitgliedsverbände.

Aktion Knochenmarkspende Bayern

Die LAGS ist Gründungsmitglied der Aktion Knochenmarkspende. Dr. Josef Pettinger, Vorstandsvorsitzender der LAGS, war bis zu seinem Tod im Vorstand der Stiftung vertreten.

Landeszentrale für Gesundheit in Bayern e.V. (LZG)

Die LAGS ist Mitglied der LZG.

Europäische Bewegung Bayern e.V.

Die LAGS ist Mitglied in der europäischen Bewegung Bayern e.V.

Deutsches Jugendherbergswerk Landesverband Bayern

Die LAGS ist auch Mitglied im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) Landesverband Bayern. Die LAGS steht in aktivem Kontakt mit dem Verband.

Netzwerk Inklusive Jugendarbeit im Bayerischen Jugendring (BJR)

Um dem Ziel „inklusiver Jugendarbeit“ näher zu kommen, hat sich unter der Initiative und Federführung des Bayerischen Jugendringes das Netzwerk für inklusive Jugendarbeit gegründet. Die LAGS ist Mitglied im Netzwerk, in dem vor allem Jugendverbände vertreten sind. Das Netzwerk traf sich während des Berichtszeitraumes zweimal. Bereits zum 2. Mal initiierte das Netzwerk unter anderem ein von der Aktion Mensch gefördertes Projekt „Inklusion – geht klar!“. Das Projekt ermöglicht Förderungen für die Entwicklung und Erprobung von inklusiven Qualifizierungsmöglichkeiten in der Jugendarbeit. Ziel ist es die Partizipation von jungen Menschen mit Behinderung in der Jugendarbeit zu verstetigen. Das Projekt ist über drei Jahre von Dezember 2019 bis 2022 angelegt.

Arbeitsgruppe des Landesjugendhilfeausschusses in Bayern „Herausforderungen im Zusammenhang mit der inklusiven Jugendhilfe“

Das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (KJSG) trat am 10. Juni 2021 in weiten Teilen in Kraft. Ziel ist es junge Menschen zu stärken und ihnen mehr Teilhabe zu ermöglichen. Insbesondere sollen auch Minderjährige aus einem belastenden Lebensumfeld, die in Heimen, in sonstigen betreuten Wohnformen oder Pflegefamilien leben, besser unterstützt werden. Die Reform eröffnet einen Weg hin zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe und greift damit die seit langem geführte Debatte um die sogenannte inklusive Lösung im SGB VIII (vormals große Lösung) auf. Aufgrund dieser Entwicklung hatte der Landesjugendhilfeausschuss Bayern eine Arbeitsgruppe mit der Klärung beauftragt, ob bereits inklusive Arbeitsgemeinschaften (z.B. AG §78) vorhanden sind. Darüber hinaus soll die Frage beantwortet werden, inwieweit eine Öffnung des Landesjugendhilfeausschusses bzw. der kommunalen Jugendhilfeausschüsse für Vertretungen der Behindertenhilfe und Selbstvertretungen möglich ist oder vorangetrieben werden muss. Die LAGS vertritt dort als Gast die Interessen von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung sowie deren Angehörige.

Mitarbeit in den Gremien

Bundesteilhabegesetz (BTHG) und landesrechtliche Umsetzung

Rahmenvertrag, Arbeitsgruppe (AG) Verhandlungen

Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Gremium der AG Verhandlungen bis Ende 2020 zur Klärung nötig gewordener geänderter Regelungen zu Finanzierungsfragen in den Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie des Umgangs mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie in Form von regelmäßigen Videokonferenzen genutzt.

Nicht zuletzt aufgrund der Initiative der LAGS sind zu Beginn des Jahres 2021 Arbeitsgruppen gegründet worden um dem eigentlichen Auftrag, einen neuen Rahmenvertrag für die Eingliederungshilfe auszuhandeln, wieder gerecht zu werden. Denn gegenwärtig gilt die Regelung einer Übergangslösung nur bis zum 31.12.2022.

Die Arbeitsgruppen (AG Soziale Teilhabe, AG Teilhabe am Arbeitsleben, AG Investkosten, AG Leistungen für Kinder und Jugendliche, AG Qualität & Wirksamkeit von Leistungen) sind jeweils mit drei Vertreterinnen und Vertretern auf Seiten der Bayerischen Bezirke und der Leistungserbringer besetzt. Die LAGS wird in drei Arbeitsgruppen von Selbsthilfevertreterinnen und Selbsthilfevertretern aus unseren Mitgliedsverbänden personell unterstützt. Derzeit ist noch offen, ob der neue Bayerische Rahmenvertrag bis zum 31.12.2022 fertig sein wird.

Schiedsstelle nach § 133 SGB IX

Im Rahmen der Umsetzung des BTHG hat die Bayerische Staatsregierung bei der Regierung von Niederbayern die für ganz Bayern zuständige Schiedsstelle nach § 133 SGB IX – Eingliederungshilfe – eingesetzt. Sofern es zwischen den Leistungsträgern und den Leistungserbringern bei Vertragsverhandlungen zu Konflikten kommt und keine Einigung erzielt wird, kann die Schiedsstelle angerufen werden.

Die LAGS vertritt die Interessen der Menschen mit Behinderungen in den Schiedsverfahren. Den Interessenvertretern kommt hierbei eine beratende Funktion zu und das Recht die Anliegen und Interessen der Menschen mit Behinderung darzustellen und eine fachliche Einschätzung zu den vorgetragenen Streitfällen abzugeben. Ein Stimmrecht besteht in der Schiedsstelle jedoch nicht. Am 11.10.2021 fanden die beiden ersten Sitzungen der Schiedsstelle Eingliederungshilfe in Landshut statt. Beratend nahm hier Natalie Pfister, Rechtsreferentin der LAGS, für die LAGS teil.

Arbeitsgruppe zur Bestimmung und Weiterentwicklung des Instruments zur Bedarfsermittlung (AG § 99)

Hier ist die LAGS aufgrund des Bayerischen Teilhabegesetzes (BayTHG I) mit fünf Vertreter*innen und Stellvertreter*innen beteiligt. Bei Beschlussfassungen steht den Vertretungen der Menschen mit Behinderungen ein Vetorecht zu. Die Arbeitsgruppe ist beauftragt ein Bedarfsermittlungsinstrument für Menschen mit Behinderung und/oder chronischer Krankheit in Bayern zu entwickeln.

Im Herbst 2020 startete die eigentliche Erprobungsphase des Instruments. Zwar mussten die für November 2020 angesetzten Präsenzschulungen für interessierte Teilnehmende aufgrund der Corona-Pandemie kurzfristig auf digitale Formate umgestellt werden. Die Kleingruppenschulungen weisen aber den Vorteil auf, dass bayernweit gemischte Gruppen zusammenkommen und in den Austausch gehen. Nach Möglichkeit bilden sowohl Vertretende eines Leistungsträgers sowie Vertretende der Leistungserbringer bzw. der Leistungsberechtigten gemeinsam ein Schulungsteam. Die Dringlichkeit, auch antragstellende/leistungsberechtigte Personen insbesondere im Vorfeld der Bedarfsermittlung zu unterstützen, ist unumgänglich. Im Juli dieses Jahres ist daher – auf Initiative der LAGS hin – im Namen der AG § 99 ein Schreiben an Frau Staatsministerin Trautner mit der Bitte versandt worden sich für eine Finanzierung einer Projektstelle für Schulungen der antragstellenden/leistungsberechtigten Personen stark zu machen. Die Einführung des BIBay im „Echtbetrieb“ ist für Juli 2022 anvisiert.

Sozial- und Teilhabeausschuss

Im Dezember 2020 und im Juli 2021 fanden weitere Sitzungen des Sozial-und Teilhabeausschusses des Bezirkstags der Oberpfalz in Regensburg statt. Die LAGS, vertreten durch Thomas Bannasch, Geschäftsführer der LAGS, tritt im Ausschuss als sachverständige Person auf.

Bezirkskommission Eingliederungshilfe für den Bezirk Schwaben

Im Juli 2020 fand die konstituierende Sitzung der Kommission Eingliederungshilfe (BKE) in Augsburg statt. Die LAGS nimmt an den ca. zweimal jährlich stattfindenden Sitzungen der BKE beratend teil. Aus der Kommission heraus haben sich die Arbeitsgruppen Schulbegleitung, Ambulant betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege und Umsetzung BTHG gebildet. Auch hier nimmt die LAGS beratend teil.

Bayerischer Landesbehindertenrat (LBR)

Der LBR berät die Bayerische Staatsregierung. Den Vorsitz des Landesbehindertenrats hat die jeweilige/der jeweilige Sozialminister*in. Seit Februar 2020 hat Frau Staatsministerin Trautner den Vorsitz übernommen. Im Landesbehindertenrat sind seit August 2020 aus der LAGS folgende Personen benannt:

Vertreter*innen:

Thomas Bannasch
Helga Jäniche
Christian Seuß
Dr. Jürgen Auer

Stellvertreter*innen:

Karl-Heinz Möhrmann
Dr. Nicosia Nieß
Cornelia v. Pappenheim
Norbert Spiegl


Auch Frau Dunja Robin vom Frauennetzwerk Bayern hat Sitz und Stimmrecht. Ihre Stellvertreterin ist Frau Marion Stangl.

Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks

Den Sitz im Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks nimmt das Vorstandsmitglied der LAGS, Christian Seuß, wahr. Den Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks bilden seit der 5jährigen Amtszeit ab 1. Mai 2017 50 Vertreterinnen und Vertreter bedeutsamer politischer, weltanschaulicher und gesellschaftlicher Gruppen. Das zum 1. Januar 2017 novellierte Bayerische Rundfunkgesetz sieht vor, dass zusätzlich zu den bisherigen 47 Mitgliedern im Rundfunkrat unter anderem auch ein Vertreter der LAGS entsandt wird. Der Rundfunkrat wacht darüber, dass der Bayerische Rundfunk seine Aufgaben gemäß dem Gesetz erfüllt. Seine Mitglieder sind unabhängig und den Interessen der Allgemeinheit auf dem Gebiet des Rundfunks verpflichtet.

Ein medienübergreifend arbeitender Programmausschuss, dem Christian Seuß angehört, befasst sich mit allen Fragen des Programms. Im Mittelpunkt steht die genre- und themenbezogene Auseinandersetzung mit der programmlichen Qualität und der publizistischen Relevanz der BR-Angebote auf allen Ausspielkanälen.

Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM)

Das zum 1. Januar 2017 novellierte Bayerische Mediengesetz sieht vor, dass unter anderem auch die LAGS eine Vertretung in den Medienrat der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) entsenden kann. Seit Beginn der neuen Sitzungsperiode zum 01. 05.2017 bis Ende 2020 wurde dieser Sitz von Dr. Josef Pettinger, Vorsitzender der LAGS, bis zu seinem Tod im Januar 2021 wahrgenommen. Dr. Josef Pettinger war dort Mitglied des Programmausschusses, des Fernsehrates und des Forums Medienpädagogik. Seit Januar 2021 hat Dr. Nicosia Nieß, Vorstand der LAGS, den Sitz Dr. Josef Pettingers übernommen.

Aufgabe der BLM ist es die privaten Rundfunk- und TV Angebote in Bayern zu genehmigen und zu beaufsichtigen. In Bayern entscheidet die BLM über die Zulassung privater TV- und Rundfunkanbieter und verteilt gleichzeitig die Sendefrequenzen und die Sendezeiten. Die laufenden Programme der zugelassenen Anbieter werden dabei in Bezug auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben kontrolliert. Insbesondere wird dabei darauf geachtet, dass die regionale Vielfalt Bayerns in den Sendungen zum Tragen kommt.

Einen wichtigen Platz im Aufgabenkatalog der BLM nimmt die Medienpädagogik ein. Das Bayerische Mediengesetz in seiner Fassung von 1997 regelt, dass die BLM „einen Beitrag zur Vermittlung eines verantwortungsbewussten Gebrauchs der Medien, insbesondere zur Medienerziehung und Medienpädagogik leistet“. Schließlich wurde auch eine „Stiftung Medienpädagogik Bayern“ gegründet, die sehr erfolgreich vom Elementarbereich über die verschiedenen Schultypen bis in die außerschulische Jugendarbeit elementare Medienarbeit fördert.

Bayerischer Landespflegeausschuss des StMGP

Die LAGS ist seit 1995 stimmberechtigtes Mitglied im Landespflegeausschuss und wird vom Geschäftsführer bei den Sitzungen vertreten. Der neue bayerische Gesundheitsminister, Klaus Holetschek, wurde zum Vorsitzenden gewählt und das Gros der Diskussionen drehte sich auch hier um die Bewältigung der Corona Pandemie.

Bayerischer Landesgesundheitsrat (LGR)

Die LAGS ist ordentliches Mitglied im Landesgesundheitsrat und wechselt den Sitz jährlich alternierend mit der SeKo Bayern.

Bayerischer Landesschulbeirat, Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Bei den Sitzungen des Landesschulbeirates vertritt der Geschäftsführer, Thomas Bannasch, die LAGS, Vertretung ist Susanne Ulrich (Referentin). Der Landesschulbeirat befasst sich auch mit der Umsetzung der Inklusion an Bayerischen Schulen. Die Corona Pandemie hat sich natürlich massiv auf das Thema Schule ausgewirkt. Vor diesem Hintergrund erscheint es logisch, dass sich der Landesschulbeirat im letzten Jahr vor allem damit beschäftigt hat, wie die Auswirkungen der Corona Pandemie im Schulbereich kompensiert werden können und welche Maßnahmen getroffen werden mussten um soweit möglich einen entsprechenden Schulbetrieb aufrechterhalten zu können.

Beratender Ausschuss für behinderte Menschen beim Integrationsamt SGB IX § 103

In dem auf Landesebene gebildeten Beratungsausschuss vertritt Thomas Bannasch die LAGS. Er wird vertreten durch die Referentin Susanne Ulrich. In diesem Ausschuss werden u.a. Höhe und Verwendung der Mittel der Ausgleichsabgabe thematisiert. Auch für den Widerspruchsausschuss bei der Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion Bayern, hat die LAGS Vertreter benannt. Der Widerspruchsausschuss entscheidet, ob Widersprüche gegen Entscheidungen in Kündigungsschutzverfahren, im Rahmen der Begleitenden Hilfe im Arbeitsleben und bei der Erhebung der Ausgleichsausgabe stattgegeben oder zurückgewiesen werden.

Gremium zur Gesundheits-, Sozial- und Versorgungsplanung (GSV) im Bezirk Oberbayern

In dem im Jahr 2007 gegründeten Gremium ist die LAGS durch den Geschäftsführer, Thomas Bannasch, in den Sitzungen kontinuierlich vertreten. Der Bezirk Oberbayern ist der weitaus größte bayerische Bezirk. Vor diesem Hintergrund bietet gerade dieses Gremium eine gute Gelegenheit aktuelle Problemstellungen bezüglich der landesrechtlichen Umsetzung des BTHG vor Ort und mit einer der unmittelbar zuständigen Behörden zu diskutieren.

Patientennetzwerk Bayern (PNB)

Die LAGS ist nach § 140 f SGB V in den Ausschüssen von Ärzten und Krankenkassen und in weiteren Gremien mit ihren Vertretungen aus ihren Mitgliedsverbänden beteiligt. Für Bayern hat sie bereits 2004 das Patientennetzwerk Bayern (PNB) mit den anderen maßgeblichen Organisationen gegründet. Das PNB benennt die Vertretungen von Patient*innen in den Zulassungs- und Berufungsausschüssen, Landesausschüssen und weiteren Gremien. Das Vorschlagsrecht für Vertretungen der Selbsthilfeorganisationen hat allein die LAGS. Die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für die Patientenvertretung/-beteiligung beim Gesundheitsladen München erfolgt mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege seit Winter 2016. An den quartalsmäßigen PNB-Sitzungen nimmt Thomas Asam für die LAGS teil.

Pandemiebedingt lud das Patientennetzwerk Bayern im Januar und Februar 2021 alle Vertretungen der Patient*innen in Bayern zur jährlichen Fortbildung erstmals über ein digitales Format ein. Themen waren u.a. die Auswirkungen der Bedarfsplanreform 2019 in Bayern und Barrierefreiheit bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns. Aus den Rückmeldungen neuer Teilnehmer*innen ist die Idee entstanden ein Glossar und regelmäßige Fallbesprechungen anzubieten. Im Juli fand ein Austausch über Fälle in den Zulassungsausschüssen statt.

Gesundheitsbezogene Gremien und Ausschüsse in Bayern (Auswahl)

Im Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen sind das Vorstandsmitglied der LAGS, Helga Jäniche, sowie Susanne Ulrich und Thomas Asam, Referent*innen der LAGS, als Patientenvertreter*innen beteiligt.

Zusammen mit dem Patientennetzwerk Bayern (PNB) organisierte die LAGS auf der Grundlage des SGBV die Besetzung der acht Zulassungs- und zwei Berufungsausschüsse mit Patientenvertretungen. In den Zulassungsausschüssen beteiligte sich die LAGS in Zusammenarbeit mit ihren Mitgliedern mit insgesamt 24 Vertretungen und Stellvertretungen, die Berufungsausschüsse waren mit 5 Vertretungen und Stellvertretungen aus den Reihen der LAGS (Helga Jäniche, Thomas Asam) bzw. deren Mitgliedsverbänden besetzt. Die Patientenvertretungen sind auch im erweiterten Landesausschuss der Ärzte, Krankenkassen und Krankenhäuser sowie in dessen „Erledigungsgremium“, dem erweiterten Landesausschuss in verkleinerter Besetzung, beteiligt. In Zusammenarbeit mit dem Patientennetzwerk
Bayern besetzte die LAGS auch diese Gremien mit Patientenvertretungen. Die LAGS wird durch Thomas Asam vertreten.

Im August 2015 trat die Verordnung für das gemeinsame Landesgremium nach § 90a SGB V in Kraft. Darin sind wesentliche Akteure des bayerischen Gesundheitswesens vertreten mit dem Ziel sektorenübergreifende Versorgungsfragen zu erörtern. Das Gremium ist ermächtigt Empfehlungen zur Optimierung der medizinischen Versorgung abzugeben. Die Geschäftsstelle ist beim Bayerischen Gesundheits- und Pflegeministerium angesiedelt.

Lenkungsgremium der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung in Bayern

Krankenhäuser, Ärzte, Zahnärzte und Krankenkassen in Bayern haben gemeinsam eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) zur sektorenübergreifenden Qualitätssicherung ins Leben gerufen. Diese soll die Qualität von Behandlungen in einem einheitlichen gemeinsamen Verfahren dokumentieren und auswerten. Die LAGS ist durch Thomas Asam im Lenkungsgremium der LAG vertreten.

Kuratorium der Bayerischen AG für Qualitätssicherung in der stationären Versorgung (BAQ):

Zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur externen Qualitätssicherung gemäß SGB V §112 und §137 sowie der Bundespflegesatzverordnung wurden in Bayern im April 1995 Verträge zwischen den gleichberechtigten Partnern Bayerische Krankenhausgesellschaft (BKG), Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE) und Bayerischer Landesärztekammer (BLÄK) geschlossen. Als Lenkungsgremium wurde ein Kuratorium ins Leben gerufen, das die Gesamtverantwortung für das Verfahren und die Maßnahmen zur externen stationären Qualitätssicherung trägt. Dem Kuratorium gehören auch beratende Mitglieder aus der Patientenvertretung an.

Medizinischer Dienst - MD(K) Bayern

Zwischen 2016 und 2021 war der Geschäftsführer der LAGS, Thomas Bannasch, bereits Sprecher des damals noch bestehenden Beirats des Verwaltungsrats des MDK Bayern. Das Aufgabenspektrum des MDK Bayern erstreckt sich sowohl über den gesamten gutachterlichen Bereich in der medizinischen Versorgung als auch über das weite und ständig an Bedeutung gewinnende Themenfeld Pflege. Die LAGS übernahm im Beirat die Vertretung der erkrankten oder pflegebedürftigen Menschen.

Durch das MDK-Reformgesetz sollen die Medizinischen Dienste nun unabhängiger von den gesetzlichen Krankenkassen werden. Dafür wurde unter anderem während des Berichtszeitraumes die Beteiligung der Patientinnen und Patienten in den Verwaltungsräten der zwischenzeitlich nur noch Medizinischen Dienste (ohne Krankenkassen) etabliert. Die LAGS war maßgebliche Organisation bezüglich der Einreichung von Vorschlägen für das Benennungsverfahren zur Besetzung des Verwaltungsrates in Bayern und trägt dazu bei, die Wahrnehmung der Interessen und der Selbsthilfe der pflegebedürftigen und behinderten Menschen sowie der pflegenden Angehörigen zu gewährleisten. Die LAGS ist durch ihren Geschäftsführer, Thomas Bannasch, im neuen Verwaltungsrat vertreten (Stellvertretung: Thomas Asam).

Darüber hinaus sind aus unseren Mitgliedsverbänden benannt: Sonja Womser, Geschäftsführerin der Alzheimer Gesellschaft LV Bayern e.V. (Stellvertreterin: Konstanze Riedmüller, Vorsitzende des Landesverbandes Bayern für körper- und mehrfachbehinderte Menschen) sowie Markus Besseler, Geschäftsführer der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V. (Stellvertreterin: Gabriele Brückner, Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V.).

Bayerische Ethikkommission für Präimplantationsdiagnostik

Nach der PID-Verordnung (Präimplantationsdiagnostik-Verordnung) darf ein in Bayern zugelassenes PID-Zentrum Maßnahmen der PID nur durchführen, wenn die Bayerische Ethikkommission eine zustimmende Bewertung abgegeben hat. Die 2015 eingerichtete Ethikkommission besteht aus acht Mitgliedern, die vom Bayerischen Gesundheitsministerium für die Dauer von fünf Jahren bestellt wurden.

In der neuen Benennungsperiode ab 2021 wurden aus folgenden Bereichen die Mitglieder neu benannt:

vier Fachärzt*innen (Bereiche: Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Humangenetik, Kinder- und Jugendmedizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie), jeweils ein*e Sachverständige*r der Fachrichtungen Ethik und Recht sowie je eine Vertretung für die Wahrnehmung der Interessen von Patient*innen sowie der Selbsthilfe behinderter Menschen.

Folgende Vertretungen wurden aus dem Bereich Selbsthilfe entsandt:
Dr. Nicosia Nieß, Mitglied im Vorstand der LAGS
Stellvertretung: Thomas Bannasch, Geschäftsführer der LAGS

Aus dem Bereich Patientenvertretung:
Dunja Robin, Netzwerkfrauen Bayern
Stellvertretung: Ümmahan Gräsle, Netzwerkfrauen Bayern

Bündnis für Prävention in Bayern

Die Verhinderung von chronischen Erkrankungen und Behinderungen und Vermeidung von Folgeproblemen ist ein wichtiges Anliegen der Selbsthilfeorganisationen. Deshalb ist die LAGS Gründungsmitglied des Bündnisses für Prävention in Bayern geworden welches die Bayerische Staatsregierung im Jahr 2016 geschlossen hat.

Forum Soziales Bayern des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung,
Familie und Frauen

Im Forum Soziales Bayern wird die LAGS durch den Geschäftsführer vertreten.

Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten Holger Kiesel

Von Beginn an herrschte eine vertrauensvolle gemeinsame Arbeitsatmosphäre zwischen der LAGS und dem bayerischen Behindertenbeauftragten. Wir sind dazu übergegangen uns in unregelmäßigen Abständen zu einem Jour-Fixe zu treffen bei dem aktuelle behindertenpolitische Themen besprochen werden (z.B. Finanzierung von Assistenz im Krankenhaus – siehe hierzu auch Stellungnahme der LAGS vom 14.10.2020). Darüber hinaus beteiligte sich der Behindertenbeauftragte an der diesjährigen digitalen Aktion zum Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai (siehe oben).

Zusammenarbeit mit dem Patienten- und Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung

Thomas Bannasch, Geschäftsführer der LAGS, und Thomas Asam, Referent der LAGS, sind Mitglieder des Runden Tisches Patienten- und Pflegeangelegenheiten. Aufgrund der Corona-Pandemie fand ein Treffen des Runden Tisches im Februar 2021 per Videokonferenz statt. Schwerpunktthema war die niedrigschwellige und bürgernahe Netzwerkbildung in der Pflege. Es bestand Einigkeit, dass es kein Wissensdefizit in Bayern bezüglich Pflege gibt, sondern ein Ressourcendefizit. Im Nachgang verfasste der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Prof. Dr. Bauer, am 19. März 2021 eine Pressemitteilung mit dem Titel „Runder Tisch Patienten- und Pflegeangelegenheiten setzt sich für regionale, bürgernahe Netzwerkbildung in der Pflege ein.“

Wertebündnis Bayern

Die LAGS ist seit 2014 Bündnispartner. Seit März 2010 gibt es dieses bundesweit einmalige Bündnis, initiiert vom damaligen Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer. Ziel ist es Werteorientierung und Wertebildung bei jungen Menschen z.B. über Gemeinschaftsprojekte zu fördern. Das Bündnis wurde Ende 2015 in eine Stiftung mit finanzieller Unterstützung des Freistaats Bayerns übergeführt.

Beirat zum Bayerischen Sozialbericht

Die LAGS ist Mitglied im Beirat zum Bayerischen Sozialbericht der Bayerischen Staatsregierung. Die Sozialberichterstattung ist insofern wichtig für die Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen, da sich aus den Daten sozialpolitische Aktionsfelder herauslesen lassen.

Kuratorium der Messe ConSozial

Seit 2020 vertritt Thomas Bannasch, Geschäftsführer der LAGS, die BAG Selbsthilfe und damit die Belange der Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen im Kuratorium der Messe ConSozial. Unter anderem fand im Kuratorium bereits im Jahr 2020 eine Diskussion darüber statt, inwieweit die Messe im Jahr 2020 abgesagt werden soll. Für das Jahr 2021 wurde die Entscheidung getroffen, die Messe stattfinden zu lassen. Die nächste Sitzung des Kuratoriums findet auf der Messe ConSozial am 10. November statt.

Zusammenarbeit mit anderen Verbänden

Soziales Netz Bayern (SNB)

Die LAGS ist Mitglied im SNB, einem Zusammenschluss von Gewerkschaften, Wohlfahrt und Sozialverbänden für den Erhalt und Ausbau des Sozialstaates. Im Juli 2021 veranstaltete das SNB anlässlich der Bundestagswahl im Herbst 2021 die gemeinsame Erklärung „Soziales Netz Bayern präsentiert Forderungen für mehr soziale Gerechtigkeit im Freistaat - Soziale Ungleichheit bekämpfen, strukturelle Armut beenden und soziale Infrastruktur ausbauen“. Die Erklärung wurde im Rahmen einer online-Pressekonferenz veröffentlicht.

Vorstand

Der Vorstand traf sich im Berichtszeitraum zu 5 (Video-)Sitzungen:

  • 7. Dezember 2021
  • 22. März 2021
  • 10. Mai 2021
  • 26. Juli 2021
  • 27. September 2021 (in Präsenz)

Themenschwerpunkte der Vorstandssitzungen waren u.a.:

  • Beteiligungsprozess zum Bayerischen Teilhabegesetz (BayTHG II)
  • AG Weiterentwicklung der Strukturen der Eingliederungshilfe
  • Auftrag zur Organisation und Durchführung des Beteiligungsprozesses zur Weiterentwicklung des bayerischen Aktionsplans zur Umsetzung der UN-BRK
  • Reform des SGB VIII - Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)
  • Anhörung im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags zur Konversion von Komplexeinrichtungen
  • Verwaltungsrat der medizinischen Dienste
  • Aufbau des Runden Tisches Selbsthilfeförderung für Selbsthilfeorganisationen

Zusammenarbeit mit der BAG SELBSTHILFE e.V.

Die BAG SELBSTHILFE e.V. ist Dachverband von 120 bundesweit agierenden Selbsthilfeverbänden, 12 Landesarbeitsgemeinschaften und 7 Fachverbänden.

Zum Erfahrungsaustausch über aktuelle verbandspolitische Themen finden halbjährlich Treffen der 12 Landesarbeitsgemeinschaften und der BAG SELBSTHILFE e.V. statt. Im Oktober 2021 trafen sich die Landesarbeitsgemeinschaften und die BAG SELBSTHILFE in Dresden unter der Federführung der LAG Selbsthilfe Sachsen e.V.

Themen dieses Treffens waren u.a.:

  • Selbsthilfeförderung in Bund und Ländern
  • Finanzierung der Landesarbeitsgemeinschaften
  • Koordinierung Patientenvertretung
  • Verwaltungsrat der Medizinischen Dienste – Beteiligung der Selbsthilfe
  • Projekt Teilhabe-Koordinierung der LAG Selbsthilfe Sachsen e.V.

Förderung durch die Gesetzlichen Krankenkassen nach § 20h SGB V20

2015 wurde die Selbsthilfeförderung der Krankenkassen in § 20h SGB V neu geregelt. Bei der Vergabesitzung für Mittel der Pauschal- und Projektförderung für bayernweit tätige Bundes und Landesorganisationen der Selbsthilfe wurde die LAGS neben dem Paritätischen Wohlfahrtsverband Bayern sowie der Koordinierungsstelle der Bayerischen Suchthilfe beratend beteiligt. Im Förderjahr 2021 werden die landesweit tätigen Selbsthilfeorganisationen mit mehr als 2 Millionen Euro gefördert.

Geschäftsführung Runder Tisch Selbsthilfeorganisationen gemäß §20h SGB V

Der LAG Selbsthilfe Bayern e.V. wurde die Geschäftsführung des neu geschaffenen Runden Tisches Selbsthilfeorganisationen zur Förderung von Landesorganisationen übertragen. Seit Juli 2021 ist hierfür die neue Mitarbeiterin der LAG SELBSTHILFE Bayern e.V., Stephanie Striebel, tätig. Sie unterstützt und berät Selbsthilfeorganisationen hinsichtlich der Antragstellung nach §20h SGB V, nimmt die Anträge an und bearbeitet sie, organisiert die Sitzungen des Runden Tisches inklusive Vor- und Nachbereitung, bearbeitet die Förderentscheidungen der Krankenkassen und stimmt sich z.B. mit weiteren Selbsthilfevertretungen ab.

Förderung für örtliche Selbsthilfegruppen

Die Selbsthilfeförderung für örtliche Selbsthilfegruppen wird ebenfalls nach einem bayernweiten Verfahren durchgeführt und die Vergabe der Mittel ist über die von den Selbsthilfekontaktstellen eingerichteten 13 Regionalen Runden Tische organisiert. Die LAGS ist mit jeweils einer Vertretung und einer Stellvertretung aus den Reihen der Mitgliedsverbände pro Regionalem Runden Tisch in beratender Funktion an der Vergabe der Fördermittel beteiligt. Die bayerischen Selbsthilfegruppen sowie die örtlichen Fördergemeinschaften (mittelbare Gruppenförderung) erhielten im Jahr 2021 5,6 Millionen Euro.

Verteilung von Fördermitteln des Freistaates Bayern

Förderung von Selbsthilfegruppen für chronisch kranke und behinderte Menschen

Die LAGS ist seit Jahren in das Antrags- und Bewilligungsverfahren eingebunden. Bei der Verteilung der staatlichen Selbsthilfegruppenförderung konnte die LAGS im Bewilligungszeitraum des Jahres 2021 einen Förderbetrag von 81.600,- € an die Selbsthilfegruppen weiterleiten.

Förderung von Freizeit-, Bildungs- und Begegnungsmaßnahmen

Diese Maßnahme wird durch die Bayerischen Bezirke gefördert.

Bezirk Oberbayern: 44.370,- €
Bezirk Oberpfalz: 900,- €
Bezirk Mittelfranken: -
Bezirk Niederbayern: -
Bezirk Schwaben: -
Bezirk Unterfranken: -

Fortbildung von Personal in der Rehabilitation und von Maßnahmen für Familien mit Behinderten und Geschwisterkindermaßnahmen

Auch bei dieser Fördermaßnahme können unsere Mitgliedsverbände ihren Antrag bei der LAGS einreichen. 2020 fanden keine Maßnahmen statt.

Bayerische Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung

Die LAGS ist zuständige Stelle für die Beantragung von Stiftungsmitteln für den Stiftungszweck II, Selbsthilfe. Der Geschäftsführer der LAGS, Thomas Bannasch, ist Vorsitzender des Stiftungsrates der Bayerischen Stiftung für Kriegsopfer und Menschen mit Behinderung. Im ersten Halbjahr 2021 konnten insgesamt 22.566,- € weitergegeben werden.

Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände

Eine der zentralen Aufgaben der Geschäftsstelle der LAGS ist die Beratung von Mitgliedsorganisationen und Selbsthilfegruppen aus dem Bereich chronisch kranker und behinderter Menschen. Täglich erreichen uns schriftliche, telefonische oder elektronische Anfragen von Selbsthilfeaktiven, betroffenen Menschen oder Institutionen.

Das Spektrum der Anfragen reicht von juristischen Fragestellungen über die Weitervermittlung an Selbsthilfegruppen oder Organisationen bis hin zur Bitte um Unterstützung im Umgang mit den Sozialversicherungsträgern oder bei der Arbeits- und Wohnungssuche. Einen großen Teil der Beratung nimmt auch die Frage nach der Erschließung von finanziellen Mitteln ein, wie z.B. die staatlichen Fördermittel oder die Erlangung von Stiftungsmitteln.

Außerdem wird unser Zentrum der Bayerischen Behindertenverbände nach wie vor als Tagungs- und Seminarort von unseren Mitgliedsverbänden rege genutzt. Die LAGS selbst und das Frauennetzwerk benötigen die Räume für eigene Veranstaltungen, Fachtagungen und Arbeitskreise. Unser Konzept eines Zentrums der Bayerischen Behindertenverbände stößt weiterhin auf große Nachfrage. Vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie musste der Tagungsbetrieb zunächst erheblich eingeschränkt werden. Unter Einhaltung der unterschiedlichen Infektionsschutzmaßnahmen kann seit Juli 2021 wieder ein eingeschränkter Tagungsbetrieb angeboten werden.

Informationen der LAGS

Auf unserer Website www.lag-selbsthilfe-bayern.de sind aktuelle Informationen zu unseren Aktivitäten, Veröffentlichungen etc. einsehbar. Während des Berichtszeitraumes gab es Überlegungen und erste Planungen zu einem Relaunch der Website, der dann auch die Idee der ehemaligen Print-Version der LAG-Informationen (mehrmals jährlich erschienener Newsletter der LAGS) digital nutzbar machen soll.

Ausblick

Das kommende Jahr wird für die LAGS sicherlich in vielerlei Hinsicht spannend und interessant. Zum einen ist natürlich im Moment noch nicht absehbar, welche Akzente im Bereich der Behinderten- und Gesundheitspolitik durch eine neue Bundesregierung gesetzt werden. Schon jetzt werden Themen wie eine eventuelle Bürgerversicherung diskutiert, welche sich sicherlich enorm auf unser Gesundheitswesen auswirken würde. In Richtung der Koalitionsverhandlungen richten sich klare Forderungen zu einer Weiterentwicklung des SGB IX und natürlich auch im Bereich der Förderung und Unterstützung von Selbsthilfe sind viele Bereiche vorstellbar, die von einer neuen Bundesregierung kritisch hinterfragt werden müssten - um nur einige zu nennen. Unsere Arbeit als Interessensvertretung für Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ist vor diesem Hintergrund wichtiger denn je.

Zum anderen wird sich unser Vorstand auf jeden Fall ab der kommenden Vorstandswahl verändern. Angesichts dessen werden neue Schwerpunkte und Ideen in unsere Arbeit einfließen und wir freuen uns schon jetzt auf neue Impulse und eine weiterhin gute Zusammenarbeit zwischen unseren Mitgliedsverbänden, den Mitgliedern des Vorstands und der Geschäftsstelle der LAGS.

Mit Blick auf die enormen Entwicklungen in den letzten Jahren (Stichwort: landesrechtliche Umsetzung BTHG oder auch Runder Tisch Selbsthilfeförderung) wird es Zeit durchzuatmen und die neuen Aufgaben fundiert zu entwickeln und auszufüllen. Die Herausforderung besteht sicherlich darin, die neuen politischen und verbandsinternen Rahmenbedingungen mit der Konsolidierung unserer vielfältigen Aufgabenbereiche zu verknüpfen und im Gleichgewicht zu halten.

 

Die LAGS wird gefördert aus Mitteln des

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